⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 07.09.2026
Aktive Portfoliomanager stehen unter Druck, sich mit der überlegenen Performance von ETFs zu messen. Die aktuellen Marktanalysen zeigen, dass passive Anlagestrategien zunehmend bevorzugt werden.
- 27% der aktiven Fonds übertreffen den S&P 500.
- Die Kosten für aktive Fonds sind signifikant höher.
- Aktiv gemanagte ETFs gewinnen an Beliebtheit.
In der aktuellen Finanzlandschaft stehen aktive Portfoliomanager zunehmend unter Druck, sich mit der überlegenen Performance von ETFs (Exchange Traded Funds) zu messen. Die jüngsten Analysen zeigen, dass passive Anlagestrategien, die in der Regel kostengünstiger sind, bei Anlegern immer beliebter werden. Dies wirft die Frage auf, ob aktive Fonds in der Lage sind, ihre Relevanz in einem sich schnell verändernden Markt zu behaupten.
Was sind ETFs und warum sind sie so beliebt?

ETFs sind Investmentfonds, die an Börsen gehandelt werden und in der Regel einen bestimmten Index nachbilden. Sie bieten Anlegern die Möglichkeit, in eine Vielzahl von Vermögenswerten zu investieren, ohne dass sie einzelne Aktien oder Anleihen auswählen müssen. Die Beliebtheit von ETFs ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter ihre niedrigen Kosten, die hohe Transparenz und die einfache Handelbarkeit. Im Vergleich zu aktiven Fonds, die oft hohe Gebühren verlangen, sind ETFs eine kostengünstige Alternative.
Die durchschnittliche Total Expense Ratio (TER) für aktive Fonds liegt bei etwa 1,77%, während passive Fonds mit nur 0,24% deutlich günstiger sind. Diese Kostenunterschiede müssen von aktiven Managern erst einmal durch eine überlegene Performance ausgeglichen werden, was in der Praxis oft schwierig ist.
Aktive Fonds im Vergleich: Erfolgsquoten und Herausforderungen
Die Finanzanalysten von Morningstar haben in ihrem aktuellen Bericht festgestellt, dass die Erfolgsquote aktiver Fonds, die den S&P 500 Index abdecken, in den letzten zwölf Monaten auf 27% gestiegen ist. Dies ist eine Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren, in denen die Quote oft unter 20% lag. Dennoch bleibt die Mehrheit der aktiven Fonds hinter ihren passiven Pendants zurück.
Die Herausforderungen für aktive Fonds sind vielfältig. Neben den hohen Kosten müssen sie auch mit der Tatsache umgehen, dass viele Anleger zunehmend auf passive Strategien setzen, die in der Regel eine ähnliche Rendite wie der Markt bieten, jedoch ohne die hohen Gebühren. Dies führt zu einem verstärkten Druck auf aktive Manager, ihre Strategien zu überdenken und möglicherweise anzupassen.
Die Rolle von aktiv gemanagten ETFs
- Aktive Fonds haben in den letzten 12 Monaten eine Erfolgsquote von 27% erreicht.
- Die durchschnittliche TER aktiver Fonds liegt bei 1,77%.
- Aktiv gemanagte ETFs machen nur 3% des gesamten ETF-Marktes aus.
Ein interessanter Trend in der aktuellen Finanzlandschaft ist das Wachstum aktiv gemanagter ETFs. Diese Fonds kombinieren die Flexibilität von ETFs mit dem aktiven Management, das Anlegern helfen kann, in volatilen Märkten besser zu navigieren. Laut aktuellen Daten machen aktiv gemanagte ETFs mittlerweile etwa 3% des gesamten ETF-Marktes aus und zeigen ein wachsendes Interesse bei Investoren.
Aktiv gemanagte ETFs bieten den Vorteil, dass sie nicht starr an einen Index gebunden sind. Ein Portfoliomanager kann aktiv entscheiden, welche Titel gekauft oder verkauft werden, was in einem sich schnell ändernden Marktumfeld von Vorteil sein kann. Diese Flexibilität könnte für Anleger besonders in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit von Bedeutung sein.
Marktentwicklungen und zukünftige Perspektiven
Die aktuellen Marktentwicklungen zeigen, dass die Nachfrage nach kostengünstigen und flexiblen Anlagemöglichkeiten weiter steigt. In einem Umfeld, das von steigenden Zinsen und Inflation geprägt ist, suchen viele Anleger nach Strategien, die ihnen helfen, ihre Renditen zu maximieren und gleichzeitig das Risiko zu minimieren. Dies könnte dazu führen, dass aktiv gemanagte ETFs in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.
Die irische Zentralbank hat kürzlich semitransparente ETFs genehmigt, die es Vermögensverwaltern ermöglichen, ihre Titel erst 30 Geschäftstage nach Ende des Quartals offenzulegen. Dies könnte dazu führen, dass mehr aktive Manager in den ETF-Markt einsteigen, da sie ihre Strategien besser schützen können.
Fazit: Die Zukunft der aktiven Fonds

Aktive Portfoliomanager müssen sich dem Vergleich mit ETFs stellen, da die Marktbedingungen und die Präferenzen der Anleger sich ändern. Während die Erfolgsquoten aktiver Fonds in bestimmten Bereichen steigen, bleibt die Mehrheit hinter den passiven Strategien zurück. Die Entwicklung aktiv gemanagter ETFs könnte jedoch eine interessante Lösung für Anleger darstellen, die von den Vorteilen beider Ansätze profitieren möchten. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen, ist es entscheidend, dass Anleger gut informierte Entscheidungen treffen und die für sie passende Anlagestrategie wählen.
Häufige Fragen
Was sind ETFs?
Wie schneiden aktive Fonds im Vergleich zu ETFs ab?
Was sind die Vorteile von ETFs?
Warum sind die Kosten bei aktiven Fonds höher?
Wie entwickeln sich aktiv gemanagte ETFs?
Quellen: Google News
Symbolbild: Aktive Portfoliomanager im Finanzmarkt · Foto: Alex Luna / Pexels


