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Riester-Rente Nachfolger: Altersvorsorgedepot übertrifft

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⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 01.08.2026

Das neue Altersvorsorgedepot, das die Riester-Rente ab 2027 ersetzt, bietet verbesserte Zulagen und niedrigere Kosten, was es zu einer attraktiven Option für Sparer macht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erhöhung der Grundzulage auf 50 Cent pro Euro
  • Volle Kinderzulage ab 25 Euro monatlich
  • Selbstständige sind jetzt förderberechtigt

Das Altersvorsorgedepot, das ab dem 1. Januar 2027 in Deutschland eingeführt wird, stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Altersvorsorge dar. Es ersetzt die bisherige Riester-Rente und bietet zahlreiche Verbesserungen, die auf die Bedürfnisse der Sparer zugeschnitten sind. Die Reform wurde notwendig, nachdem der erste Entwurf auf breite Kritik stieß, insbesondere wegen der hohen Kosten und der eingeschränkten Zugänglichkeit für Selbstständige und Geringverdiener.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Altersvorsorgedepot: Neue Möglichkeiten für Sparer
Symbolbild: Altersvorsorgedepot: Neue Möglichkeiten für Sparer · Foto: Marta Branco / Pexels

Das Altersvorsorgedepot ist ein neues Modell zur Altersvorsorge, das die Riester-Rente ablöst. Es wurde entwickelt, um die Schwächen des alten Systems zu beseitigen und bietet eine Vielzahl von Vorteilen. Dazu gehören höhere Zulagen, ein niedrigerer Kostendeckel und ein breiterer Zugang für verschiedene Bevölkerungsgruppen, einschließlich Selbstständiger, die zuvor von der Riester-Rente ausgeschlossen waren. Die Grundzulage wurde von ursprünglich 30 Cent auf 50 Cent pro eingezahltem Euro erhöht, was die Attraktivität des neuen Modells erheblich steigert.

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Höhere Zulagen und niedrigere Kosten

Ein zentraler Vorteil des Altersvorsorgedepots ist die Erhöhung der Grundzulage. Für die ersten 360 Euro im Jahr erhalten Sparer 50 Cent pro Euro, und für jeden weiteren Euro bis zu 1.800 Euro gibt es 25 Cent. Dies führt zu einer maximalen Grundzulage von 540 Euro pro Jahr. Wer monatlich 100 Euro einzahlt, kann somit eine Förderung von 390 Euro erhalten, was im Vergleich zur Riester-Rente, die nur 175 Euro unabhängig vom Eigenbeitrag bot, eine erhebliche Verbesserung darstellt.

Zusätzlich wurde der Kostendeckel für Standardprodukte von 1,5 auf 1 Prozent gesenkt. Dies bedeutet, dass Sparer bei der Auswahl von kostengünstigen ETFs sogar nur 0,1 bis 0,2 Prozent zahlen müssen. Diese Reduzierung der Kosten ist besonders wichtig, da hohe Gebühren die Rendite der Altersvorsorge erheblich schmälern können.

Förderung für Familien und Selbstständige

Fakten auf einen Blick

  • Start des Altersvorsorgedepots: 1. Januar 2027
  • Maximale Grundzulage: 540 Euro pro Jahr
  • Kostendeckel für Standardprodukte: 1 Prozent

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Altersvorsorgedepots ist die Anpassung der Kinderzulage. Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind wird jetzt schon ab einem Eigenanteil von 25 Euro pro Monat erreicht. Dies ermöglicht es auch Geringverdienern, von den staatlichen Förderungen zu profitieren und ihre Altersvorsorge zu sichern. Eine Familie mit zwei Kindern, die 25 Euro monatlich einzahlt, hat somit 1.050 Euro im Depot – bei nur 300 Euro Eigenbeitrag im Jahr. Diese Förderquote von 250 Prozent ist ein erheblicher Anreiz für Familien.

Darüber hinaus werden Selbstständige, die im bisherigen System von der Förderung ausgeschlossen waren, nun ebenfalls in den Kreis der Förderberechtigten aufgenommen. Dies ist ein bedeutender Schritt, um die Altersvorsorge für eine breitere Bevölkerungsschicht zu öffnen und mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, von staatlichen Zulagen zu profitieren.

Die Herausforderungen beim Start

Mit dem Start des Altersvorsorgedepots am 1. Januar 2027 wird erwartet, dass hunderttausende Sparer gleichzeitig versuchen werden, ein Depot zu eröffnen. Dies könnte zu überlasteten Systemen, langen Wartezeiten bei der Identitätsprüfung und verzögerten Freischaltungen führen. Jeder Tag Verzögerung ist ein Tag ohne Förderung, da die Zulagen nicht rückwirkend fließen. Daher ist es ratsam, sich bereits jetzt bei einem Anbieter wie finanzen.net ZERO anzumelden, um die Identitätsprüfung rechtzeitig abzuschließen und am 1. Januar direkt starten zu können.

Fazit: Ein Schritt in die richtige Richtung

Altersvorsorgedepot: Neue Möglichkeiten für Sparer
Symbolbild: Altersvorsorgedepot: Neue Möglichkeiten für Sparer · Foto: Hanna Pad / Pexels

Das Altersvorsorgedepot stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber der Riester-Rente dar. Mit höheren Zulagen, niedrigeren Kosten und einem breiteren Zugang für verschiedene Bevölkerungsgruppen wird es vielen Sparerinnen und Sparern ermöglichen, ihre Altersvorsorge effektiver zu gestalten. Die Reform könnte insbesondere in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit eine wichtige Rolle spielen, da sie den Menschen hilft, für ihre Zukunft vorzusorgen und finanzielle Sicherheit zu schaffen.

Häufige Fragen

Was ist das Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgedepot ist der Nachfolger der Riester-Rente, der ab 2027 in Kraft tritt. Es bietet höhere Zulagen und niedrigere Kosten für Sparer.
Wie hoch sind die Zulagen beim Altersvorsorgedepot?
Die Grundzulage beträgt 50 Cent pro eingezahltem Euro bis zu 360 Euro jährlich, darüber 25 Cent bis zu einer Obergrenze von 1.800 Euro.
Wer kann in das Altersvorsorgedepot einzahlen?
Ab 2027 können nicht nur Angestellte, sondern auch Selbstständige und Beamte in das Altersvorsorgedepot einzahlen und von staatlichen Förderungen profitieren.
Wie funktioniert die Kinderzulage?
Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind wird bereits ab einem Eigenanteil von 25 Euro pro Monat erreicht, was Familien mit geringem Einkommen zugutekommt.
Was sind die Kosten für das Altersvorsorgedepot?
Der Kostendeckel für Standardprodukte liegt bei 1 Prozent, während Sparer, die günstige ETFs wählen, nur 0,1 bis 0,2 Prozent zahlen müssen.

Quellen: finanzen.net

Symbolbild: Altersvorsorgedepot: Neue Möglichkeiten für Sparer · Foto: Pavel Danilyuk / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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