⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 29.08.2026
Siemens-Chef Roland Busch äußert Bedenken über die Auswirkungen übermäßiger Regulierung auf die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Europa. Er fordert die EU auf, das Tempo bei der Zulassung neuer Technologien zu erhöhen.
- Busch kritisiert langsame Regulierung in der EU.
- Hohe Nachfrage nach KI-Technologien, insbesondere in den USA.
- Investitionen in KI sollen sich laut Busch auszahlen.
Siemens-Chef Roland Busch hat am 29. August 2026 in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ eindringlich vor den Gefahren übermäßiger Regulierung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gewarnt. Er fordert die Europäische Union (EU) auf, das Tempo bei der Zulassung neuer KI-Technologien zu erhöhen, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft nicht zu gefährden. „Wir dürfen das Entwicklungstempo der KI-Technologie nicht durch Regulierung bremsen“, so Busch.
Was geschah am 29. August 2026?

In seinem Interview äußerte Busch, dass die derzeitigen regulatorischen Prozesse in der EU viel zu lange dauern. Er verwies auf die geplanten Gesetze wie den „AI Act“ und den „Data Act“, deren Verabschiedung möglicherweise zwei Jahre in Anspruch nehmen könnte. In dieser Zeit könnten sich KI-Modelle jedoch bereits sechs- bis achtmal weiterentwickeln. „Wir hinken stets hinterher“, kritisierte Busch und betonte die Notwendigkeit, schneller zu handeln.
Die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit
Busch sieht die Gefahr, dass die strengen EU-Vorschriften die Innovationskraft der europäischen Unternehmen bremsen. Er argumentiert, dass die EU im globalen Wettbewerb mit den USA und China zurückfallen könnte, wenn sie nicht in der Lage ist, schnellere und flexiblere Rahmenbedingungen für die Entwicklung von KI zu schaffen. „Die europäische Wirtschaft läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren, wenn die Politik technologische Souveränität über wirtschaftliches Wachstum stellt“, warnte er.
Hohe Nachfrage nach KI-Technologien
- Datum: 29. August 2026
- Siemens-Chef: Roland Busch
- Forderung: Schnellere Zulassung neuer KI-Technologien
Siemens hat in den letzten Monaten von einer hohen Nachfrage nach KI-Rechenzentren profitiert, insbesondere in den USA. Busch erklärte, dass das Momentum aus diesem Bereich voraussichtlich auch im kommenden Jahr und darüber hinaus anhalten werde. Diese positive Entwicklung könnte sich auch auf die Aktienkurse von Siemens auswirken, da Investoren zunehmend auf Unternehmen setzen, die in zukunftsträchtige Technologien investieren.
Die Blasenbildung im KI-Sektor
Ein weiterer Punkt, den Busch ansprach, ist die Sorge um eine mögliche Blasenbildung im KI-Sektor. Er hält diese Gefahr jedoch für begrenzt und bezeichnete die gegenwärtige Situation als „die größte Wette der Geschichte auf Technologie“. Busch betonte, dass die meisten Investitionen nicht auf geliehenem Geld basieren, sondern von Unternehmen stammen, die über einen erheblichen Cashflow verfügen. Dies könnte die Stabilität des Sektors unterstützen und das Risiko eines plötzlichen Marktrückgangs verringern.
Investitionen in Künstliche Intelligenz
Busch ist überzeugt, dass sich die Investitionen in Künstliche Intelligenz langfristig auszahlen werden. Er sieht bereits erste positive Effekte und ist der Meinung, dass KI die Märkte nachhaltig verändern wird. „Effizienz und Effektivität werden gesteigert, Ressourcen werden geschont und Innovationen beschleunigt“, sagte er. Diese Entwicklungen könnten nicht nur Siemens, sondern auch anderen Unternehmen in der Branche zugutekommen.
Fazit: Die Zukunft der KI in Europa

Die Warnungen von Siemens-Chef Roland Busch verdeutlichen die Herausforderungen, vor denen die europäische Wirtschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz steht. Während die Nachfrage nach KI-Technologien steigt, könnte eine übermäßige Regulierung die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährden. Es bleibt abzuwarten, wie die EU auf diese Herausforderungen reagieren wird und ob sie in der Lage ist, ein Gleichgewicht zwischen Regulierung und Innovation zu finden.
Häufige Fragen
Was sind die Hauptkritikpunkte von Roland Busch?
Wie beeinflusst die Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit?
Welche Auswirkungen hat die KI-Entwicklung auf den Aktienmarkt?
Wie steht Siemens zur aktuellen Marktentwicklung?
Was sind die langfristigen Perspektiven für KI-Investitionen?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Siemens-Chef warnt vor Regulierung bei KI · Foto: Alex Knight / Pexels


