⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 01.09.2026
Fünf bayerische Städte setzen sich aktiv für den Erhalt ihrer Galeria-Filialen ein, während die Warenhauskette 33 Standorte auf Rentabilität prüft.
- Oberbürgermeister fordern Unterstützung von der Staatsregierung.
- Schließungen könnten die Innenstadtstrukturen erheblich belasten.
- Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium ist für Mitte September geplant.
In einer Zeit, in der der Einzelhandel vor enormen Herausforderungen steht, setzen sich fünf bayerische Städte aktiv für den Erhalt ihrer Galeria-Filialen ein. Die Oberbürgermeister von Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth, Memmingen und München haben sich in einem Positionspapier an die Staatsregierung gewandt. Sie fordern, dass die Interessen der betroffenen Standorte gegenüber der Warenhauskette Galeria deutlich vertreten werden. Dies geschieht im Kontext der Ankündigung von Galeria, bundesweit 33 Standorte auf ihre Rentabilität zu prüfen, was potenzielle Schließungen zur Folge haben könnte.
Was geschah in den betroffenen Städten?

Die betroffenen Städte haben erkannt, dass die Galeria-Filialen nicht nur Einzelhandelsgeschäfte sind, sondern auch eine zentrale Rolle in der Struktur ihrer Innenstädte spielen. Die Oberbürgermeister betonen, dass diese Filialen seit Jahrzehnten Teil gewachsener Handelsstrukturen sind und die Entwicklung ihrer jeweiligen Umgebung maßgeblich mitgeprägt haben. Ein möglicher Wegfall dieser Standorte würde nicht nur eine große ungenutzte Immobilie hinterlassen, sondern auch die Besucherströme und die gesamte angrenzende Handelslage negativ beeinflussen.
In ihrem Positionspapier fordern die Oberbürgermeister eine klare politische Initiative der Staatsregierung, um tragfähige Lösungen zu finden. Sie betonen, dass auch die Eigentümer der Immobilien gefordert sind, an diesen Lösungen mitzuwirken. Das gemeinsame Ziel ist es, die bestehenden Standorte zu stabilisieren und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.
Die wirtschaftlichen Hintergründe
Die wirtschaftliche Situation der Galeria-Kette ist angespannt. Die Warenhauskette hat in den letzten Jahren bereits zahlreiche Filialen schließen müssen, was die Handelslandschaft in vielen Städten verändert hat. Die Überprüfung der 33 Standorte erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Rentabilität dieser Filialen in Frage steht. Hohe Mietkosten und die Konkurrenz durch den Online-Handel setzen die klassischen Warenhäuser unter Druck.
Die Oberbürgermeister der betroffenen Städte sind sich bewusst, dass die Schließung von Galeria-Filialen weitreichende Folgen für die Innenstadtstrukturen haben könnte. Sie appellieren an die Staatsregierung, die wirtschaftlichen Interessen der Städte zu berücksichtigen und aktiv in die Verhandlungen mit Galeria einzugreifen.
Die Rolle der Staatsregierung
- Betroffene Städte: Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth, Memmingen, München
- Anzahl der überprüften Filialen: 33
- Geplantes Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium: Mitte September
Die Staatsregierung wird aufgefordert, die Interessen der betroffenen Städte gegenüber Galeria zu vertreten. Dies ist besonders wichtig, da die Filialen in zentralen Innenstadtlagen liegen und eine wichtige Funktion für die lokale Wirtschaft erfüllen. Die Oberbürgermeister betonen, dass ein enger Austausch zwischen dem Freistaat, den Kommunen und den wirtschaftlichen Akteuren notwendig ist, um tragfähige Lösungen zu finden.
Ein Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium ist für Mitte September 2026 geplant. In diesem Rahmen sollen die Rahmenbedingungen für die Galeria-Filialen erörtert werden. Die Städte hoffen, dass durch diesen Dialog eine Lösung gefunden werden kann, die sowohl die Interessen der Filialen als auch die der Kommunen berücksichtigt.
Die Auswirkungen auf die Innenstädte
Die Schließung von Galeria-Filialen könnte erhebliche Auswirkungen auf die Innenstädte der betroffenen Städte haben. Diese Filialen fungieren nicht nur als Einzelhandelsgeschäfte, sondern auch als Ankerpunkte für andere Geschäfte und Dienstleistungen in der Umgebung. Ihre Schließung könnte zu einem Rückgang der Besucherzahlen führen und die gesamte Handelslandschaft destabilisieren.
Die Oberbürgermeister warnen davor, dass ohne tragfähige Nachnutzungskonzepte leerstehende Warenhäuser erhebliche negative Auswirkungen auf ihre Umgebung entfalten könnten. Es gilt zu verhindern, dass Abwärtsspiralen in den betroffenen Innenstadtquartieren entstehen, die nicht nur die wirtschaftliche Situation der Städte, sondern auch die Lebensqualität der Bürger beeinträchtigen könnten.
Fazit

Die fünf bayerischen Städte Aschaffenburg, Würzburg, Bayreuth, Memmingen und München stehen vor einer entscheidenden Phase im Kampf um den Erhalt ihrer Galeria-Filialen. Die Oberbürgermeister fordern die Staatsregierung auf, aktiv zu werden und die Interessen der Städte zu vertreten. Die bevorstehenden Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium könnten entscheidend dafür sein, ob die Filialen erhalten bleiben oder ob die Städte mit den Folgen von Schließungen umgehen müssen. Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen sind enorm und erfordern eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Häufige Fragen
Warum sind die Galeria-Filialen wichtig für die Städte?
Was planen die Städte gegen die Schließungen?
Wann findet das Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium statt?
Wie viele Filialen werden derzeit überprüft?
Welche Städte sind betroffen?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Städte kämpfen um Galeria-Häuser · Foto: Huy Phan / Pexels


