⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 13.09.2026
Audi-Geschäftsführer Gernot Döllner äußert sich über das große Interesse an Anteilen am neuen Formel-1-Team des Unternehmens. Die strategischen Pläne und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stehen dabei im Fokus.
- Audi zeigt großes Interesse an weiteren Investoren für das F1-Team.
- Der Staatsfonds Katar hat bereits Anteile am Team erworben.
- Audi plant, ab 2030 um den Titel in der Formel 1 zu kämpfen.
Der Audi-Boss Gernot Döllner hat kürzlich in einer Medienrunde am Rande des Großen Preises von Spanien über das große Interesse an Anteilen am neuen Formel-1-Team des Unternehmens gesprochen. Audi, das in diesem Jahr mit einem eigenen Team in der Motorsport-Königsklasse vertreten ist, hat den Schweizer Privatrennstall Sauber übernommen und plant, ab 2030 um den WM-Titel zu kämpfen. Döllner betonte, dass das Interesse von Investoren an weiteren Anteilen sehr groß sei, jedoch keine Notwendigkeit bestehe, übereilt zu handeln.
Was ist die aktuelle Situation bei Audi in der Formel 1?

Audi hat sich mit dem Einstieg in die Formel 1 eine bedeutende Plattform geschaffen, um die Marke zu stärken und neue Zielgruppen zu erreichen. Der Staatsfonds Katar hält eine bedeutende Minderheitsbeteiligung am Team, deren genaue Höhe jedoch nicht bekannt ist. Döllner wies darauf hin, dass Audi als Mehrheitsanteilseigner agiert und keine Anteils-Minderheit in Betracht zieht. Dies zeigt, dass Audi die Kontrolle über das Team behalten möchte, um eine klare und effektive Führung sicherzustellen.
Aktuell belegen die Audi-Fahrer Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto die Plätze 15 und 14 im Klassement, was für das Team in der Konstrukteurswertung den 8. Platz von 11 Teams bedeutet. Döllner äußerte sich optimistisch über das positive Momentum, das der Formel-1-Einstieg für die Marke Audi mit sich bringt. Die strategischen Ziele sind klar definiert: In den ersten zwei Jahren soll das Team lernen und sich etablieren, bevor es ab 2028 um Podiumsplätze kämpft und ab 2030 um den Titel.
Wie beeinflusst das Formel-1-Engagement die wirtschaftliche Lage von Audi?
Das Engagement in der Formel 1 ist eine der größten Investitionen in der Geschichte von Audi. Trotz der aktuellen Herausforderungen im VW-Konzern, der mit einer Absatzkrise und Werksschließungen zu kämpfen hat, sieht Döllner das Formel-1-Projekt als einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung und Stärkung der Marke. Die finanziellen Mittel für das Projekt sollen bereitgestellt werden, um die ambitionierten Ziele zu erreichen.
Die Frage, ob Audi in der Lage ist, aus den Schwierigkeiten der letzten Jahre herauszukommen, hängt stark vom Erfolg in der Formel 1 ab. Experten wie Ferdinand Dudenhöffer betonen, dass Audi Erfolgserlebnisse benötigt, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen und die Marke neu zu positionieren. Das Formel-1-Engagement könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen.
Welche Bedingungen gelten für potenzielle Investoren?
- Audi hat den Schweizer Sauber-Rennstall übernommen.
- Der Staatsfonds Katar hält eine bedeutende Minderheitsbeteiligung.
- Audi plant, ab 2030 um den WM-Titel zu kämpfen.
Döllner stellte klar, dass Audi für neue Partner klare Regeln aufstellen wird. Ein Verkauf weiterer Anteile wird einem strukturierten Verfahren unterworfen, um sicherzustellen, dass die Kontrolle über das Team nicht verloren geht. Dies ist besonders wichtig, da ein Formel-1-Team agil und eigenständig handeln muss, um im Wettbewerb bestehen zu können.
Die Möglichkeit, durch den Verkauf von Anteilen zusätzliche finanzielle Mittel zu generieren, besteht theoretisch. Allerdings betont Döllner, dass Audi im Moment keine Notwendigkeit sieht, diesen Schritt zu gehen. Die strategische Ausrichtung bleibt klar: Audi möchte die Kontrolle über das Team behalten und gleichzeitig das Interesse von Investoren bedienen.
Wie steht es um die Zukunft von Audi in der Formel 1?
Die langfristigen Ziele von Audi in der Formel 1 sind ambitioniert. Döllner spricht von einem klaren Plan, der die Schritte bis 2030 umfasst. In den ersten zwei Jahren wird das Team als Herausforderer agieren, gefolgt von einer Phase, in der Audi wettbewerbsfähig sein möchte. Ab 2030 soll das Team dann um den Titel kämpfen. Diese Strategie zeigt, dass Audi bereit ist, in die Zukunft zu investieren und sich im Motorsport zu etablieren.
Die Herausforderungen sind jedoch nicht zu unterschätzen. Audi muss nicht nur sportlich erfolgreich sein, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig agieren. Die Investitionen in die Infrastruktur und die Entwicklung des neuen Rennwagens sind hoch, und die Frage bleibt, ob sich diese Investitionen langfristig auszahlen werden.
Fazit

Das Interesse an Anteilen am Audi-Formel-1-Team ist ein Zeichen für die wachsende Begehrlichkeit im Motorsport und die strategischen Ambitionen des Unternehmens. Audi verfolgt einen klaren Plan, um sich in der Formel 1 zu etablieren und langfristig um den Titel zu kämpfen. Die finanziellen Rahmenbedingungen und die Kontrolle über das Team sind dabei entscheidend. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Audi die gesetzten Ziele erreichen kann und welche Rolle das Formel-1-Engagement in der Gesamtstrategie des Unternehmens spielt.
Häufige Fragen
Was plant Audi mit seinem Formel-1-Team?
Wie hoch ist die Beteiligung von Katar am Audi-Team?
Welche Bedingungen stellt Audi für den Verkauf von Anteilen?
Wie steht es um die finanzielle Situation von Audi?
Was sind die Ziele von Audi in der Formel 1?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Audi Formel 1 Team im Fokus · Foto: Philipp Fahlbusch / Pexels


