⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 19.06.2026
Steuerprofi Sascha Matussek gibt wertvolle Tipps, wie Immobilienbesitzer ihre Steuerlast effektiv senken können. In Zeiten steigender Zinsen und Inflation ist Steueroptimierung wichtiger denn je.
- Steuerliche Absetzbarkeit von Kosten nutzen
- Wichtige Fristen beachten
- Optimale Kaufpreisaufteilung für Abschreibungen
In der aktuellen wirtschaftlichen Lage, geprägt von steigenden Zinsen und einer hohen Inflation, ist es für Immobilienbesitzer wichtiger denn je, ihre Steuerlast zu optimieren. Steuerprofi Sascha Matussek hat in einem aktuellen Interview wertvolle Tipps gegeben, wie Eigentümer von Immobilien durch gezielte Maßnahmen Steuern sparen können. Diese Tipps sind besonders relevant für das Steuerjahr 2026 und bieten eine hervorragende Möglichkeit, die finanzielle Belastung zu reduzieren.
Wer ist Sascha Matussek?

Sascha Matussek ist ein renommierter Steuerexperte, der sich auf die steuerliche Beratung von Immobilienbesitzern spezialisiert hat. Mit seiner umfangreichen Erfahrung und seinem Fachwissen gibt er wertvolle Einblicke in die Möglichkeiten der Steueroptimierung. In seinem jüngsten Auftritt bei „Money Mittwoch“ hat er verschiedene Strategien vorgestellt, die Immobilienbesitzer nutzen können, um ihre Steuerlast zu senken.
Steuerliche Absetzbarkeit von Kosten
Ein zentraler Punkt, den Matussek anspricht, ist die Absetzbarkeit von Kosten, die im Zusammenhang mit der Immobilie entstehen. Dazu zählen unter anderem Renovierungskosten, Verwaltungskosten und Zinsen für Immobilienkredite. Diese Ausgaben können direkt von den Mieteinnahmen abgezogen werden, was zu einer erheblichen Reduzierung der steuerpflichtigen Einkünfte führt. Matussek betont, dass viele Immobilienbesitzer nicht alle abzugsfähigen Positionen kennen und somit bares Geld verschenken.
Ein wichtiger Hinweis ist, dass die Abzugsfähigkeit von Werbungskosten dem Zu- und Abflussprinzip folgt. Das bedeutet, dass Ausgaben im Jahr der Zahlung absetzbar sind. Daher sollten Immobilienbesitzer darauf achten, alle relevanten Belege sorgfältig zu dokumentieren und rechtzeitig einzureichen.
Wichtige Fristen beachten
- Datum: 19.06.2026
- Experte: Sascha Matussek
- Thema: Steuerersparnis durch Immobilien
Ein weiterer Aspekt, den Matussek hervorhebt, sind die Fristen, die bei der Steuererklärung zu beachten sind. Viele Eigentümer sind sich nicht bewusst, dass bestimmte Kosten nur innerhalb eines festgelegten Zeitraums geltend gemacht werden können. Beispielsweise müssen Renovierungskosten, die als anschaffungsnahe Herstellungskosten gelten, innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf der Immobilie abgerechnet werden. Überschreiten diese Kosten 15 Prozent des Kaufpreises, dürfen sie nicht sofort abgezogen werden, sondern müssen über die Nutzungsdauer verteilt werden.
Um diese Fristen optimal zu nutzen, empfiehlt Matussek, sich frühzeitig mit der Steuererklärung auseinanderzusetzen und alle notwendigen Unterlagen rechtzeitig zu sammeln. Dies kann nicht nur Zeit sparen, sondern auch dazu beitragen, mögliche steuerliche Vorteile nicht zu verpassen.
Optimale Kaufpreisaufteilung für Abschreibungen
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Matussek anspricht, ist die Kaufpreisaufteilung zwischen dem Gebäude- und dem Grundstückswert. Diese Aufteilung ist entscheidend, da nur der Gebäudeanteil abgeschrieben werden kann. Im neuen Jahressteuergesetz 2026 wird eine gesetzliche Regelung zur Kaufpreisaufteilung eingeführt, die klare Vorgaben liefert, wie diese Aufteilung zu erfolgen hat. Immobilienbesitzer sollten daher darauf achten, dass sie eine nachvollziehbare Berechnung vorlegen können, um die steuerlichen Vorteile optimal zu nutzen.
Die lineare Abschreibung für Gebäude beträgt in der Regel 2 bis 3 Prozent pro Jahr, abhängig vom Baujahr. Für Neubauten gibt es zudem die Möglichkeit einer Sonderabschreibung, die in den ersten Jahren zusätzliche steuerliche Vorteile bietet. Matussek empfiehlt, sich frühzeitig über diese Möglichkeiten zu informieren und gegebenenfalls einen Steuerberater hinzuzuziehen, um die bestmögliche Strategie zu entwickeln.
Die 15-Prozent-Grenze und ihre Bedeutung
Die 15-Prozent-Grenze für anschaffungsnahe Herstellungskosten ist ein häufiges Thema unter Immobilienbesitzern. Diese Regelung besagt, dass Renovierungskosten, die innerhalb der ersten drei Jahre nach dem Kauf 15 Prozent des Kaufpreises überschreiten, nicht sofort als Erhaltungsaufwand abgezogen werden können. Stattdessen müssen sie über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden, was für viele Eigentümer eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen kann.
Matussek empfiehlt, diese Grenze durch vorgezogene Sanierungen zu umgehen. Wenn Eigentümer vor dem Kauf bereits Renovierungsarbeiten planen, können sie diese Kosten möglicherweise noch vor der 15-Prozent-Grenze absetzen. Dies erfordert jedoch eine sorgfältige Planung und Dokumentation der Arbeiten.
Fazit

Die Tipps von Steuerprofi Sascha Matussek bieten Immobilienbesitzern wertvolle Anhaltspunkte, um ihre Steuerlast zu optimieren. Durch die gezielte Nutzung von Absetzbarkeit, das Beachten wichtiger Fristen und die optimale Kaufpreisaufteilung können Eigentümer nicht nur Geld sparen, sondern auch ihre finanzielle Situation langfristig verbessern. In Zeiten von Inflation und steigenden Zinsen ist es entscheidend, alle Möglichkeiten zur Steueroptimierung auszuschöpfen, um die eigene Liquidität zu erhöhen und in neue Immobilienprojekte investieren zu können.
Häufige Fragen
Wie kann ich mit Immobilien Steuern sparen?
Was sind anschaffungsnahe Herstellungskosten?
Welche Fristen sind bei der Steuererklärung wichtig?
Was ist die 15-Prozent-Grenze?
Wie kann ich die Kaufpreisaufteilung optimieren?
Quellen: Google News
Symbolbild: Steuern sparen mit Immobilien · Foto: Monstera Production / Pexels


