⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 08.06.2026
Die Gemeinden Oberdorf und Niederdorf stehen vor einer entscheidenden Herausforderung: Das geplante Wasserwerk z’Hof muss überarbeitet werden, nachdem die Gemeindeversammlung den Baukredit zurückgewiesen hat.
- Projektkosten von 4,6 Millionen Franken
- Gemeindeversammlung lehnt Baukredit ab
- Kritik an den hohen Kosten durch ein Komitee
Die Gemeinden Oberdorf und Niederdorf stehen vor einer entscheidenden Herausforderung: Das geplante Wasserwerk z’Hof muss überarbeitet werden, nachdem die Gemeindeversammlung den Baukredit zurückgewiesen hat. Am Montagabend stimmten 76 der anwesenden Stimmberechtigten für einen Rückweisungsantrag, während 71 dagegen waren. Dies stellt einen Rückschlag für die Exekutive dar, die das Projekt als notwendig erachtet, um die Wasserversorgung der beiden Gemeinden zukunftssicher zu gestalten.
Was ist das Wasserwerk z’Hof?

Das Wasserwerk z’Hof ist ein gemeinsames Projekt der Gemeinden Oberdorf und Niederdorf, das die Wasserversorgung in der Region verbessern soll. Geplant ist der Bau einer neuen Aufbereitungs- und Pumpanlage im Gebiet z’Hof, die die bestehenden, sanierungsbedürftigen Anlagen ersetzen soll. Die Exekutive von Oberdorf sieht in diesem Vorhaben eine wichtige Maßnahme zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und zur Erfüllung zukünftiger Anforderungen.
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 4,6 Millionen Franken. Diese Summe umfasst sowohl die Baukosten als auch die notwendigen Investitionen in die Infrastruktur. Die Gemeinden haben sich darauf verständigt, dass Oberdorf die Bauherrschaft übernimmt, während Niederdorf die Investitionen für das Pumpwerk und den Leitungsbau bis zum Wasserwerk z’Hof trägt.
Warum wurde der Baukredit abgelehnt?
Die Ablehnung des Baukredits durch die Gemeindeversammlung ist auf die Kritik eines Komitees zurückzuführen, das sich für gesunde Gemeindefinanzen einsetzt. Dieses Komitee hatte bereits zuvor gegen andere Projekte, wie den Kunstrasen-Kredit, mobil gemacht und argumentiert, dass die Kosten für das Wasserwerk zu hoch seien. Urs Vollmer, ein Mitglied des Komitees, erklärte, dass die Wasserversorgung auch mit einem „zweckmäßigen Neubau“ sichergestellt werden könne, der weniger kostenintensiv sei.
Die Diskussion über die Finanzierung des Projekts hat die Gemeindeversammlung stark polarisiert. Während die Exekutive das Wasserwerk als notwendig erachtet, sehen viele Bürger die zusätzliche Verschuldung von 4,6 Millionen Franken als zu hoch an. Zudem befürchten sie, dass die höheren Wassergebühren, die durch das Projekt entstehen könnten, die Haushalte zusätzlich belasten würden.
Die Reaktionen der Gemeindeverantwortlichen
- Projektkosten: 4,6 Millionen Franken
- Abstimmung: 76 Ja-Stimmen, 71 Nein-Stimmen
- Standort: Gebiet z'Hof
Gemeinderat Hannes Schweizer verteidigte das geplante Wasserwerk vehement und bezeichnete es als zukunftsgerichtetes Vorhaben. Er betonte, dass die Wasserversorgung in Oberdorf und Niederdorf auf lange Sicht gesichert werden müsse und dass die bestehenden Anlagen nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügen. Die Exekutive sieht die Notwendigkeit, die Infrastruktur zu modernisieren, um auch zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.
Die Rückweisung des Projekts stellt die Exekutive vor die Herausforderung, einen neuen Vorschlag zu erarbeiten, der die Bedenken der Bürger berücksichtigt. Dies könnte eine Überarbeitung der Pläne oder eine Anpassung der Kostenstruktur beinhalten, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.
Finanzielle Aspekte und Auswirkungen
Die finanziellen Aspekte des Projekts sind ein zentraler Punkt in der Diskussion. Das Komitee für gesunde Gemeindefinanzen hat darauf hingewiesen, dass die zusätzliche Verschuldung von 4,6 Millionen Franken für die Gemeinde Oberdorf eine erhebliche Belastung darstellen könnte. Die Bürger befürchten, dass die höheren Wassergebühren, die durch das Projekt entstehen könnten, die Haushalte zusätzlich belasten würden. Schätzungen zufolge könnte eine Familie mit zusätzlichen Kosten von etwa 210 Franken pro Jahr rechnen.
Die Exekutive muss nun Wege finden, um die finanziellen Bedenken der Bürger zu adressieren. Dies könnte durch eine detaillierte Kostenaufstellung und transparente Informationen über die langfristigen Vorteile des Projekts geschehen. Eine klare Kommunikation über die Notwendigkeit und die Vorteile des Wasserwerks könnte helfen, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen.
Die nächsten Schritte für das Wasserwerk z’Hof
Nach der Rückweisung des Baukredits wird die Exekutive von Oberdorf das Projekt überarbeiten müssen. Dies könnte eine Neuausrichtung der Pläne oder eine Anpassung der Kostenstruktur beinhalten. Die Bürger erwarten, dass ihre Bedenken ernst genommen werden und dass die Exekutive einen Vorschlag erarbeitet, der sowohl die finanziellen Aspekte als auch die Notwendigkeit der Wasserversorgung berücksichtigt.
Die Zusammenarbeit zwischen Oberdorf und Niederdorf wird in den kommenden Monaten entscheidend sein. Beide Gemeinden müssen gemeinsam an einer Lösung arbeiten, die die Wasserversorgung langfristig sichert und gleichzeitig die finanziellen Belastungen für die Bürger minimiert. Ein transparentes Mitwirkungsverfahren könnte dazu beitragen, die Bürger in den Entscheidungsprozess einzubeziehen und deren Vertrauen zu stärken.
Fazit

Die Diskussion um das Wasserwerk z’Hof zeigt, wie wichtig eine transparente und offene Kommunikation zwischen den Gemeindeverantwortlichen und den Bürgern ist. Die Rückweisung des Baukredits ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Bürger die finanziellen Aspekte ernst nehmen und eine nachhaltige Lösung für die Wasserversorgung wünschen. Die Exekutive von Oberdorf steht nun vor der Herausforderung, ein überarbeitetes Projekt zu präsentieren, das sowohl den Bedürfnissen der Bürger als auch den Anforderungen an die Wasserversorgung gerecht wird.
Häufige Fragen
Was ist das Wasserwerk z’Hof?
Warum wurde der Baukredit abgelehnt?
Wer hat gegen das Projekt gestimmt?
Was sind die nächsten Schritte für das Wasserwerk z’Hof?
Wie wird die Wasserversorgung in Oberdorf und Niederdorf sichergestellt?
Quellen: Google News
Symbolbild: Wasserwerk z’Hof: Gemeinsames Projekt von Oberdorf und Niederdorf · Foto: 逐光 创梦 / Pexels


