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Steuererklärung in der Rente: Bescheinigung nicht mehr nötig

⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 21.06.2026

Rentner in Deutschland müssen für ihre Steuererklärung keine separate Bescheinigung über ihre Rente mehr anfordern. Die Deutsche Rentenversicherung übermittelt alle relevanten Daten automatisch an das Finanzamt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rentner benötigen keine separate Bescheinigung mehr.
  • Datenübermittlung erfolgt automatisch seit 2019.
  • Steuererklärungspflicht besteht bei Überschreitung des Grundfreibetrags.

Die Steuererklärung ist für viele Rentner in Deutschland ein wichtiges Thema, da sie oft verpflichtet sind, ihre Einkommensteuer zu erklären. Ein zentraler Aspekt, der in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist die Notwendigkeit einer Bescheinigung über die bezogene Rente. Doch die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat kürzlich klargestellt, dass diese Bescheinigung nicht mehr erforderlich ist. Dies bedeutet eine erhebliche Erleichterung für viele Rentner, die sich mit den Anforderungen der Steuererklärung auseinandersetzen müssen.

Was ist die Bescheinigung über die bezogene Rente?

Rentner bei der Steuererklärung
Symbolbild: Rentner bei der Steuererklärung · Foto: SHVETS production / Pexels

Die Bescheinigung über die bezogene Rente, offiziell als „Information über die Meldung an die Finanzverwaltung“ bezeichnet, diente früher dazu, Rentnern einen Nachweis über ihre Renteneinkünfte zu liefern. Viele Rentner beantragten diese Bescheinigung bei den Auskunfts- und Servicestellen der DRV, um ihre Steuererklärung korrekt ausfüllen zu können. Die DRV hat jedoch in einer aktuellen Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass diese Bescheinigung seit 2019 nicht mehr notwendig ist, da alle relevanten Daten automatisch an das Finanzamt übermittelt werden.

Automatische Datenübermittlung: Ein großer Vorteil

Die automatische Übermittlung der Rentendaten an das Finanzamt stellt einen bedeutenden Fortschritt dar. Rentner müssen sich nicht mehr um die Beantragung und den Erhalt der Bescheinigung kümmern, was Zeit und Mühe spart. Die DRV Nordbayern betont, dass die relevanten Informationen direkt an die Finanzverwaltung übermittelt werden, sodass Rentner ihre Steuererklärung einfacher und schneller abwickeln können. Dies ist besonders vorteilhaft für diejenigen, die ihre Steuererklärung digital einreichen, da sie die Daten oft direkt in die entsprechenden Formulare übernehmen können.

Steuererklärungspflicht für Rentner

Fakten auf einen Blick

  • Bescheinigung über bezogene Rente nicht mehr nötig
  • Datenübermittlung an Finanzamt erfolgt automatisch seit 2019
  • Grundfreibetrag 2025: 12.096 Euro für Alleinstehende

Obwohl die Bescheinigung über die bezogene Rente nicht mehr erforderlich ist, müssen viele Rentner dennoch eine Steuererklärung abgeben. Dies ist der Fall, wenn ihr zu versteuerndes Einkommen den jährlichen Grundfreibetrag überschreitet. Für das Jahr 2025 liegt dieser Grundfreibetrag für Alleinstehende bei 12.096 Euro und für Verheiratete bei 24.192 Euro. Rentner, die mit ihrem Einkommen über diesen Beträgen liegen, sind verpflichtet, eine Steuererklärung einzureichen.

Praktische Hinweise zur Steuererklärung

Tipp: Auch wenn viele Daten automatisch übermittelt werden, sollten Rentner ihre Unterlagen nicht völlig aus der Hand geben. Sinnvoll sind etwa Nachweise zu Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen oder haushaltsnahen Dienstleistungen, wenn diese steuerlich geltend gemacht werden sollen. Diese Belege können helfen, die Steuerlast zu senken und die Steuererklärung zu optimieren.

Die Auswirkungen von Rentenerhöhungen

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Rentner im Auge behalten sollten, sind mögliche Rentenerhöhungen. Ab dem 1. Juli 2026 wird es eine Rentenerhöhung von 4,24 Prozent geben, was für viele Rentner bedeutet, dass sie künftig den Grundfreibetrag überschreiten könnten. Dies könnte dazu führen, dass sie erstmals zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind, auch wenn sie in der Vergangenheit keine Erklärung abgeben mussten. Der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) weist darauf hin, dass Rentner, die bisher nicht steuerpflichtig waren, sich über die neuen Regelungen informieren sollten.

Fazit

Rentner bei der Steuererklärung
Symbolbild: Rentner bei der Steuererklärung · Foto: Kampus Production / Pexels

Die aktuelle Regelung zur Steuererklärung für Rentner bringt erhebliche Erleichterungen mit sich. Die Notwendigkeit, eine Bescheinigung über die bezogene Rente anzufordern, entfällt, da alle relevanten Daten automatisch an das Finanzamt übermittelt werden. Dennoch bleibt es wichtig, dass Rentner ihre steuerlichen Verpflichtungen im Blick behalten und gegebenenfalls eine Steuererklärung abgeben, wenn ihr Einkommen den Grundfreibetrag überschreitet. Mit der richtigen Vorbereitung und den notwendigen Informationen können Rentner ihre Steuererklärung effizient und unkompliziert abwickeln.

Häufige Fragen

Warum brauchen Rentner keine Bescheinigung mehr?
Die Deutsche Rentenversicherung übermittelt alle relevanten Daten automatisch an das Finanzamt, sodass eine separate Bescheinigung nicht mehr erforderlich ist.
Was ist der Grundfreibetrag für 2025?
Der Grundfreibetrag für Alleinstehende liegt 2025 bei 12.096 Euro und für Verheiratete bei 24.192 Euro.
Wie beantrage ich die Bescheinigung, falls ich sie doch benötige?
Die Bescheinigung kann über den Online-Service der Deutschen Rentenversicherung beantragt werden, indem die persönliche Rentenversicherungsnummer angegeben wird.
Wann wird die Bescheinigung zugeschickt?
Die Bescheinigung wird in den Folgejahren automatisch bis Ende Februar zugeschickt, nachdem sie einmal beantragt wurde.
Was passiert bei Rentenerhöhungen?
Rentenerhöhungen können dazu führen, dass Rentner erstmals über dem Grundfreibetrag liegen und somit eine Steuererklärung abgeben müssen.

Quellen: Google News

Symbolbild: Rentner bei der Steuererklärung · Foto: Kampus Production / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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