⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.07.2026
Im Jahr 2026 stehen Anleger vor der Wahl zwischen den Online-Brokern Trade Republic und Comdirect. Beide Anbieter bieten unterschiedliche Konditionen, die für Investoren entscheidend sein können.
- Trade Republic bietet kostenlose ETF-Sparpläne und niedrige Ordergebühren.
- Comdirect erhebt höhere Gebühren, bietet jedoch eine breitere Produktpalette.
- Die Depotführung ist bei Trade Republic dauerhaft kostenlos.
Im Jahr 2026 stehen Anleger vor der Wahl zwischen den Online-Brokern Trade Republic und Comdirect. Beide Anbieter haben sich in der Finanzlandschaft etabliert, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen und Konditionen, die für Investoren entscheidend sein können. In diesem Artikel werden die wichtigsten Aspekte der beiden Broker verglichen, um Anlegern bei der Entscheidung zu helfen.
Was sind Trade Republic und Comdirect?

Trade Republic ist ein relativ neuer Akteur auf dem Markt, der 2019 gegründet wurde und sich schnell einen Namen gemacht hat. Der Broker hat sich auf die Bereitstellung einer benutzerfreundlichen Plattform spezialisiert, die es Anlegern ermöglicht, kostengünstig in Aktien und ETFs zu investieren. Comdirect hingegen ist ein etablierter Anbieter mit über zwei Millionen Kunden und einer langen Geschichte im Online-Brokerage. Die Bank bietet eine breite Palette von Finanzprodukten und Dienstleistungen an, die über den reinen Aktienhandel hinausgehen.
Konditionen im Vergleich
Ein entscheidender Faktor bei der Wahl eines Online-Brokers sind die Konditionen. Trade Republic erhebt für die Depotführung keine Gebühren, während Comdirect eine monatliche Gebühr von 1,95 € verlangt, wenn das Depot inaktiv ist. Dies bedeutet, dass Anleger bei Trade Republic auch bei geringer Handelsaktivität keine zusätzlichen Kosten befürchten müssen.
Die Ordergebühren sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Trade Republic bietet eine pauschale Gebühr von 1,00 € pro Trade an, was es zu einer attraktiven Option für Kleinanleger macht. Im Gegensatz dazu verlangt Comdirect 4,90 € plus 0,25 % des Ordervolumens, wobei die Mindestgebühr bei 9,90 € liegt. Dies kann insbesondere bei größeren Investitionen schnell teuer werden.
ETF-Angebote und Sparpläne
- Depotführung Trade Republic: 0,00 €
- Depotführung Comdirect: 1,95 €/Monat bei Inaktivität
- Orderkosten Trade Republic: 1,00 € pro Trade
- Orderkosten Comdirect: 4,90 € + 0,25 % des Ordervolumens, mindestens 9,90 €
Ein weiterer wichtiger Punkt für Anleger sind die verfügbaren ETFs und Sparpläne. Trade Republic bietet über 2.600 kostenlose ETF-Sparpläne an, was es für Anleger besonders attraktiv macht, die regelmäßig in ETFs investieren möchten. Comdirect hingegen bietet mehr als 500 kostenfreie ETF-Sparpläne, jedoch fallen bei anderen ETFs Gebühren von 1,50 % des Anlagebetrags an, was die Kosten für Anleger erhöhen kann.
Die Mindestsparrate bei beiden Anbietern liegt bei 1 €, was es auch Kleinanlegern ermöglicht, in den Markt einzusteigen. Allerdings sind die Ausführungsintervalle unterschiedlich: Trade Republic ermöglicht wöchentliche, zweiwöchentliche und monatliche Sparpläne, während Comdirect nur monatliche und quartalsweise Sparpläne anbietet.
Handelsplätze und Produktangebot
Comdirect bietet Zugang zu allen deutschen Handelsplätzen sowie Auslandsorders in elf Ländern, was eine größere Flexibilität für Anleger bedeutet, die international investieren möchten. Trade Republic hingegen arbeitet ausschließlich mit der LS Exchange, die keine zusätzlichen Gebühren erhebt, was für viele Anleger von Vorteil sein kann.
Zusätzlich zu Aktien und ETFs bietet Comdirect auch den Handel mit Zertifikaten, Optionsscheinen und anderen Finanzprodukten an. Dies kann für Anleger von Interesse sein, die ein diversifiziertes Portfolio anstreben. Trade Republic hingegen konzentriert sich auf eine vereinfachte Handelsplattform, die sich hauptsächlich auf Aktien und ETFs konzentriert.
Benutzerfreundlichkeit und Depoteröffnung
Die Benutzerfreundlichkeit ist ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei der Wahl eines Online-Brokers berücksichtigt werden sollte. Trade Republic hat eine intuitive App entwickelt, die es Anlegern ermöglicht, schnell und einfach Trades durchzuführen. Die Depoteröffnung erfolgt in der Regel am gleichen Tag, was für viele Anleger ein großer Vorteil ist.
Im Gegensatz dazu kann die Depoteröffnung bei Comdirect bis zu einer Woche in Anspruch nehmen, da der Prozess etwas komplexer ist. Anleger müssen ein Online-Formular ausfüllen und den Antrag ausdrucken, unterzeichnen und an die Bank senden. Dies kann für einige Anleger eine Hürde darstellen, insbesondere für diejenigen, die eine schnelle und unkomplizierte Lösung suchen.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Trade Republic als auch Comdirect ihre eigenen Vorzüge und Nachteile haben. Trade Republic punktet mit niedrigen Gebühren, einer benutzerfreundlichen Plattform und einer großen Auswahl an kostenlosen ETF-Sparplänen. Comdirect hingegen bietet eine breitere Produktpalette und Zugang zu internationalen Märkten, jedoch zu höheren Kosten. Anleger sollten ihre individuellen Bedürfnisse und Handelsstrategien berücksichtigen, um die beste Wahl für sich zu treffen.
Häufige Fragen
Was sind die Hauptunterschiede zwischen Trade Republic und Comdirect?
Wie hoch sind die Ordergebühren bei Trade Republic?
Welche Vorteile bietet Comdirect im Vergleich zu Trade Republic?
Sind ETF-Sparpläne bei Trade Republic kostenlos?
Wie lange dauert die Depoteröffnung bei Trade Republic?
Quellen: Google News
Symbolbild: Vergleich der Online Broker Trade Republic und Comdirect · Foto: StockRadars Co., / Pexels


