⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 13.08.2026
Die anhaltende Dürre und sengende Hitze in Deutschland haben die Ernte 2026 erheblich beeinträchtigt. Experten berichten von massiven Verlusten bei Getreide und Raps, was auch Auswirkungen auf die Preise und die Wirtschaft haben könnte.
- Dürre führt zu Ernteverlusten von 3 Millionen Tonnen.
- Ernteprognose für 2026 liegt bei 40,6 Millionen Tonnen.
- Preise für Brot und Brötchen bleiben stabil.
Die anhaltende Dürre und die extremen Temperaturen in Deutschland haben die Ernte 2026 erheblich beeinträchtigt. Laut dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) sind seit Mitte Juni rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps verloren gegangen. Diese Situation hat nicht nur Auswirkungen auf die Landwirtschaft, sondern könnte auch die Preise für Verbraucher beeinflussen.
Was geschah mit der Ernte 2026?

Die Ernteprognose für 2026 liegt bei 40,6 Millionen Tonnen Getreide, was einen Rückgang im Vergleich zu den 45 Millionen Tonnen im Jahr 2025 darstellt. Marktexperte Guido Seedler erklärt, dass die sengende Hitze, die Mitte Juni einsetzte und teils über 40 Grad erreichte, zu erheblichen Einbußen bei der Qualität und Menge des Winterweizens führte. „Dann verbrennt richtig das Getreide“, so Seedler. Diese Verluste haben zu Einnahmeverlusten von rund 600 Millionen Euro geführt.
Regionale Unterschiede in der Ernte
Die Auswirkungen der Dürre sind regional sehr unterschiedlich. In Schleswig-Holstein wird eine Ernte nahezu auf Vorjahresniveau erwartet, während in den südlichen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern Einbußen von bis zu 20 Prozent bei Getreide zu verzeichnen sind. Besonders kritisch ist die Situation beim Körnermais, der in einigen Regionen droht, komplett zu verdorren. Auch beim Raps sind Rückgänge zu erwarten, jedoch weniger aufgrund von Wassermangel, sondern wegen Schädlingen, die nicht bekämpft werden konnten.
Wirtschaftliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft
- Ernteprognose: 40,6 Millionen Tonnen Getreide
- Verluste: Rund 3 Millionen Tonnen seit Mitte Juni
- Einnahmeverluste: Ca. 600 Millionen Euro
Die Dürre und die damit verbundenen Ernteverluste stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Die Kosten für Düngemittel und Energie steigen, während die Erträge sinken. Dies führt zu einer immer größer werdenden Kosten-Erlös-Schere, die viele Betriebe in eine schwierige Lage bringt. Die Branche sieht sich daher gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen der Dürre abzufedern.
Preisentwicklung und Verbraucherpreise
Trotz der Ernteverluste wird nicht davon ausgegangen, dass die Preise für Brot und Brötchen steigen werden. Der Anteil des Getreides am Endpreis liegt im niedrigen Cent-Bereich, und die Erntemenge von 40 Millionen Tonnen wird voraussichtlich den Bedarf in Deutschland decken. Preistreiber sind vielmehr die steigenden Energie-, Lohn- und Bürokratiekosten, die die Landwirtschaft zusätzlich belasten.
Transportprobleme durch niedrige Wasserstände
Ein weiteres Problem, das die Branche betrifft, sind die niedrigen Wasserstände in mehreren Flüssen, die den Transport von Getreide und Düngemitteln per Binnenschiff erschweren. Diese Wasserstraßen sind eine zentrale Lebensader für den Agrartransport in Deutschland. Die Logistikprobleme könnten die Situation weiter verschärfen und die Ernteerträge noch weiter beeinträchtigen.
Fazit

Die Dürre und die damit verbundenen Ernteverluste in Deutschland stellen eine ernsthafte Herausforderung für die Landwirtschaft dar. Während die Ernteprognosen auf eine unterdurchschnittliche Ernte hindeuten, bleibt die Versorgungslage für Verbraucher stabil. Die Branche muss jedoch dringend Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen der Dürre zu bewältigen und die wirtschaftliche Situation der Landwirte zu verbessern.
Häufige Fragen
Wie stark sind die Ernteverluste durch die Dürre?
Was bedeutet die Dürre für die Getreidepreise?
Welche Regionen sind am stärksten betroffen?
Wie wirkt sich die Dürre auf die Landwirtschaft aus?
Gibt es regionale Unterschiede bei den Ernteerträgen?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Dürre beeinträchtigt die Ernte 2026 · Foto: Mark Thomas / Pexels


