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Wut über neue Tourismus-Pauschalgebühr in Kroatien: Proteste drohen

⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 07.06.2026

Die kroatische Regierung hat die Pauschalsteuer für Ferienwohnungen drastisch erhöht, was zu massiver Empörung unter den Vermietern führt. Proteste sind bereits in Planung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Pauschalsteuer für Ferienwohnungen steigt um bis zu 50 Prozent.
  • Vermieter fühlen sich von der Regierung ungerecht behandelt.
  • Proteste gegen die Steuererhöhung sind in Planung.

Die kroatische Regierung hat kürzlich eine drastische Erhöhung der Pauschalsteuer für Ferienwohnungen beschlossen, die bei vielen Vermietern für Empörung sorgt. Die neuen Regelungen, die im Rahmen eines Pakets sogenannter „antiinflationärer Maßnahmen“ eingeführt wurden, sehen eine Erhöhung der Pauschalgebühr um bis zu 50 Prozent vor. Diese Entscheidung trifft vor allem kleine Privatvermieter, die bereits in der Vergangenheit mit erheblichen Steuererhöhungen konfrontiert wurden.

Was geschah mit der Pauschalgebühr?

Proteste gegen neue Pauschalgebühr in Kroatien
Symbolbild: Proteste gegen neue Pauschalgebühr in Kroatien · Foto: BAB2056 / Pexels

Finanzminister Tomislav Ćorić gab bekannt, dass die Pauschalbeträge in der zweiten Gruppe von 70 auf 100 Euro und in der ersten Gruppe von 100 auf 150 Euro steigen werden. Diese Erhöhung ist besonders für Vermieter in touristisch stark entwickelten Regionen von Bedeutung, da sie zusätzlich zu bereits bestehenden Abgaben gezahlt werden muss. Die Entscheidung hat bereits zu einem Aufschrei unter den betroffenen Vermietern geführt, die sich ungerecht behandelt fühlen.

Reaktionen der Vermieter

Die Wut unter den Vermietern ist groß. Hana Matić, Vize-Vorsitzende des Vereins „Rettet die kleinen Vermieter“, äußerte sich auf dem Sender N1 und bezeichnete die Entscheidung als „arroganter, unverschämter Schritt“. Sie kritisierte, dass die Regierung die Vermieter nicht ausreichend in die Entscheidungsprozesse einbezieht und dass die Erhöhung der Pauschalsteuer in einem Jahr folgt, in dem die Vermieter bereits aufgefordert wurden, ihre Preise um 10 bis 20 Prozent zu senken.

Die Empörung wird durch die Tatsache verstärkt, dass viele Vermieter bereits hohe Provisionen an große Buchungsplattformen wie Airbnb oder Booking zahlen müssen. Šime Pletković, ein Vermieter aus Split, betont, dass die kleinen Vermieter bereits unter Druck stehen und fordert, dass die großen Unternehmen stärker in die Pflicht genommen werden sollten.

Proteste in Planung

Fakten auf einen Blick

  • Erhöhung der Pauschalsteuer um bis zu 50 Prozent
  • Neue Regelung tritt 2027 in Kraft
  • 110.000 Privatvermieter in Kroatien betroffen

Die Unzufriedenheit unter den Vermietern hat bereits zu Überlegungen geführt, Proteste zu organisieren. Laut Berichten haben Vermieterverbände im Mai zahlreiche Nachrichten von Küstenvermietern erhalten, die bereit sind, gegen die neuen Regelungen zu demonstrieren. Die Frage, die viele Vermieter stellen, ist: „Was kommt als Nächstes – fangen sie an, uns zu schlagen?“ Diese provokante Äußerung von Matić verdeutlicht die Verzweiflung und Frustration, die viele Vermieter empfinden.

Hintergrund der neuen Regelungen

Die Erhöhung der Pauschalsteuer ist Teil eines größeren Plans der kroatischen Regierung, die als „antiinflationär“ vermarktet wird. Premierminister Andrej Plenković verteidigte das Maßnahmenpaket und erklärte, es sei notwendig, um „den Standard der Bürger zu schützen und die Last gerechter zu verteilen“. Kritiker hingegen argumentieren, dass die Steuererhöhung nicht zu einer Senkung der Preise in den Geschäften führen wird und dass die Regierung stattdessen Reformen durchführen sollte, anstatt neue Steuern einzuführen.

Auswirkungen auf den Tourismus

Die neuen Regelungen könnten auch Auswirkungen auf den Tourismus in Kroatien haben. Da viele Vermieter die gestiegenen Abgaben auf die Mietpreise umlegen könnten, besteht die Möglichkeit, dass Urlauber höhere Preise für Ferienwohnungen zahlen müssen. Dies könnte insbesondere deutsche Urlauber betreffen, die einen großen Teil der Touristen in Kroatien ausmachen. Die Frage bleibt, ob die Erhöhung der Pauschalsteuer langfristig negative Auswirkungen auf die Attraktivität Kroatiens als Urlaubsziel haben wird.

Fazit

Proteste gegen neue Pauschalgebühr in Kroatien
Symbolbild: Proteste gegen neue Pauschalgebühr in Kroatien · Foto: Ahmed akacha / Pexels

Die Erhöhung der Pauschalsteuer für Ferienwohnungen in Kroatien hat bereits zu massiver Empörung unter den Vermietern geführt. Die geplanten Proteste zeigen, dass die Unzufriedenheit groß ist und dass viele Vermieter sich von der Regierung nicht ausreichend unterstützt fühlen. Die Auswirkungen auf den Tourismus und die Preise für Urlauber sind noch unklar, aber die Situation bleibt angespannt.

Häufige Fragen

Was ist die neue Pauschalgebühr in Kroatien?
Die neue Pauschalgebühr für Ferienwohnungen in Kroatien wurde um bis zu 50 Prozent erhöht. Dies betrifft vor allem kleine Privatvermieter.
Wann tritt die neue Regelung in Kraft?
Die neuen Regelungen zur Pauschalgebühr treten am 1. Januar 2027 in Kraft.
Warum sind die Vermieter wütend?
Die Vermieter sind wütend, weil sie bereits im letzten Jahr mit einer Erhöhung von bis zu 500 Prozent konfrontiert wurden und nun erneut zur Kasse gebeten werden.
Wie viele Vermieter sind betroffen?
In Kroatien sind fast 110.000 kleine Privatvermieter registriert, die von der neuen Pauschalgebühr betroffen sind.
Was sind die möglichen Folgen der Erhöhung?
Die Erhöhung könnte dazu führen, dass Vermieter die Kosten auf die Mietpreise umlegen, was die Urlaubsreisen für Touristen teurer macht.

Quellen: Google News

Symbolbild: Proteste gegen neue Pauschalgebühr in Kroatien · Foto: Ramon Karolan / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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