⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 17.09.2026
Das Bundeszentralamt für Steuern warnt vor einer neuen Welle von Betrugsversuchen, bei denen gefälschte Steuerbescheide per E-Mail versendet werden. Diese Nachrichten können erhebliche finanzielle und persönliche Schäden verursachen.
- Betrugsversuche nehmen zu
- Gefälschte E-Mails im Umlauf
- Wichtige Hinweise zur Erkennung
Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hat erneut vor einer Welle von Betrugsversuchen gewarnt, bei denen gefälschte Steuerbescheide per E-Mail versendet werden. Diese betrügerischen Nachrichten zielen darauf ab, persönliche Daten von Bürgerinnen und Bürgern zu erlangen und können erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Die aktuelle Betrugsmasche ist nicht neu, jedoch hat die Häufigkeit solcher Versuche in den letzten Wochen zugenommen.
Was ist Betrug per E-Mail?

Betrug per E-Mail, auch bekannt als Phishing, ist eine Methode, bei der Kriminelle versuchen, sensible Informationen wie Passwörter, Bankdaten oder persönliche Identifikationsnummern zu stehlen. Dies geschieht häufig durch gefälschte E-Mails, die von vermeintlich vertrauenswürdigen Institutionen stammen. Im aktuellen Fall geben sich die Täter als das BZSt aus und versenden gefälschte Steuerbescheide mit dem Aktenzeichen 120. G59 201 729.
Die E-Mails enthalten oft das offizielle Logo des BZSt und fordern die Empfänger auf, einen Link zu öffnen, um angebliche Zahlungen zu leisten oder persönliche Daten zu bestätigen. Diese Links führen jedoch zu gefälschten Webseiten, die darauf abzielen, die Daten der Nutzer zu stehlen.
Wie erkenne ich gefälschte Steuerrechnungen?
Es gibt mehrere Anzeichen, die auf eine gefälschte Steuerrechnung hinweisen können. Zunächst sollten Sie misstrauisch werden, wenn Sie Zahlungsaufforderungen per E-Mail, SMS oder Brief erhalten, da das BZSt solche Mitteilungen in der Regel per Post versendet. Ein weiteres Warnsignal sind sprachliche Fehler oder die falsche Verwendung von Fachbegriffen in der Nachricht.
Ein weiteres typisches Merkmal ist die Aufforderung, Zahlungen an ausländische Konten zu leisten. Echte Zahlungen an das BZSt erfolgen ausschließlich auf inländische Konten der Bundeskasse. Wenn in der Nachricht keine Kontaktdaten einer zuständigen Person oder eines Fachbereichs angegeben sind, ist dies ebenfalls ein Hinweis auf einen Betrugsversuch.
Was tun bei Verdacht auf Betrug?
- Datum: 17.09.2026
- Aktenzeichen: 120. G59 201 729
- Betroffene: Bürgerinnen und Bürger in Deutschland
Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten, sollten Sie nicht darauf reagieren. Löschen Sie die Nachricht umgehend und öffnen Sie keine Links oder Dateianhänge. Im Zweifelsfall ist es ratsam, Ihre Bank und die Polizei zu informieren, insbesondere wenn Sie bereits persönliche Daten preisgegeben oder Zahlungen geleistet haben.
Das BZSt empfiehlt, verdächtige Nachrichten oder Betrugsversuche, zu denen auf der offiziellen Webseite noch keine Informationen veröffentlicht wurden, über ein Kontaktformular zu melden. Beachten Sie jedoch, dass Sie keine individuelle Rückmeldung auf Ihre Meldung erhalten werden.
Die Rolle von Cybersecurity in der heutigen Wirtschaft
In einer zunehmend digitalisierten Welt ist Cybersecurity ein entscheidender Faktor für den Schutz persönlicher und finanzieller Daten. Die aktuellen Betrugsversuche zeigen, wie wichtig es ist, sich über die neuesten Sicherheitsbedrohungen zu informieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Unternehmen und Privatpersonen sollten regelmäßig ihre Sicherheitsvorkehrungen überprüfen und sicherstellen, dass sie über aktuelle Informationen zu Betrugsversuchen verfügen.
Die Auswirkungen solcher Betrugsversuche können nicht nur finanzieller Natur sein, sondern auch das Vertrauen in digitale Dienstleistungen und die Wirtschaft insgesamt beeinträchtigen. Ein Verlust des Vertrauens kann zu einem Rückgang der Nutzung digitaler Angebote führen, was sich negativ auf die gesamte Wirtschaft auswirken kann.
Wie kann ich meine Daten schützen?
Um sich vor Betrug per E-Mail zu schützen, sollten Sie einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachten. Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter für Ihre Online-Konten und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer dies möglich ist. Achten Sie darauf, Ihre Software und Sicherheitsprogramme regelmäßig zu aktualisieren, um sich gegen die neuesten Bedrohungen zu schützen.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist, verdächtige E-Mails nicht zu ignorieren, sondern aktiv zu prüfen. Rufen Sie die offizielle Webseite der betreffenden Institution auf, um Informationen zu erhalten, anstatt Links in E-Mails zu folgen. Dies kann helfen, Phishing-Versuche zu vermeiden und Ihre persönlichen Daten zu schützen.
Fazit

Die Warnung des Bundeszentralamtes für Steuern vor gefälschten Steuerrechnungen ist ein wichtiger Hinweis für alle Bürgerinnen und Bürger. Betrug per E-Mail ist ein ernstzunehmendes Problem, das nicht nur individuelle Nutzer, sondern auch die Wirtschaft insgesamt betrifft. Indem Sie wachsam bleiben und geeignete Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, können Sie sich und Ihre Daten schützen. Bleiben Sie informiert und handeln Sie proaktiv, um Betrugsversuche zu erkennen und zu vermeiden.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich gefälschte Steuerrechnungen?
Was soll ich tun, wenn ich eine verdächtige E-Mail erhalte?
Wie kann ich meine Daten schützen?
Was sind typische Merkmale von Phishing-E-Mails?
Wo kann ich verdächtige E-Mails melden?
Quellen: Google News
Symbolbild: Warnung vor gefälschten Steuerrechnungen · Foto: Ann H / Pexels


