⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 29.06.2026
Der Postbank Wohnatlas 2026 zeigt, wo Wohnungskäufer in Deutschland die besten Chancen auf Wertzuwachs haben. Besonders in urbanen Zentren und Metropolregionen wird ein Anstieg der Immobilienpreise prognostiziert.
- Leipzig führt das Ranking mit 1,9% jährlichem Preiswachstum an.
- Schleswig-Holstein erwartet den höchsten Anstieg unter den Bundesländern.
- In ländlichen Regionen sind Preisrückgänge zu erwarten.
Der Postbank Wohnatlas 2026 hat die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland umfassend analysiert und zeigt, wo Wohnungskäufer die besten Chancen auf Wertzuwachs haben. Die Studie, die vom Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) durchgeführt wurde, prognostiziert, dass die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand bis 2035 im Durchschnitt um 0,41 Prozent pro Jahr steigen werden. Besonders stark wird dieser Anstieg in urbanen Zentren und Metropolregionen erwartet.
Was ist der Postbank Wohnatlas 2026?

Der Postbank Wohnatlas ist eine jährliche Studie, die die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland untersucht. Die aktuelle Ausgabe für 2026 bietet eine detaillierte Analyse der Kaufpreise für Eigentumswohnungen in 400 Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Ergebnisse basieren auf umfangreichen Berechnungen und Datenanalysen, die verschiedene Faktoren wie demografische Entwicklungen, wirtschaftliche Stärke und regionale Unterschiede berücksichtigen.
Die Studie zeigt, dass die sozio-ökonomische Lage einer Region entscheidend für die zukünftige Wertentwicklung von Immobilien ist. Regionen, die von Zuzug, Arbeitsplatzwachstum und einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung profitieren, haben die besten Aussichten auf steigende Immobilienpreise.
Leipzig: Spitzenreiter im Wertzuwachs
Eine der auffälligsten Erkenntnisse des Wohnatlas ist der prognostizierte Anstieg der Kaufpreise in Leipzig. Die Stadt wird bis 2035 einen durchschnittlichen jährlichen Preiszuwachs von 1,9 Prozent erwarten, was sie zur Region mit dem höchsten Wertzuwachs in Deutschland macht. Der aktuelle Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen liegt bei 3.205 Euro, was im Vergleich zu anderen Großstädten relativ moderat ist.
Die positive Entwicklung in Leipzig wird durch mehrere Faktoren begünstigt. Die Bevölkerung der Stadt soll bis 2035 um 5,6 Prozent wachsen, während die Anzahl der erwerbstätigen Personen jährlich um 0,5 Prozent zunehmen wird. Zudem wird ein Anstieg der verfügbaren Einkommen um 3 Prozent pro Jahr prognostiziert. Diese Faktoren tragen dazu bei, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Leipzig weiterhin hoch bleibt.
Regionale Unterschiede im Wertzuwachs
- Prognose: Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen bis 2035 um 0,41% pro Jahr.
- Leipzig: Höchster erwarteter Anstieg mit 1,9% jährlich bis 2035.
- Schleswig-Holstein: Jährlicher Preisanstieg von 0,8% bis 2035.
Die Studie zeigt, dass die Immobilienpreise in Deutschland nicht einheitlich steigen. Während in Städten wie Leipzig und anderen Groß- und Mittelstädten ein deutlicher Anstieg zu erwarten ist, gibt es auch Regionen, in denen die Preise stagnieren oder sogar sinken werden. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nur geringe reale Preiszuwächse zu erwarten, während in ländlichen Gebieten in Ost- und Mitteldeutschland Preisrückgänge prognostiziert werden.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Entwicklung in Schleswig-Holstein, wo ein jährlicher Preisanstieg von 0,8 Prozent bis 2035 erwartet wird. Dies macht das Bundesland zu einem der attraktivsten Standorte für Immobilienkäufer, die auf Wertzuwachs setzen. Auch Berlin und Bayern folgen mit einem prognostizierten Anstieg von über 0,6 Prozent jährlich.
Einfluss der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Immobilienpreise. In Zeiten von Inflation und steigenden Zinsen kann die Nachfrage nach Immobilien schwanken. Die aktuelle Marktentwicklung zeigt jedoch, dass sich viele Kaufinteressierte auf das neue Zinsumfeld eingestellt haben und die Nachfrage langsam wieder anzieht. Dies könnte dazu führen, dass die Preise in den gefragten Regionen weiter steigen, während ländliche Gebiete unter Druck geraten.
Die Stabilität der Immobilienpreise in den urbanen Zentren wird auch durch die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum in diesen Gebieten unterstützt. Die Verknappung des Angebots, insbesondere aufgrund der geringen Bautätigkeit, trägt ebenfalls zur Stabilität der Preise bei. Käufer sollten daher die regionalen Unterschiede genau beobachten und gezielt in aufstrebende Städte investieren.
Tipps für Wohnungskäufer
Zusätzlich sollten Käufer die aktuellen Quadratmeterpreise und die Preisentwicklung in den letzten Jahren analysieren. Ein Blick auf die zukünftigen Bauprojekte und die Entwicklung der Infrastruktur kann ebenfalls wertvolle Hinweise auf die zukünftige Preisentwicklung geben.
Fazit

Der Postbank Wohnatlas 2026 bietet wertvolle Einblicke in die zukünftige Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland. Während einige Regionen wie Leipzig und Schleswig-Holstein vielversprechende Wachstumsprognosen aufweisen, gibt es auch ländliche Gebiete, in denen Preisrückgänge zu erwarten sind. Käufer sollten die regionalen Unterschiede und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen genau im Blick behalten, um von den besten Wertzuwächsen zu profitieren.
Häufige Fragen
Was ist der Postbank Wohnatlas 2026?
Welche Städte haben die besten Chancen auf Wertzuwachs?
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in ländlichen Regionen?
Welche Faktoren beeinflussen die Immobilienpreise?
Wie sieht die Prognose für die Kaufpreise bis 2035 aus?
Quellen: Google News
Symbolbild: Wachstum der Immobilienpreise in Deutschland · Foto: Ambient Walking / Pexels


