⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 01.09.2026
Pandora verfolgt weiterhin seine Strategie, verstärkt auf platinbeschichteten Schmuck zu setzen, trotz der jüngsten Rückgänge bei den Silberpreisen.
- Pandora hat 90-100% seines Silberbedarfs für 2027 abgesichert.
- Die Umstellung auf Platin soll 2027 abgeschlossen sein.
- CEO Berta de Pablos-Barbier betont die Notwendigkeit, die Materialvielfalt zu erhöhen.
Pandora, der weltweit größte Juwelier, bekräftigt seine Strategie, verstärkt auf platinbeschichteten Schmuck zu setzen, trotz der jüngsten Rückgänge bei den Silberpreisen. CEO Berta de Pablos-Barbier erklärte, dass das Unternehmen 90 bis 100 Prozent seines Silberbedarfs für 2027 zu einem Durchschnittspreis von rund 65 US-Dollar je Feinunze abgesichert hat. Diese Entscheidung ist Teil eines umfassenderen Plans, die Materialvielfalt zu erhöhen und die Abhängigkeit von Silber zu verringern.
Was ist die Platin-Strategie von Pandora?

Die Platin-Strategie von Pandora zielt darauf ab, die Produktpalette durch platinbeschichtete Schmuckstücke zu diversifizieren. Diese Umstellung soll bis 2027 abgeschlossen sein. Bereits im Juli 2025 startete Pandora erste Tests mit einer begrenzten Auswahl platinbeschichteter Schmuckstücke in den Niederlanden. Die Entscheidung, auf Platin zu setzen, wurde durch eine Verbraucherstudie unterstützt, die ergab, dass 78 Prozent der Befragten Platin als Edelmetall einordnen, während nur 69 Prozent dies für Sterlingsilber tun.
Die Verwendung von Platin hat mehrere Vorteile: Es ist hypoallergen, wasserbeständig und anlaufbeständig. Diese Eigenschaften machen es zu einer attraktiven Alternative für Verbraucher, die nach langlebigem und hochwertigem Schmuck suchen. Die Umstellung auf platinbeschichtete Produkte könnte Pandora helfen, sich von den Preisschwankungen des Silbermarktes zu entkoppeln und die Stabilität des Unternehmens zu erhöhen.
Marktentwicklung und Herausforderungen
Obwohl der Silberpreis in den letzten Monaten signifikante Rückgänge erlebt hat, bleibt Pandora optimistisch. Der Silberpreis war kürzlich auf etwa 75 US-Dollar pro Feinunze gefallen, nachdem er zuvor auf über 121 US-Dollar gestiegen war. Diese Volatilität hat nicht nur Auswirkungen auf die Rohstoffkosten, sondern auch auf die Aktienkurse des Unternehmens. Dennoch hat Pandora seine Jahresprognose für Wachstum und Marge angehoben, was auf ein starkes zweites Quartal zurückzuführen ist.
Die Herausforderungen für Pandora sind jedoch nicht zu unterschätzen. Das Unternehmen sieht sich einem unsicheren Konsumklima in Nordamerika und Europa gegenüber, was die Kaufbereitschaft der Verbraucher beeinträchtigen könnte. Diese Unsicherheiten könnten sich negativ auf die Umsatzprognosen auswirken, die für das laufende Jahr ein Wachstum von maximal zwei Prozent vorsehen, im schlimmsten Fall könnte es sogar zu einem Rückgang um ein Prozent kommen.
Die Reaktion des Marktes
- Silberbedarf für 2027 zu rund 65 US-Dollar je Feinunze abgesichert
- Umstellung auf platinbeschichtete Schmuckstücke bis 2027 geplant
- Jahresprognose für Wachstum und Marge angehoben
Die Ankündigung von Pandora, verstärkt auf platinbeschichteten Schmuck zu setzen, hat an der Börse positive Reaktionen ausgelöst. Die Aktien des Unternehmens stiegen nach der Bekanntgabe um bis zu sieben Prozent. Investoren scheinen optimistisch zu sein, dass die Diversifizierung des Materialportfolios Pandora helfen wird, sich von den Preisschwankungen des Silbermarktes zu entkoppeln und die langfristige Stabilität des Unternehmens zu sichern.
Die Entscheidung, den Silberanteil im Sortiment von derzeit fast 60 Prozent auf etwa 20 Prozent zu reduzieren, zeigt, dass Pandora bereit ist, sich an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen. Diese Strategie könnte sich als vorteilhaft erweisen, insbesondere wenn die Silberpreise weiterhin volatil bleiben.
Langfristige Perspektiven
Langfristig plant Pandora, mindestens die Hälfte seines relevanten Silbersortiments bis 2027 auf platinbeschichtete Varianten umzustellen. Diese Produkte basieren auf einer speziellen Metalllegierung, die kostengünstiger in der Herstellung ist, während sie den Reiz eines Edelmetalls beibehalten. Diese Strategie könnte Pandora nicht nur helfen, die Produktionskosten zu senken, sondern auch die Gewinnmargen zu erhöhen.
Die hohe prognostizierte Gewinnmarge von 21 bis 22 Prozent zeigt, dass das Unternehmen trotz der Herausforderungen im Markt gut positioniert ist. Sinkende Silberpreise oder eine erfolgreiche Umstellung auf Platin könnten sich positiv auf die Gewinnmargen auswirken und Pandora in eine stärkere Position bringen.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Pandora trotz der fallenden Silberpreise an seiner Platin-Strategie festhält. Die Absicherung des Silberbedarfs und die geplante Umstellung auf platinbeschichtete Schmuckstücke sind Schritte, die darauf abzielen, die Abhängigkeit von Silber zu verringern und die Materialvielfalt zu erhöhen. Während Herausforderungen im Konsumklima bestehen, bleibt Pandora optimistisch und sieht Chancen für Wachstum und Stabilität in der Zukunft.
Häufige Fragen
Warum wechselt Pandora zu platinbeschichtetem Schmuck?
Wie viel Silber hat Pandora für 2027 abgesichert?
Wann wird die Umstellung auf platinbeschichteten Schmuck abgeschlossen sein?
Wie hat sich der Silberpreis entwickelt?
Welche Herausforderungen sieht Pandora in der Zukunft?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Pandora's transition to platinum jewelry · Foto: Robert So / Pexels


