⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 12.06.2026
Gartenarbeit kann steuerlich lukrativ sein: Bis zu 5200 Euro lassen sich absetzen. Doch es gibt wichtige Bedingungen, die beachtet werden müssen.
- Gartenarbeiten können bis zu 5200 Euro abgesetzt werden.
- Wichtig: Barzahlungen werden nicht anerkannt.
- Rechnungen müssen korrekt aufgeschlüsselt sein.
Die Steuererklärung kann für viele Hausbesitzer eine lästige Pflicht sein, doch es gibt Möglichkeiten, die Steuerlast erheblich zu senken. Ein aktueller Trend zeigt, dass Gartenarbeiten steuerlich absetzbar sind und somit bis zu 5200 Euro pro Jahr eingespart werden können. Dies ist besonders relevant in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und Inflation, wo jeder Euro zählt. Doch es gibt einige wichtige Bedingungen, die beachtet werden müssen, um von diesen Steuervorteilen zu profitieren.
Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen?

Das Finanzamt unterscheidet zwischen zwei Kategorien von Gartenarbeiten: haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen. Haushaltsnahe Dienstleistungen umfassen regelmäßige Pflegearbeiten wie Rasenmähen, Heckenschneiden und Laub entfernen. Hier können bis zu 20 Prozent der Arbeitskosten abgesetzt werden, maximal jedoch 4000 Euro pro Jahr. Dies bedeutet, dass die Gesamtkosten für diese Dienstleistungen bis zu 20.000 Euro betragen dürfen.
Handwerkerleistungen hingegen beziehen sich auf größere Projekte, wie das Anlegen neuer Beete oder das Errichten von Zäunen. Auch hier können 20 Prozent der Arbeitskosten abgesetzt werden, jedoch ist der Höchstbetrag auf 1200 Euro pro Jahr begrenzt, was bedeutet, dass die maximalen Aufwendungen für Handwerkerleistungen 6000 Euro betragen dürfen.
Wichtige Bedingungen für den Steuerabzug
Um von den steuerlichen Vorteilen zu profitieren, müssen einige Bedingungen erfüllt sein. Zunächst einmal muss die Zahlung für die Gartenarbeiten per Überweisung erfolgen. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt, was bedeutet, dass selbst mit Quittung der gesamte steuerliche Vorteil verloren gehen kann. Diese Regelung gilt seit dem 1. Januar 2025 und ist in § 35a Abs. 5 Satz 3 EStG festgelegt.
Zusätzlich muss die Rechnung, die vom Dienstleister ausgestellt wird, klar zwischen Arbeits- und Materialkosten unterscheiden. Nur die Arbeitskosten sind absetzbar, während Materialkosten wie Pflanzen, Dünger oder Baumaterialien nicht berücksichtigt werden können. Dies erfordert eine sorgfältige Planung und Dokumentation der durchgeführten Arbeiten.
Wer kann von diesen Steuervorteilen profitieren?
- Maximal absetzbar: 5200 Euro pro Jahr
- Haushaltsnahe Dienstleistungen: bis zu 4000 Euro
- Handwerkerleistungen: bis zu 1200 Euro
- Zahlung muss per Überweisung erfolgen
- Rechnung muss Arbeits- und Materialkosten trennen
Die Regelungen gelten nicht nur für Eigentümer von Einfamilienhäusern, sondern auch für Mieter. Wenn die Gartenarbeiten in einer Mietwohnung durchgeführt werden, können die Kosten ebenfalls abgesetzt werden, sofern sie in der Nebenkostenabrechnung separat ausgewiesen sind. Dies ist besonders vorteilhaft für Mieter, die in einem Mehrfamilienhaus wohnen und die Gartenpflege durch einen Dienstleister in Anspruch nehmen.
Darüber hinaus profitieren auch Rentner von diesen Steuervorteilen, da sie oft auf die Unterstützung von Dienstleistern angewiesen sind, um ihre Gärten in Schuss zu halten. In Zeiten von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten sind solche steuerlichen Erleichterungen besonders wichtig, um die finanzielle Belastung zu reduzieren.
Politische Entwicklungen und zukünftige Änderungen
Aktuell gibt es politische Bestrebungen, die steuerlichen Entlastungen für Haushalte zu erweitern. Das Bundesfinanzministerium plant, Entlastungen für Einkommen bis 70.000 Euro einzuführen, die durch einen höheren Spitzensteuersatz gegenfinanziert werden sollen. Diese Reform ist jedoch noch nicht beschlossen und könnte in der Zukunft weitere Änderungen in der steuerlichen Behandlung von Gartenarbeiten mit sich bringen.
Die Diskussion um Steuererleichterungen ist besonders relevant in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Unsicherheiten geprägt ist. Die steigenden Zinsen und die Inflation haben viele Haushalte unter Druck gesetzt, was die Notwendigkeit von steuerlichen Entlastungen umso dringlicher macht.
Praktische Tipps für die Steuererklärung
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Trennung von Arbeits- und Materialkosten auf der Rechnung. Dies ist entscheidend, um sicherzustellen, dass nur die absetzbaren Kosten berücksichtigt werden. Bei Unsicherheiten kann es hilfreich sein, sich von einem Steuerberater unterstützen zu lassen, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen.
Fazit

Die Möglichkeit, Gartenarbeiten steuerlich abzusetzen, bietet eine wertvolle Chance, die Steuerlast zu senken und gleichzeitig für ein gepflegtes Zuhause zu sorgen. Mit bis zu 5200 Euro pro Jahr können Hausbesitzer und Mieter von erheblichen Ersparnissen profitieren, solange sie die geltenden Vorschriften beachten. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen, sind solche steuerlichen Vorteile besonders wichtig, um die finanzielle Belastung zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Häufige Fragen
Welche Gartenarbeiten kann ich absetzen?
Wie viel kann ich maximal absetzen?
Was muss ich bei der Zahlung beachten?
Wie muss die Rechnung aussehen?
Gilt das auch für Mietwohnungen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Gartenarbeit steuerlich absetzen · Foto: Pascal Küffer / Pexels


