⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 04.09.2026
Trade Republic bleibt ein beliebter Online Broker, der trotz neuer Regelungen seine Gebühren niedrig hält. Doch wie gut schneidet er im Vergleich zu anderen Anbietern ab?
- Trade Republic bietet weiterhin 1 Euro pro Order.
- Direktpreis-Order kostet 2 Euro.
- Zugang zu 30 internationalen Börsen.
- Erste Einzahlung mit Karte nun kostenpflichtig.
Trade Republic hat sich als einer der führenden Online Broker in Deutschland etabliert, insbesondere für Anleger, die kostengünstig in Aktien und ETFs investieren möchten. Mit der Einführung neuer Regelungen und dem Verbot von Payments for Order Flow (PFOF) bleibt die Frage, wie gut Trade Republic im Vergleich zu anderen Anbietern abschneidet und welche Kosten auf die Anleger zukommen.
Was sind die aktuellen Kosten bei Trade Republic?

Die Kostenstruktur von Trade Republic bleibt für die meisten Anleger attraktiv. Für eine gewöhnliche Order, sei es beim Kauf von Aktien oder ETFs, zahlen die Nutzer weiterhin nur 1 Euro. Diese Gebühr ist eine Abwicklungspauschale, die unabhängig von der Ordergröße gilt. Das bedeutet, ob jemand für 50 Euro oder 10.000 Euro investiert, die Kosten bleiben gleich. Dies ist besonders vorteilhaft für Kleinanleger, die regelmäßig investieren möchten.
Neu eingeführt wurde die Möglichkeit, den Handelsplatz selbst auszuwählen. Wer diese Option nutzt, zahlt 2 Euro pro Auftrag. Diese Direktpreis-Order ermöglicht es den Anlegern, gezielt über bekannte Handelsplätze wie Xetra, Nasdaq oder die New York Stock Exchange zu handeln. Diese Flexibilität könnte für erfahrene Anleger von Vorteil sein, die spezifische Handelsstrategien verfolgen.
Wie funktioniert die Bestpreis-Order bei Trade Republic?
Die Bestpreis-Order ist ein zentrales Merkmal von Trade Republic. Anstatt wie zuvor über einen festen Partner zu handeln, vergleicht ein Algorithmus in Echtzeit die Kurse von rund 30 internationalen Börsen. Dies geschieht im Moment der Auftragserteilung, sodass die Anleger sicher sein können, dass ihre Order zum besten verfügbaren Preis ausgeführt wird. Diese Technologie könnte insbesondere in volatilen Märkten von Vorteil sein, wo sich die Preise schnell ändern können.
Die Möglichkeit, die Kurse mehrerer Börsen zu vergleichen, ist ein bedeutender Fortschritt für Trade Republic. Anleger haben nun die Kontrolle über ihre Handelsentscheidungen und können sicherstellen, dass sie die besten Preise erhalten. Dies könnte auch dazu beitragen, die Gesamtkosten des Handels zu senken, da die Spreads zwischen An- und Verkaufskursen optimiert werden.
Welche Börsen stehen bei Trade Republic zur Verfügung?
- Orderkosten: 1 Euro für Bestpreis-Order
- 2 Euro für Direktpreis-Order
- Zugang zu 30 Börsen weltweit
- Erste Einzahlung mit Karte: 1% Gebühr
Trade Republic bietet Zugang zu einer Vielzahl von Börsen weltweit. Dazu gehören bekannte Handelsplätze wie Xetra in Frankfurt, die Nasdaq und die New York Stock Exchange in den USA sowie die europäische Euronext. Diese breite Auswahl ermöglicht es den Anlegern, in verschiedene Märkte zu investieren und von unterschiedlichen Handelsbedingungen zu profitieren.
Die Möglichkeit, über mehrere Börsen zu handeln, ist besonders wichtig in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit. Anleger können ihre Portfolios diversifizieren und von den besten verfügbaren Preisen profitieren, was in einem sich schnell ändernden wirtschaftlichen Umfeld von entscheidender Bedeutung ist.
Was sind die Fremdkosten beim Handel?
Zusätzlich zur Abwicklungspauschale von 1 Euro fallen beim Handel mit Trade Republic auch Fremdkosten an. Diese Kosten sind nicht spezifisch für Trade Republic, sondern Teil des allgemeinen Wertpapierhandels. Dazu gehören der marktübliche Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis, sowie mögliche Gebühren, die von den Börsen erhoben werden.
Es ist wichtig, dass Anleger sich dieser zusätzlichen Kosten bewusst sind, da sie die Gesamtkosten des Handels beeinflussen können. Insbesondere bei häufigen Handelsaktivitäten oder größeren Investitionen können diese Kosten erheblich sein. Daher sollten Anleger ihre Handelsstrategien entsprechend planen und die potenziellen Kosten im Auge behalten.
Wie hat sich Trade Republic nach dem PFOF-Verbot verändert?
Mit dem Inkrafttreten des PFOF-Verbots hat Trade Republic sein Geschäftsmodell grundlegend umgestellt. Früher profitierte der Broker von Rückvergütungen durch Handelsplätze, was die niedrigen Gebühren ermöglichte. Nach dem Verbot hat Trade Republic jedoch betont, dass die Gebühren für die Kunden unverändert bleiben. Die Einführung der Bestpreis-Order ist ein direktes Ergebnis dieser Umstellung.
Die neue Struktur ermöglicht es Trade Republic, weiterhin profitabel zu arbeiten, ohne auf Rückvergütungen angewiesen zu sein. Dies könnte das Vertrauen der Anleger stärken, da sie sicher sein können, dass ihre Handelsentscheidungen nicht durch externe Anreize beeinflusst werden. Die Transparenz in der Preisgestaltung könnte auch dazu beitragen, die Kundenbindung zu erhöhen.
Fazit

Trade Republic bleibt ein attraktiver Online Broker für Anleger, die kostengünstig in Aktien und ETFs investieren möchten. Mit einer klaren Kostenstruktur von 1 Euro pro Order und der Möglichkeit, den Handelsplatz selbst zu wählen, bietet der Broker Flexibilität und Transparenz. Die Einführung der Bestpreis-Order und der Zugang zu 30 internationalen Börsen sind weitere Vorteile, die Trade Republic von anderen Anbietern abheben. Trotz der Herausforderungen durch das PFOF-Verbot hat Trade Republic seine Gebühren stabil gehalten und zeigt, dass es auch in einem sich verändernden Marktumfeld weiterhin eine zuverlässige Wahl für Anleger ist.
Häufige Fragen
Was sind die aktuellen Kosten bei Trade Republic?
Wie funktioniert die Bestpreis-Order bei Trade Republic?
Welche Börsen stehen bei Trade Republic zur Verfügung?
Was sind die Fremdkosten beim Handel?
Wie hat sich Trade Republic nach dem PFOF-Verbot verändert?
Quellen: Google News
Symbolbild: Trade Republic: Aktuelle Kosten und Angebote · Foto: Pixabay / Pexels


