⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 14.09.2026
Die bevorstehenden US-Midterms bringen Unsicherheit an die Märkte, doch Anleger können von den historischen Trends profitieren. Nach den Wahlen folgt oft eine starke Erholungsphase.
- Historische Schwächephase vor den Midterms.
- Erholungsphase nach den Wahlen von durchschnittlich 12,4%.
- Republikaner haben eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus.
Die bevorstehenden US-Midterms am 3. November 2026 werfen ihre Schatten voraus und bringen sowohl Unsicherheit als auch Chancen für Anleger mit sich. Historisch gesehen zeigen die Märkte vor den Wahlen oft eine Schwächephase, die durch politische Unsicherheiten und die Angst vor möglichen Veränderungen in der Regierung geprägt ist. Der S&P 500 hat in jedem Zwischenwahljahr seit 1962 im Durchschnitt um rund 8 Prozent nachgegeben, wobei viele Anleger in dieser Zeit vorsichtig agieren.
Was sind die US-Midterms?

Die US-Midterms sind die Zwischenwahlen, die alle zwei Jahre stattfinden, um das Repräsentantenhaus und einen Teil des Senats zu wählen. Diese Wahlen sind entscheidend, da sie die politische Landschaft der USA erheblich beeinflussen können. In diesem Jahr wird erwartet, dass die Republikaner eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus halten, was die Dynamik der kommenden Legislaturperiode prägen könnte. Historisch gesehen hat die Partei des amtierenden Präsidenten bei Zwischenwahlen im Schnitt 30 Sitze im Repräsentantenhaus verloren, was die Unsicherheit für die Märkte erhöht.
Der Midterm-Effekt und seine Auswirkungen auf den Aktienmarkt
Der Midterm-Effekt beschreibt das Muster, dass der Aktienmarkt in Wahljahren vor den Wahlen tendenziell schwächer abschneidet. Diese Schwächephase ist gut dokumentiert und wird oft durch die Unsicherheit über die zukünftige politische Ausrichtung verstärkt. Laut JPMorgan Wealth Management beträgt der durchschnittliche Kursgewinn des S&P 500 im Zwischenwahljahr lediglich 3,8 Prozent, während die anderen drei Jahre des Präsidentschaftszyklus im Durchschnitt 10,9 Prozent zulegen. Dies zeigt, dass Anleger in der Zeit vor den Midterms vorsichtiger agieren.
Historische Erholungsphasen nach den Wahlen
- Der S&P 500 fiel im Durchschnitt um 8% vor den Midterms.
- Historisch folgt auf die Wahl eine Erholungsphase von 12,4% im nächsten Jahr.
- Die Republikaner haben eine knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus.
Nach den Wahlen folgt jedoch in der Regel eine der verlässlichsten Erholungsphasen des gesamten vierjährigen Wahlzyklus. Eine Auswertung von 31 Zwischenwahlen seit 1900 zeigt, dass der S&P 500 im Durchschnitt um 12,4 Prozent in den zwölf Monaten nach der Wahl zulegt. Diese Erholungsphase ist besonders stark im dritten Jahr des Präsidentschaftszyklus, das historisch gesehen außergewöhnlich gut abschneidet. Daten der New York University belegen, dass der S&P 500 in 20 dritten Jahren zwischen 1947 und 2023 einen Durchschnittsgewinn von rund 20 Prozent erzielt hat.
Inflation und ihre Rolle in den Wahlen
Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Märkte beeinflussen könnte, ist die Inflation. Die aktuellen Inflationsdaten deuten auf eine allmähliche Abschwächung des Preisdrucks hin, was die Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve beeinflussen könnte. Höhere Benzinpreise und steigende Lebenshaltungskosten haben historisch einen großen Einfluss auf die Wählerstimmung. Dies könnte die Wahlergebnisse und damit die politische Kontrolle im Kongress beeinflussen, was wiederum Auswirkungen auf die Märkte haben könnte.
Chancen für Anleger im aktuellen Marktumfeld
Für Anleger, die bereit sind, die historische Volatilität und Unsicherheit vor den Midterms zu akzeptieren, bieten sich derzeit interessante Chancen. Die Schwächephase vor den Wahlen könnte als Kaufgelegenheit interpretiert werden, insbesondere wenn man die historische Erholungsphase nach den Wahlen betrachtet. Anleger sollten jedoch auch die Entwicklungen in Bezug auf Inflation und Zinspolitik genau beobachten, da diese Faktoren erhebliche Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben können.
Fazit

Die bevorstehenden US-Midterms bringen sowohl Unsicherheiten als auch Chancen für Anleger mit sich. Historisch gesehen folgt auf die Schwächephase vor den Wahlen eine signifikante Erholungsphase, die Anlegern die Möglichkeit bietet, von den Marktbewegungen zu profitieren. Es ist jedoch wichtig, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen genau zu beobachten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Häufige Fragen
Was sind die US-Midterms?
Wie beeinflussen die Midterms den Aktienmarkt?
Was ist der Midterm-Effekt?
Wie hoch sind die durchschnittlichen Kursgewinne nach den Midterms?
Welche politischen Faktoren beeinflussen die Wahlen?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: US-Midterms und ihre Auswirkungen auf den Aktienmarkt · Foto: Ivan Dražić / Pexels


