⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 16.07.2026
Ein Analyst von Wells Fargo schlägt vor, dass Disney sein Streaming-Geschäft aufgibt und zum Lizenzmodell zurückkehrt, was das Potenzial der Aktie erheblich steigern könnte.
- Wells Fargo empfiehlt Rückkehr zum Lizenzmodell
- Streaming-Geschäft hat niedrige operative Margen
- Potenzial für jährliche Lizenzeinnahmen von über 15 Milliarden US-Dollar
In einer aktuellen Analyse hat ein Analyst von Wells Fargo, Steven Cahall, eine kontroverse Empfehlung für den Unterhaltungskonzern Disney ausgesprochen. Er schlägt vor, dass Disney sein Streaming-Geschäft aufgibt und stattdessen zu einem Lizenzmodell zurückkehrt. Diese Strategie könnte das Aufwärtspotenzial der Disney-Aktie um etwa 40% erhöhen, was für Investoren von großem Interesse ist.
Was ist die aktuelle Situation bei Disney?

Disney hat in den letzten Jahren stark in sein Streaming-Geschäft investiert, um mit Konkurrenten wie Netflix und Amazon Prime zu konkurrieren. Doch laut Cahall hat dieser Schritt die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens belastet. Das Streaming-Geschäft erzielt derzeit eine operative Marge von nur 13%, was im Vergleich zu den potenziellen Einnahmen aus Lizenzverkäufen gering ist. Wells Fargo argumentiert, dass Disney durch den Rückzug aus dem direkten Vertrieb an Endkunden und die Konzentration auf die Produktion von Inhalten die Einnahmen erheblich steigern könnte.
Die Vorteile eines Lizenzmodells
Ein Rückzug aus dem Streaming könnte Disney ermöglichen, jährlich über 15 Milliarden US-Dollar an Lizenzeinnahmen zu generieren. Cahall führt an, dass andere Unternehmen in der Branche, wie Sony, bereits erfolgreich von Lizenzmodellen profitieren. Disney könnte durch vergleichbare Lizenzdeals, insbesondere im Bereich der Filmverwertung, signifikante Einnahmen erzielen. Diese Strategie würde nicht nur die Margen verbessern, sondern auch den Fokus des Unternehmens auf seine Kernkompetenzen lenken.
Marktreaktionen und Kursziel
- Kursziel: 125 US-Dollar
- Potenzialsteigerung: 40%
- Jährliche Lizenzeinnahmen: über 15 Milliarden US-Dollar
Trotz der positiven Grundhaltung von Wells Fargo wurde das Kursziel für die Disney-Aktie von 146 auf 125 US-Dollar gesenkt. Diese Anpassung spiegelt die Unsicherheiten wider, die mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Strategie verbunden sind. Analysten sind sich einig, dass der Rückzug aus dem Streaming-Geschäft eine radikale Veränderung in der Unternehmensstrategie darstellen würde, die nicht ohne Risiken ist.
Die Herausforderungen des Streaming-Marktes
Der Streaming-Markt ist in den letzten Jahren zunehmend umkämpft geworden. Disney hat zwar mit Disney+ eine starke Plattform etabliert, jedoch sind die Kosten für die Produktion und den Vertrieb von Inhalten enorm. Diese hohen Ausgaben haben die Rentabilität des Unternehmens beeinträchtigt. Wells Fargo sieht in der Rückkehr zum Lizenzmodell eine Möglichkeit, die finanziellen Belastungen zu reduzieren und die Rentabilität zu steigern.
Fazit: Ein neuer Weg für Disney?

Die Empfehlungen von Wells Fargo könnten für Disney einen Wendepunkt darstellen. Der Rückzug aus dem Streaming-Geschäft und die Rückkehr zu einem Lizenzmodell könnten nicht nur die finanziellen Ergebnisse verbessern, sondern auch das Unternehmen in eine stärkere Position im Wettbewerbsumfeld bringen. Investoren sollten die Entwicklungen genau beobachten, da die vorgeschlagene Strategie erhebliche Auswirkungen auf die Bewertung der Disney-Aktie haben könnte.
Häufige Fragen
Warum sieht Wells Fargo Potenzial in der Disney-Aktie?
Wie hoch könnte das Aufwärtspotenzial der Disney-Aktie sein?
Was sind die aktuellen Herausforderungen für Disney?
Welche finanziellen Vorteile könnte Disney durch das Lizenzmodell erzielen?
Wie reagiert der Markt auf die Empfehlungen von Wells Fargo?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Disney Aktie und Lizenzmodell · Foto: Michael Li / Pexels


