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Roboter, KI und deutsche Überraschungsgäste in ETFs

⏱ 5 Min. Lesezeit · Stand: 19.06.2026

Die Kombination aus Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) ist nicht nur ein technologischer Trend, sondern auch ein lukratives Investmentfeld. Zwei deutsche Unternehmen überraschen in den großen KI-ETFs.

Das Wichtigste in Kürze

  • ETFs bündeln Megatrends in Robotik und KI.
  • SAP und Infineon sind bedeutende deutsche Akteure.
  • Der Markt für KI und Robotik wächst rasant.

Die Kombination aus Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) ist nicht nur ein technologischer Trend, sondern auch ein lukratives Investmentfeld. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche ETFs (Exchange Traded Funds) gebildet, die diese beiden Megatrends bündeln. Besonders hervorzuheben sind der Amundi MSCI Robotics & AI UCITS ETF Acc, der Xtrackers Artificial Intelligence and Big Data und der L&G Artificial Intelligence. Diese Fonds bieten Anlegern die Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren, die an der Spitze der technologischen Entwicklung stehen.

Was sind KI-ETFs und wie funktionieren sie?

Roboter und KI in der modernen Wirtschaft
Symbolbild: Roboter und KI in der modernen Wirtschaft · Foto: Magda Ehlers / Pexels

KI-ETFs sind Investmentfonds, die in Unternehmen investieren, die sich mit Künstlicher Intelligenz und Robotik beschäftigen. Diese Fonds bilden in der Regel einen Index ab, der die Wertentwicklung von Unternehmen widerspiegelt, die in diesen Bereichen tätig sind. Der Amundi MSCI Robotics & AI UCITS ETF Acc beispielsweise bildet den MSCI ACWI IMI Robotics & AI Index ab und investiert in Unternehmen, die in der Robotik und KI aktiv sind. Dies ermöglicht eine breite Diversifikation und reduziert das Risiko für Anleger.

Die Funktionsweise dieser ETFs ist einfach: Anleger kaufen Anteile an dem Fonds, der dann das Kapital in die im Index enthaltenen Unternehmen investiert. Die Erträge, die aus Dividenden oder Kursgewinnen resultieren, fließen in den Fonds zurück, was den Zinseszinseffekt für die Anleger verstärkt. Dies ist besonders vorteilhaft in einem Markt, der so schnell wächst wie der für KI und Robotik.

Die beeindruckenden Wachstumszahlen der KI-Industrie

Der globale Markt für Künstliche Intelligenz belief sich im vergangenen Jahr auf etwa 758 Milliarden USD. Prognosen zufolge wird dieser Markt bis 2035 auf etwa 4,2 Billionen USD</strong anwachsen, was einem jährlichen Wachstum von knapp 19 % entspricht. Treiber dieses Wachstums sind vor allem die generative KI, die zunehmende Automatisierung von Geschäftsprozessen und der steigende Bedarf an KI-Chips. Diese Zahlen verdeutlichen, dass KI nicht nur ein vorübergehender Trend ist, sondern eine fundamentale Veränderung in der Wirtschaft darstellt.

Parallel dazu wächst auch der Markt für Robotik rasant. Im Jahr 2025 lag der globale Robotermarkt bei 53,1 Milliarden USD und soll bis 2035 auf rund 257,5 Milliarden USD anwachsen. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 17,6 %. Die steigenden Arbeitskosten und der weltweite Fachkräftemangel beschleunigen die Automatisierung in verschiedenen Sektoren, was die Nachfrage nach Robotiklösungen weiter anheizt.

Überraschende deutsche Akteure in den KI-ETFs

Fakten auf einen Blick

  • Markt für KI: 758 Milliarden USD im Jahr 2025
  • Prognose für KI bis 2035: 4,2 Billionen USD
  • Markt für Robotik: 53,1 Milliarden USD im Jahr 2025

Wer bei Robotik und KI ausschließlich an große amerikanische Unternehmen denkt, sollte einen zweiten Blick auf die Zusammensetzung der führenden ETFs werfen. Unter den großen Namen wie AMD, Alphabet und NVIDIA finden sich auch zwei deutsche Unternehmen: SAP und Infineon. SAP belegt im Amundi ETF den 18. Platz, während Infineon auf Platz 20 rangiert. Diese Positionen sind bemerkenswert, da sie vor bekannten US-Namen wie Fortinet oder Autodesk liegen.

SAP hat sich mit seiner Business AI-Strategie vom klassischen ERP-Anbieter zu einem KI-Infrastrukturlieferanten gewandelt. Mit dem KI-Assistenten Joule und der Integration generativer KI in seine Cloud-Plattformen bedient SAP über 400.000 Unternehmenskunden weltweit. Dies zeigt, dass nicht nur die Hardware, sondern auch die Software entscheidend für den Erfolg von KI-Anwendungen ist.

Infineon hingegen ist Europas größter Halbleiterhersteller und spielt eine zentrale Rolle in der physischen Umsetzung von KI-Technologien. Die Chips von Infineon sind in vielen Anwendungen zu finden, von autonomen Fahrzeugen bis hin zu Robotern in der Industrie. Diese Unternehmen sind nicht nur bedeutende Akteure in der deutschen Wirtschaft, sondern auch Schlüsselspieler im globalen KI-Ökosystem.

Die Zukunft der Robotik und KI in der Wirtschaft

Die Entwicklungen in der Robotik und KI sind nicht nur technologischer Natur, sondern haben auch weitreichende wirtschaftliche Implikationen. Chirurgie-Roboter operieren mittlerweile präziser als erfahrene menschliche Ärzte, und autonome Drohnen übernehmen Aufgaben in der Landwirtschaft, die zuvor Menschen vorbehalten waren. In Japan bestäuben Drohnen Obstplantagen, während in den Niederlanden Roboter Erdbeeren ernten, ohne die Früchte zu beschädigen.

Die Automatisierung breitet sich auch in anderen Bereichen aus. In der Gastronomie übernehmen humanoide Roboter nicht nur den Check-in in Hotels, sondern bereiten auch Speisen zu. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Integration von KI und Robotik in den Alltag nicht nur möglich, sondern auch bereits Realität ist. Die positiven Bewertungen von Gästen, die mit humanoiden Robotern interagieren, belegen den Erfolg dieser Technologien.

Investitionsmöglichkeiten und Risiken

Für Anleger, die in den Bereich der KI und Robotik investieren möchten, bieten ETFs eine attraktive Möglichkeit. Sie ermöglichen eine breite Diversifikation und reduzieren das Risiko, das mit der Investition in Einzelaktien verbunden ist. Dennoch sollten Anleger sich der Risiken bewusst sein. Die Technologiebranche ist volatil, und die Bewertungen können stark schwanken. Daher ist es ratsam, sich gut zu informieren und gegebenenfalls einen langfristigen Anlagehorizont zu wählen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Viele der führenden KI-ETFs, wie der Amundi MSCI Robotics & AI UCITS ETF, integrieren diese Kriterien in ihre Auswahlprozesse. Dies kann für Anleger, die Wert auf nachhaltige Investitionen legen, von Bedeutung sein.

Fazit

Roboter und KI in der modernen Wirtschaft
Symbolbild: Roboter und KI in der modernen Wirtschaft · Foto: Kindel Media / Pexels

Die Kombination aus Robotik und Künstlicher Intelligenz stellt einen der spannendsten Trends der heutigen Zeit dar. Die beeindruckenden Wachstumszahlen und die Rolle deutscher Unternehmen wie SAP und Infineon in den großen KI-ETFs zeigen, dass diese Technologien nicht nur die Wirtschaft revolutionieren, sondern auch attraktive Investitionsmöglichkeiten bieten. Anleger sollten jedoch die Risiken und Chancen sorgfältig abwägen und sich über die Entwicklungen in diesem dynamischen Markt informieren.

Häufige Fragen

Was sind die größten Trends in der Robotik?
Die größten Trends in der Robotik umfassen die Automatisierung in der Industrie, den Einsatz von Agri-Bots in der Landwirtschaft und humanoide Roboter in der Gastronomie. Diese Technologien revolutionieren verschiedene Sektoren und steigern die Effizienz.
Welche Rolle spielen deutsche Unternehmen in KI-ETFs?
Deutsche Unternehmen wie SAP und Infineon spielen eine zentrale Rolle in KI-ETFs. SAP ist als KI-Infrastrukturlieferant aktiv, während Infineon als Halbleiterhersteller entscheidend zur physischen Umsetzung von KI-Technologien beiträgt.
Wie schnell wächst der Markt für Künstliche Intelligenz?
Der Markt für Künstliche Intelligenz wird bis 2035 voraussichtlich auf etwa 4,2 Billionen USD anwachsen, was einem jährlichen Wachstum von knapp 19 % entspricht. Dies wird durch den steigenden Bedarf an KI-Chips und Automatisierung vorangetrieben.
Was sind die Vorteile von Investitionen in KI-ETFs?
Investitionen in KI-ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, von den Wachstumschancen in der Technologiebranche zu profitieren. Sie ermöglichen eine Diversifikation über verschiedene Unternehmen und Sektoren hinweg, die von der KI-Revolution profitieren.
Wie unterscheiden sich die verschiedenen KI-ETFs?
Verschiedene KI-ETFs unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und den Schwerpunkten. Einige konzentrieren sich stärker auf Robotik, während andere den Fokus auf Software und Datenanalyse legen. Anleger sollten die spezifischen Holdings und Strategien der ETFs vergleichen.

Quellen: finanzen.net

Symbolbild: Roboter und KI in der modernen Wirtschaft · Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Carolin Berger
Carolin Berger
Carolin Berger schreibt über alles rund um die persönliche Finanzplanung: Sparen, Budgetieren und der Umgang mit dem eigenen Geld im Alltag. Ihr ist wichtig, dass Finanzthemen niemanden überfordern, sondern praktisch und nachvollziehbar bleiben. In ihren Beiträgen verbindet sie konkrete Tipps mit einem realistischen Blick auf das, was im Alltag tatsächlich umsetzbar ist.
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