⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.08.2026
Donald Trump hat erneut einen geplanten Militärschlag gegen den Iran abgesagt, was an der Wall Street zu einem Kursplus und einem Rückgang der Ölpreise führte. Dies markiert die Rückkehr des sogenannten TACO-Trades.
- Trump sagt Militärschlag gegen Iran ab
- TACO-Trade beschreibt Trumps Rückzieher unter Marktdruck
- Formel von Signum Global Advisors zeigt Wendepunkte
Donald Trump hat am Wochenende erneut einen bereits angekündigten Militärschlag gegen den Iran abgesagt. Diese Entscheidung führte an der Wall Street zu einer breiten Erleichterungsrally, während die Ölpreise deutlich fielen. Der Rückzieher Trumps ist nicht nur ein politisches Ereignis, sondern auch ein wirtschaftliches, das die Märkte stark beeinflusst. Der sogenannte TACO-Trade, ein Begriff, der für „Trump Always Chickens Out“ steht, beschreibt ein wiederkehrendes Muster, bei dem Trump Drohungen eskaliert, aber bei Marktdruck zurückzieht.
Was ist der TACO-Trade?

Der TACO-Trade ist ein Handelsmuster, das von dem Kolumnisten Robert Armstrong von der Financial Times geprägt wurde. Es beschreibt die Strategie von Investoren, die gezielt nach einem Kurseinbruch kaufen, weil sie darauf setzen, dass Trump seine Drohungen zurücknimmt und die Märkte sich erholen. Dieses Muster hat sich seit seiner Entstehung im Jahr 2025 als äußerst profitabel erwiesen, insbesondere im Kontext geopolitischer Spannungen, wie dem aktuellen Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran.
Analysten haben festgestellt, dass Trump in der Vergangenheit mindestens sieben größere Kehrtwenden vollzogen hat, die dem TACO-Muster entsprechen. Diese Rückzüge sind oft mit einem signifikanten Druck auf die Märkte verbunden, was die Vorhersehbarkeit des Verhaltens des ehemaligen Präsidenten unterstreicht.
Wie reagiert die Börse auf Trumps Rückzieher?
Die Reaktion der Börse auf Trumps Rückzieher ist in der Regel positiv. Nach der Ankündigung, den Militärschlag abzusagen, erlebte die Wall Street ein Kursplus, was zeigt, dass Investoren optimistisch auf eine Entspannung der geopolitischen Spannungen reagieren. Diese Erleichterung führt oft zu einem Anstieg der Aktienkurse, während gleichzeitig die Ölpreise fallen. Dies ist ein klassisches Beispiel für die Dynamik, die der TACO-Trade erzeugt.
Die Märkte sind empfindlich gegenüber den Entscheidungen Trumps, und die Anleger nutzen diese Volatilität, um kurzfristige Gewinne zu erzielen. Die Rückkehr des TACO-Trades zeigt, wie stark politische Entscheidungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen können.
Die Formel von Signum Global Advisors
- Trump sagt geplanten Angriff auf Iran ab
- Ölpreise fallen deutlich
- Wall Street reagiert mit Kursplus
Die Beratungsgesellschaft Signum Global Advisors hat eine Formel entwickelt, die Trumps Rückzieherschwelle berechnet. Diese Formel analysiert vier wesentliche Marktgrößen: den Brentölpreis, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die Anzahl der Schiffsdurchfahrten durch die Straße von Hormus und den S&P 500. Durch die Gewichtung dieser Faktoren können Analysten vorhersagen, bei welchen Marktbewegungen Trump wahrscheinlich einen Rückzieher macht.
Diese analytische Herangehensweise bietet Investoren wertvolle Einblicke und hilft ihnen, Wendepunkte im Markt zu identifizieren. Die Formel zeigt, dass Trump besonders empfindlich auf steigende Ölpreise und fallende Aktienmärkte reagiert, was die Wahrscheinlichkeit eines Rückziehers erhöht.
Ein Blick auf die Ölpreise
Die Ölpreise sind ein zentraler Indikator für die Marktreaktionen auf Trumps Entscheidungen. Nach der Ankündigung, den Militärschlag abzusagen, fielen die Ölpreise deutlich. Dies ist nicht überraschend, da die Märkte oft auf eine Entspannung der geopolitischen Spannungen reagieren, indem sie die Preise für Rohstoffe wie Öl senken. Ein Rückgang der Ölpreise hat nicht nur Auswirkungen auf die Energiewirtschaft, sondern auch auf die Inflationserwartungen und die allgemeine wirtschaftliche Stabilität.
Ein niedrigerer Ölpreis kann die Inflation dämpfen und somit die Kaufkraft der Verbraucher stärken. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen die Inflation bereits ein zentrales Thema für die Wirtschaft ist. Die Wechselwirkungen zwischen geopolitischen Entscheidungen und den Rohstoffmärkten sind komplex, aber sie sind entscheidend für das Verständnis der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
Risiken und Unsicherheiten
Trotz der Vorhersehbarkeit des TACO-Trades bleibt das Risiko eines tatsächlichen Angriffs bestehen. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sind nach wie vor hoch, und die Unsicherheiten, die mit militärischen Konflikten verbunden sind, können die Märkte jederzeit destabilisieren. Investoren müssen sich dieser Risiken bewusst sein und ihre Strategien entsprechend anpassen.
Die Volatilität, die durch solche Konflikte entsteht, kann sowohl Chancen als auch Risiken für Anleger darstellen. Während einige Investoren von den kurzfristigen Preisschwankungen profitieren können, können andere durch plötzliche Marktbewegungen erhebliche Verluste erleiden. Daher ist es wichtig, eine fundierte Anlagestrategie zu verfolgen und sich nicht ausschließlich auf politische Ereignisse zu verlassen.
Fazit

Die Rückkehr des TACO-Trades zeigt, wie stark politische Entscheidungen die Märkte beeinflussen können. Trumps jüngster Rückzieher hat an der Wall Street zu einem Kursplus und einem Rückgang der Ölpreise geführt, was die Dynamik des TACO-Trades erneut verdeutlicht. Investoren sollten jedoch die Risiken und Unsicherheiten im Auge behalten, die mit geopolitischen Spannungen verbunden sind, und ihre Handelsstrategien entsprechend anpassen. Die Formel von Signum Global Advisors bietet wertvolle Einblicke, um Wendepunkte im Markt zu identifizieren und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Häufige Fragen
Was ist der TACO-Trade?
Wie reagiert die Börse auf Trumps Rückzieher?
Was sagt die Formel von Signum Global Advisors aus?
Wie beeinflusst der TACO-Trade die Ölpreise?
Welche Risiken bestehen beim TACO-Trade?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Wall Street feiert Trumps Rückzieher · Foto: David Vives / Pexels


