⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 05.08.2026
Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen bleibt bestehen, wird jedoch von 20% auf 15% gesenkt. Diese Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen auf die Bau- und Handwerksbranche sowie auf private Haushalte.
- Steuerbonus für Handwerkerleistungen bleibt erhalten.
- Reduzierung von 20% auf 15% der Arbeitskosten.
- Maximale Steuerentlastung sinkt auf 900 Euro pro Jahr.
Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen bleibt bestehen, wird jedoch von 20% auf 15% gesenkt. Diese Entscheidung wurde am 2. Juli 2026 im Koalitionsausschuss von den Spitzen der Union und der SPD getroffen und hat weitreichende Auswirkungen auf die Bau- und Handwerksbranche sowie auf private Haushalte, die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten planen.
Was ist der Steuerbonus für Handwerkerleistungen?

Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen ist eine steuerliche Förderung, die es Privatkunden ermöglicht, einen Teil der Kosten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen steuerlich abzusetzen. Bisher konnten 20% der Arbeitskosten bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 Euro pro Jahr geltend gemacht werden, was eine maximale Steuerentlastung von 1.200 Euro ermöglichte. Mit der neuen Regelung wird dieser Satz auf 15% gesenkt, was die maximale Entlastung auf 900 Euro pro Jahr reduziert.
Hintergrund der Reform
Die Diskussion um den Steuerbonus war in den vergangenen Monaten intensiv geführt worden, da er zunächst auf der Streichliste der Regierung stand. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hatte sich jedoch stark für den Erhalt des Bonus eingesetzt und zahlreiche Gespräche geführt. Jörg Dittrich, Präsident des ZDH, bezeichnete den Erhalt des Steuerbonus als wichtigen Anreiz für legale Beschäftigung und energetische Sanierungen.
Die nun erfolgte Reduzierung der Förderung wird als „vertretbarer Kompromiss“ angesehen. Dittrich betonte, dass der Bonus weiterhin einen wichtigen Anreiz für die Vermeidung von Schwarzarbeit darstellt. In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die von hoher Inflation geprägt ist, stellt der Steuerbonus für viele Haushalte eine wichtige Unterstützung dar, um Renovierungsprojekte zu realisieren.
Auswirkungen auf die Bau- und Handwerksbranche
- Steuerbonus bleibt erhalten, jedoch von 20% auf 15% gesenkt.
- Maximale Steuerentlastung sinkt von 1.200 Euro auf 900 Euro pro Jahr.
- Änderungen treten frühestens am 1. Januar 2027 in Kraft.
Die Reduzierung des Steuerbonus könnte jedoch auch negative Auswirkungen auf die Branche haben. Experten warnen, dass eine geringere Förderung dazu führen könnte, dass mehr Aufträge schwarz vergeben werden. Dies steht im Widerspruch zu den Zielen des Steuerbonus, der ursprünglich eingeführt wurde, um legale Beschäftigung zu fördern und Schwarzarbeit zu reduzieren.
Die Bau- und Handwerksbranche ist stark von der wirtschaftlichen Lage abhängig. In Zeiten hoher Inflation und steigender Materialpreise ist es für viele Haushalte entscheidend, solche Förderungen in Anspruch nehmen zu können. Der Erhalt des Steuerbonus wird daher von vielen als ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Branche angesehen.
Finanzielle Aspekte und Steuerentlastung
Die neue Regelung sieht vor, dass Privatkunden jährlich bis zu 6.000 Euro für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten absetzen können. Mit der Reduzierung des Absetzbetrags von 20% auf 15% sinkt die maximale Steuerentlastung von 1.200 Euro auf 900 Euro pro Jahr. Dies könnte für viele Haushalte eine spürbare finanzielle Belastung darstellen, insbesondere in Anbetracht der steigenden Lebenshaltungskosten.
Die Möglichkeit, einen Teil der Renovierungskosten steuerlich abzusetzen, kann dazu beitragen, die finanzielle Belastung zu verringern. Gerade in Zeiten, in denen die Preise für Materialien und Dienstleistungen steigen, ist es für viele Menschen entscheidend, solche Förderungen in Anspruch nehmen zu können.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Steuerbonus für Handwerkerleistungen zwar erhalten bleibt, jedoch mit einer Reduzierung von 20% auf 15% einhergeht. Dies bedeutet eine maximale Steuerentlastung von 900 Euro pro Jahr für Privatkunden. Die Regelung ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung der Handwerksbranche und zur Förderung legaler Beschäftigung. Dennoch müssen die Auswirkungen dieser Kürzung genau beobachtet werden, um sicherzustellen, dass die gewünschten Ziele erreicht werden und die Schwarzarbeit nicht zunimmt.
Häufige Fragen
Was ist der Steuerbonus für Handwerkerleistungen?
Wann treten die Änderungen des Steuerbonus in Kraft?
Wie hoch ist die maximale Steuerentlastung durch den Steuerbonus?
Welche Kosten sind absetzbar?
Was bedeutet die Reduzierung des Steuerbonus für die Branche?
Quellen: Google News
Symbolbild: Handwerker bei Renovierungsarbeiten · Foto: Ksenia Chernaya / Pexels


