⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 20.07.2026
Der Software-Sektor ist derzeit stark gespalten, mit erheblichen Kursunterschieden zwischen Gewinnern und Verlierern. Analysten identifizieren die Hauptakteure und deren Einfluss auf den Markt.
- Extreme Kursunterschiede im Software-Sektor.
- Gewinner sind Infrastruktur- und Sicherheitsunternehmen.
- Verlierer sind Anwendungs- und Vertikalsoftware-Anbieter.
Der Software-Sektor zeigt sich im Jahr 2026 so gespalten wie nie zuvor. Laut einem Analysten von Evercore-ISI ist die Kluft zwischen den Gewinnern und Verlierern innerhalb der Branche eine der größten, die jemals gemessen wurde. Während Unternehmen wie Datadog, Palo Alto Networks und CrowdStrike von der steigenden Nachfrage nach Infrastruktur- und Sicherheitslösungen profitieren, haben Anwendungs- und Vertikalsoftware-Anbieter wie Salesforce, Adobe und Atlassian erhebliche Kursverluste erlitten.
Was ist die Ursache für die Spaltung im Software-Sektor?

Die Spaltung im Software-Sektor ist vor allem auf die unterschiedlichen Ansätze der Unternehmen zur Monetarisierung von künstlicher Intelligenz (KI) zurückzuführen. Die Gewinner setzen auf technologische Grundlagen und Dateninfrastruktur, die für den sicheren und großflächigen Einsatz von KI erforderlich sind. Diese Unternehmen haben Kursgewinne von bis zu 94 Prozent erzielt. Im Gegensatz dazu stehen die Verlierer, die auf autonom arbeitende KI-Agenten setzen und mit sinkenden Nutzerzahlen kämpfen.
Evercore-Analyst Kirk Materne hebt hervor, dass der Markt Software-Aktien nicht mehr als eine einheitliche Anlageklasse betrachtet. Stattdessen konzentriert sich das Anlegerkapital auf Unternehmen, die direkt von der Nachfrage nach KI und dem Ausbau der Dateninfrastruktur profitieren. Diese Entwicklung hat zu einer der größten Performance-Spannen innerhalb eines Sektors geführt, die jemals verzeichnet wurde.
Die Gewinner: Infrastruktur- und Sicherheitsunternehmen
Unter den Gewinnern im Software-Sektor sind Datadog, Palo Alto Networks und CrowdStrike führend. Diese Unternehmen haben sich als unverzichtbar erwiesen, da sie Lösungen anbieten, die Unternehmen helfen, ihre Daten sicher zu verwalten und zu analysieren. Die Nachfrage nach solchen Lösungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen, was sich positiv auf die Aktienkurse ausgewirkt hat.
Die Kursentwicklung dieser Unternehmen zeigt, dass sie in der Lage sind, von den aktuellen Marktbedingungen zu profitieren. Datadog beispielsweise hat sich seit Jahresbeginn fast verdoppelt, was auf das Vertrauen der Anleger in die Zukunft des Unternehmens hinweist. Palo Alto Networks und CrowdStrike haben ähnliche Erfolge erzielt, indem sie innovative Sicherheitslösungen anbieten, die in der heutigen digitalen Landschaft unerlässlich sind.
Die Verlierer: Anwendungs- und Vertikalsoftware-Anbieter
- Datadog, Palo Alto Networks und CrowdStrike zählen zu den Gewinnern.
- Salesforce, Adobe und Atlassian verloren über ein Drittel ihres Wertes.
- Infrastruktursoftware liegt auf Jahressicht 51 Prozent im Plus.
Im Gegensatz dazu haben Unternehmen wie Salesforce, Adobe und Atlassian stark an Wert verloren. Diese Anbieter sehen sich Herausforderungen gegenüber, die durch sinkende Nutzerzahlen und die Unsicherheit über die Auswirkungen von KI auf ihre Geschäftsmodelle verursacht werden. Salesforce hat beispielsweise rund ein Drittel seines Wertes verloren, was die Sorgen der Anleger widerspiegelt.
Die Probleme dieser Unternehmen sind nicht nur auf interne Faktoren zurückzuführen, sondern auch auf die allgemeine Marktentwicklung. Die Unsicherheit über die zukünftige Rolle von KI in der Softwareentwicklung hat dazu geführt, dass Anleger vorsichtiger geworden sind und ihr Kapital in sicherere Anlagen umschichten.
Marktentwicklung und Kursprognosen
Die aktuelle Marktentwicklung zeigt, dass Infrastruktursoftware auf Jahressicht um 51 Prozent im Plus liegt, während Anwendungssoftware um 40 Prozent im Minus ist. Diese Zahlen verdeutlichen die Kluft zwischen den Gewinnern und Verlierern im Software-Sektor. Analysten empfehlen weiterhin Infrastruktur- und Sicherheitswerte als sichere Häfen für Anleger.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 werden Aktien wie Snowflake, Microsoft und Oracle als potenzielle Wachstumswerte genannt. Diese Unternehmen haben das Potenzial, von der steigenden Nachfrage nach KI und Dateninfrastruktur zu profitieren, jedoch warnen Analysten vor Risiken durch mögliche KI-Übernahmen und Marktverschiebungen.
Fazit: Gewinner und Verlierer im Software-Sektor

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Software-Sektor im Jahr 2026 stark gespalten ist. Während Infrastruktur- und Sicherheitsunternehmen wie Datadog, Palo Alto Networks und CrowdStrike florieren, kämpfen Anwendungs- und Vertikalsoftware-Anbieter wie Salesforce und Adobe mit erheblichen Kursverlusten. Die unterschiedlichen Ansätze zur Monetarisierung von KI und die damit verbundenen Marktbedingungen haben zu dieser Kluft geführt. Anleger sollten die Entwicklungen im Software-Sektor genau beobachten und ihre Investitionsstrategien entsprechend anpassen.
Häufige Fragen
Was sind die Hauptursachen für die Spaltung im Software-Sektor?
Welche Unternehmen sind die Gewinner im Software-Sektor?
Warum haben einige Software-Unternehmen an Wert verloren?
Wie sieht die Kursentwicklung im Software-Sektor aus?
Welche Aktien werden für die zweite Jahreshälfte empfohlen?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Software-Sektor Gewinner-Aktien im Fokus · Foto: cottonbro studio / Pexels


