⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 26.08.2026
Aktuell warnen Finanzbehörden vor einer neuen Betrugswelle, bei der Kriminelle gefälschte Steuerbescheide im Namen von ELSTER versenden. Die Masche zielt darauf ab, persönliche Daten von Nutzern zu stehlen.
- Betrüger nutzen gefälschte E-Mails, um an persönliche Daten zu gelangen.
- Die E-Mails enthalten Druck durch Fristen und hohe Erstattungsbeträge.
- ELSTER fordert keine Bestätigung von Bankdaten per E-Mail.
Aktuell warnen Finanzbehörden vor einer neuen Betrugswelle, bei der Kriminelle gefälschte Steuerbescheide im Namen von ELSTER versenden. Diese E-Mails sind so gestaltet, dass sie auf den ersten Blick seriös wirken und versprechen, dass die Empfänger hohe Steuererstattungen erhalten können. Die Masche zielt darauf ab, persönliche Daten von Nutzern zu stehlen, was nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die gesamte Finanzlandschaft gefährlich ist.
Was ist der aktuelle Betrugsversuch?

Der Betrugsversuch läuft über E-Mails, die angeblich von ELSTER stammen. In diesen Nachrichten wird behauptet, dass die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2025 bereits geprüft wurde und eine Erstattung von mehreren Hundert bis Tausend Euro bevorsteht. Um die Auszahlung zu erhalten, sollen die Empfänger einen Link anklicken, der zu einer gefälschten Website führt, auf der sie ihre persönlichen Daten und Bankinformationen eingeben müssen. Diese Vorgehensweise ist nicht nur illegal, sondern auch äußerst gefährlich, da sie zu Identitätsdiebstahl führen kann.
Das saarländische Finanzministerium hat bereits vor diesen Phishing-Mails gewarnt und betont, dass die Steuerverwaltung niemals eine Verknüpfung mit dem Online-Banking verlangt, um eine Steuererstattung auszuzahlen. Die E-Mails enthalten oft das offizielle ELSTER-Logo, angebliche Aktenzeichen und Formulierungen wie „Genehmigt – Handlung erforderlich“, um den Anschein von Seriosität zu erwecken.
Wie funktioniert der fiese Trick?
Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck, indem sie den Empfängern eine Frist setzen, innerhalb derer sie reagieren müssen. In vielen Fällen wird eine Frist bis zum 31. August 2026 genannt, was den Eindruck erweckt, dass eine schnelle Handlung erforderlich ist, um die Erstattung nicht zu verlieren. Diese Taktik ist darauf ausgelegt, die Empfänger dazu zu bringen, impulsiv zu handeln und ihre sensiblen Daten preiszugeben.
Die E-Mails fordern die Empfänger auf, ihre Bankdaten zu bestätigen, um die Auszahlung der Steuererstattung zu veranlassen. Dabei wird oft auch nach Kreditkartendaten gefragt, was ein weiteres Indiz für den Betrug ist. In der Realität benötigt das Finanzamt keine Kreditkarteninformationen, um eine Überweisung durchzuführen. Die Erstattung erfolgt automatisch auf das in der Steuererklärung angegebene Konto, ohne dass eine Bestätigung über einen Link erforderlich ist.
Wie erkenne ich eine gefälschte ELSTER-E-Mail?
- Betrugsversuch mit gefälschten ELSTER-E-Mails
- Frist zur Bestätigung der Daten bis 31. August 2026
- Hohe Steuererstattungen von mehreren Hundert Euro versprochen
Es gibt mehrere Anzeichen, die auf eine gefälschte E-Mail hinweisen. Achten Sie auf unpersönliche Anrede und unseriöse Absenderadressen. Offizielle E-Mails von ELSTER informieren lediglich darüber, dass eine neue Nachricht im Postfach vorliegt, und enthalten keine Links zur Bestätigung von Daten. Wenn Sie eine E-Mail erhalten, die eine hohe Steuererstattung verspricht und zur Eingabe von persönlichen Daten auffordert, sollten Sie äußerst vorsichtig sein.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Steuerverwaltung keine Fristen setzt, die den Empfängern Druck machen sollen. Wenn Sie eine solche E-Mail erhalten, klicken Sie auf keinen Fall auf die Links und geben Sie keine persönlichen Daten ein. Stattdessen sollten Sie das ELSTER-Portal direkt über die offizielle Webseite aufrufen und dort Ihr Postfach überprüfen.
Was tun, wenn ich auf den Betrug hereingefallen bin?
Falls Sie bereits auf einen solchen Betrugsversuch hereingefallen sind und Ihre Daten eingegeben haben, ist es wichtig, schnell zu handeln. Ändern Sie umgehend Ihre Passwörter für alle betroffenen Konten und informieren Sie Ihre Bank über den Vorfall. Es kann auch ratsam sein, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten, um weitere Schritte einzuleiten.
Zusätzlich sollten Sie Ihr ELSTER-Konto überprüfen und sicherstellen, dass keine unautorisierten Änderungen vorgenommen wurden. Wenn Sie verdächtige Aktivitäten bemerken, sollten Sie dies umgehend melden. Es ist entscheidend, schnell zu handeln, um möglichen finanziellen Schaden zu minimieren.
Wie kann ich meine Daten bei ELSTER schützen?
Um Ihre Daten bei ELSTER zu schützen, sollten Sie einige grundlegende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Nutzen Sie das offizielle ELSTER-Portal immer direkt über die Webseite und vermeiden Sie es, Links in E-Mails zu folgen. Achten Sie darauf, Ihre Zugangsdaten sicher zu verwahren und regelmäßig zu ändern.
Darüber hinaus ist es ratsam, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren, wenn dies angeboten wird. Diese zusätzliche Sicherheitsebene kann helfen, unbefugten Zugriff auf Ihr Konto zu verhindern. Seien Sie auch vorsichtig bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Netzwerke, da diese oft unsicher sind und ein höheres Risiko für Datenmissbrauch darstellen.
Fazit

Die aktuelle Betrugswelle im Zusammenhang mit gefälschten ELSTER-Steuerbescheiden zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und persönliche Daten zu schützen. Durch das Erkennen von Anzeichen für Phishing und das Befolgen einfacher Sicherheitsrichtlinien können Sie sich und Ihre Finanzen schützen. Bleiben Sie informiert und handeln Sie vorsichtig, um nicht Opfer dieser fiesen Tricks zu werden.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich eine gefälschte ELSTER-E-Mail?
Was soll ich tun, wenn ich eine Phishing-Mail erhalte?
Wie funktioniert der Betrug mit gefälschten Steuerbescheiden?
Welche Fristen setzen die Betrüger?
Wie kann ich meine Daten bei ELSTER schützen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Betrugsversuch über gefälschte ELSTER-E-Mails · Foto: Markus Winkler / Pexels


