⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 13.08.2026
Die Addiko Bank AG hat ihren Halbjahresfinanzbericht 2025 veröffentlicht und dabei einen Nettogewinn von 24 Millionen Euro erzielt. Die Zahlen zeigen eine stabile Entwicklung trotz herausfordernder Marktbedingungen.
- Stabiler Nettogewinn von 24 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.
- Nettobankerträge blieben mit 155 Millionen Euro stabil.
- CET1-Quote von 21,3% zeigt starke Kapitalausstattung.
Die Addiko Bank AG hat am 13. August 2025 ihren Halbjahresfinanzbericht veröffentlicht, der die finanziellen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2025 zusammenfasst. In einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, geprägt von Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB), konnte die Bank einen Nettogewinn von 24 Millionen Euro erzielen. Dies stellt einen Rückgang im Vergleich zu 25,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum dar, zeigt jedoch eine stabile Leistung in einem schwierigen Markt.
Was sind die wichtigsten Ergebnisse des Halbjahresfinanzberichts?

Die Addiko Bank konnte im ersten Halbjahr 2025 Nettobankerträge von 155 Millionen Euro erzielen, was im Vergleich zum Vorjahr (1H24: 155,9 Millionen Euro) stabil blieb. Diese Stabilität ist bemerkenswert, da die Bank in einem deutlich niedrigeren Zinsumfeld operiert. Die positive Entwicklung im Consumer-Geschäft hat dazu beigetragen, die Auswirkungen der veränderten Zinskurve abzufedern, die durch die acht Zinssenkungen seit Juni 2024 verursacht wurden.
Die Bank verzeichnete ein 11% Wachstum im Neugeschäft im Jahresvergleich, wobei Consumer-Kredite um 15% und SME-Kredite um 7% zulegten. Dies zeigt, dass die Addiko Bank ihre Strategie, sich auf die Segmente Consumer und kleine sowie mittlere Unternehmen (SME) zu konzentrieren, erfolgreich umsetzt.
Wie hat sich die CET1-Quote entwickelt?
Ein weiterer wichtiger Indikator für die finanzielle Gesundheit der Addiko Bank ist die CET1-Quote, die bei 21,3% liegt. Diese Quote ist ein Maß für die Kapitalausstattung der Bank und zeigt, dass sie über ausreichendes Eigenkapital verfügt, um potenzielle Risiken abzufedern. Im Vergleich zum Vorjahr (22,0% nach Basel III) ist dies ein leichter Rückgang, jedoch bleibt die Quote auf einem hohen Niveau, was für Investoren und Aufsichtsbehörden von Bedeutung ist.
Die Bank hat auch ihre Risikokosten im Verhältnis zu den Nettokrediten auf 0,4% gesenkt, was auf eine verbesserte Risikoeinschätzung und -management hinweist. Die erwarteten Kreditrisikovorsorgen beliefen sich auf 14,4 Millionen Euro, was im Vergleich zu 15,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum eine positive Entwicklung darstellt.
Wie beeinflussen die Zinssenkungen der EZB die Addiko Bank?
- Nettogewinn: 24,0 Millionen Euro
- Nettobankerträge: 155,0 Millionen Euro
- CET1-Quote: 21,3%
- EPS: 1,25 Euro
- NPE-Quote: 2,9%
Die Zinssenkungen der EZB haben signifikante Auswirkungen auf die Erträge der Addiko Bank. Das Nettozinsergebnis wurde durch die gesunkenen Zinsen belastet, was sich negativ auf die Erträge aus dem variabel verzinsten Kreditportfolio und den Einlagen bei der Nationalbank auswirkte. Dennoch konnte die Bank durch eine starke Performance im Consumer-Geschäft und höhere Provisionsüberschüsse einen Teil dieser Verluste ausgleichen.
Die Nettomarge (NIM) verringerte sich von 3,95% im ersten Halbjahr 2024 auf 3,71% im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung ist ein direktes Ergebnis der veränderten Zinslandschaft und der damit verbundenen Herausforderungen für Banken, die auf Zinserträge angewiesen sind.
Wachstum in den Fokussegmenten
Die Addiko Bank hat ihren Fokus auf die Segmente Consumer und SME gelegt, die mittlerweile über 90,8% des Brutto-Kreditbestands ausmachen. Dies ist ein Anstieg im Vergleich zu 88,4% zum Ende des ersten Halbjahres 2024. Der gesamte Brutto-Kreditbestand wuchs auf 3,58 Milliarden Euro, was auf eine erfolgreiche Akquisition neuer Kunden und die Stärkung bestehender Kundenbeziehungen hinweist.
Die Provisionserträge stiegen um 5,6% auf 37,3 Millionen Euro, was zeigt, dass die Bank in der Lage ist, zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, die nicht direkt von den Zinssätzen abhängen. Dies ist besonders wichtig in einem Umfeld, in dem die Zinserträge unter Druck stehen.
Ausblick und Herausforderungen
Die Addiko Bank hat ihren Ausblick für 2025 leicht nach unten angepasst, um den Auswirkungen der EZB-Zinssenkungen und neuen regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Die bisherige Prognose für 2026 wird derzeit überarbeitet, und ein Update wird gemeinsam mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 erwartet. Die Bank bleibt jedoch optimistisch, dass sie durch ihre strategische Ausrichtung und Kostendisziplin weiterhin stabil performen kann.
Die Dividende für 2024 bleibt auf Basis der Empfehlungen der EZB weiterhin ausgesetzt, was für viele Investoren eine wichtige Information darstellt. Die Bank hat jedoch betont, dass sie bestrebt ist, langfristigen Mehrwert für ihre Stakeholder zu schaffen und nachhaltiges Wachstum zu fördern.
Fazit

Die Addiko Bank AG hat im ersten Halbjahr 2025 eine solide Leistung gezeigt, trotz der Herausforderungen durch sinkende Zinsen und steigende Kosten. Mit einem Nettogewinn von 24 Millionen Euro und stabilen Nettobankerträgen bleibt die Bank gut positioniert, um in einem sich verändernden wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich zu agieren. Die Fokussierung auf die Segmente Consumer und SME sowie die starke Kapitalausstattung sind positive Indikatoren für die zukünftige Entwicklung der Bank.
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Ergebnisse des Halbjahresfinanzberichts der Addiko Bank?
Wie hat sich die CET1-Quote der Addiko Bank entwickelt?
Was bedeutet die NPE-Quote von 2,9% für die Addiko Bank?
Wie beeinflussen die Zinssenkungen der EZB die Addiko Bank?
Welche Segmente sind für das Wachstum der Addiko Bank verantwortlich?
Quellen: Google News
Symbolbild: Addiko Bank Halbjahresfinanzbericht 2025 · Foto: Jakub Zerdzicki / Pexels


