⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 24.06.2026
Der Berliner Senat hat am 24. Juni 2026 Pläne zur Neunutzung des stillgelegten Internationalen Congress Centrums (ICC) vorgestellt. Das Gebäude soll zu einem Zentrum für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft umgestaltet werden.
- Das ICC wird für 99 Jahre an die MIB AG vergeben.
- Geplante Nutzung als Kunst- und Kulturzentrum.
- Eröffnung könnte 2032/33 erfolgen.
Am 24. Juni 2026 hat der Berliner Senat die Pläne zur Neunutzung des seit zwölf Jahren stillgelegten Internationalen Congress Centrums (ICC) vorgestellt. Das ikonische Gebäude, das einst als das größte Kongresszentrum Europas galt, soll nun zu einem internationalen Standort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft umgestaltet werden. Die Entscheidung, das ICC per Erbbaurecht für 99 Jahre an die MIB AG zu vergeben, markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung des Berliner Immobilienmarktes und könnte weitreichende wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Was geschah bei der Vorstellung der Pläne?

Die Präsentation der Pläne fand unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Franziska Giffey und Bausenator Christian Gaebler statt. Diese beiden Politiker betonten die Wichtigkeit des ICC als kulturelles Erbe und dessen Potenzial, die wirtschaftliche Landschaft Berlins zu bereichern. Die MIB AG, die bereits erfolgreich das Kulturquartier Spinnerei in Leipzig betreibt, wird die Federführung bei der Neugestaltung des ICC übernehmen. Die Pläne sehen vor, dass das Gebäude nicht nur als Veranstaltungsort dient, sondern auch als Raum für kreative Unternehmen, Galerien und Restaurants fungiert.
Warum ist das ICC wichtig für die Berliner Wirtschaft?
Das ICC hat das Potenzial, als kulturelles Zentrum nicht nur die lokale Wirtschaft zu stärken, sondern auch Touristen aus aller Welt anzuziehen. In Zeiten, in denen die Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten die Märkte belasten, könnte die Wiederbelebung des ICC ein Lichtblick für die Immobilienbranche und die Kreativwirtschaft sein. Die Schaffung eines lebendigen Kulturstandorts könnte zudem Arbeitsplätze schaffen und Investitionen anziehen, was für die Stabilität der Berliner Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist.
Wie wird das ICC finanziert?
- Datum: 24.06.2026
- Betriebsbeginn: 2032/33
- Erbbaurecht: 99 Jahre
- Investoren: MIB AG
- Nutzung: Kunst- und Kulturzentrum
Die Finanzierung des Projekts bleibt jedoch ein kritischer Punkt. Während die MIB AG als Betreiber ausgewählt wurde, gibt es noch keine klaren Informationen über die genauen finanziellen Mittel, die für die Sanierung und Umgestaltung des ICC benötigt werden. Der Senat hat betont, dass die Investoren in einer zweijährigen Phase die Wirtschaftlichkeit ihres Konzepts nachweisen müssen, bevor die endgültige Vergabe im Jahr 2028 erfolgt. Diese Unsicherheit könnte potenzielle Investoren und die allgemeine Marktstimmung beeinflussen.
Welche Herausforderungen stehen bevor?
Die Umgestaltung des ICC wird nicht nur eine architektonische Herausforderung darstellen, sondern auch eine kulturelle. Der Denkmalschutz, unter dem das ICC seit 2019 steht, erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Planung und Umsetzung der neuen Nutzung. Schadstoffe, die im Gebäude entdeckt wurden, müssen ebenfalls beseitigt werden, was zusätzliche Kosten und Zeit in Anspruch nehmen könnte. Diese Faktoren könnten die geplante Eröffnung im Jahr 2032/33 gefährden.
Wie reagiert die Öffentlichkeit auf die Pläne?
Die Reaktionen auf die Pläne zur Neunutzung des ICC sind gemischt. Während viele die Idee eines Kulturzentrums begrüßen, gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und der langfristigen Wirtschaftlichkeit des Projekts. Kritiker argumentieren, dass nach drei Jahren der Investorensuche immer noch kein durchfinanziertes Konzept vorliegt. Diese Unsicherheiten könnten das Vertrauen in die Pläne beeinträchtigen und die öffentliche Unterstützung verringern.
Fazit: Ein neuer Anfang für das ICC

Die Pläne zur Neunutzung des ICC stellen einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung Berlins als kulturelles Zentrum dar. Die Entscheidung des Senats, das Gebäude an die MIB AG zu vergeben, könnte sowohl für die Immobilienwirtschaft als auch für die Kreativbranche positive Impulse setzen. Dennoch bleibt abzuwarten, wie die Finanzierung und die Umsetzung der Pläne konkret gestaltet werden. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu sehen, ob das ICC tatsächlich zu einem lebendigen Ort für Kunst und Kultur wird oder ob es weiterhin als „Lost Place“ in der Berliner Landschaft verbleibt.
Häufige Fragen
Was ist das ICC?
Wer wird das ICC betreiben?
Wann wird das ICC eröffnet?
Wie lange wird das Erbbaurecht gelten?
Welche Pläne gibt es für das ICC?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Zukunftsvision für das ICC in Berlin · Foto: Travel with Lenses / Pexels


