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Schweizer legen Wert auf Sicherheit beim Sparen

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 16.09.2026

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Schweizer beim Sparen vor allem auf Sicherheit setzen und den Vermögensaufbau hintanstellen. Dies hat weitreichende Implikationen für die Finanzlandschaft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sicherheit beim Sparen hat für 43% der Schweizer Priorität.
  • Die finanzielle Lage der Bevölkerung ist insgesamt robust.
  • Junge Menschen zeigen ein höheres Interesse an flexiblen Sparlösungen.

Eine aktuelle Studie der Migros Bank zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung beim Sparen vor allem auf Sicherheit setzt. Dies hat weitreichende Implikationen für die Finanzlandschaft des Landes. Die Erhebung, die zwischen dem 29. Juni und dem 23. Juli 2026 durchgeführt wurde, befragte knapp 3600 Personen ab 18 Jahren in allen Sprachregionen der Schweiz.

Was ist die Hauptmotivation der Schweizer beim Sparen?

Schweizer legen Wert auf Sicherheit beim Sparen
Symbolbild: Schweizer legen Wert auf Sicherheit beim Sparen · Foto: https://kaboompics.com/ / Pexels

Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass für 43% der Befragten die Sicherheit beim Sparen an erster Stelle steht. Diese Gruppe möchte vor allem vermeiden, Geld zu verlieren. Der langfristige Vermögensaufbau folgt mit 31%, während 30% der Befragten Flexibilität wünschen, um jederzeit auf ihr Geld zugreifen zu können. Diese Präferenzen zeigen, dass die Schweizer trotz der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten eine konservative Haltung gegenüber ihren Finanzen einnehmen.

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Zusätzlich zu diesen Hauptmotiven sind auch Steueroptimierung (28%), die Vorbereitung auf die Pensionierung (26%) und der Schutz vor unerwarteten Ausgaben (25%) wichtige Faktoren, die die Spargewohnheiten der Schweizer beeinflussen. Lediglich 3% der Befragten gaben an, kein Geld auf die Seite zu legen, was die Sparneigung in der Schweiz unterstreicht.

Wie sieht die finanzielle Lage der Schweizer aus?

Die finanzielle Situation der Schweizer Bevölkerung präsentiert sich insgesamt als robust. Nur 10% der Befragten hatten in den letzten zwölf Monaten Schwierigkeiten, Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Dies deutet darauf hin, dass die Mehrheit der Bevölkerung in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zudem gaben 86% der Befragten an, dass sie eine unerwartete Ausgabe von rund 2500 Franken ohne Kreditaufnahme oder den Verkauf von Wertsachen stemmen könnten.

Trotz dieser positiven Aspekte macht sich laut der Studie fast jeder Zweite häufig Sorgen um seine finanzielle Situation. Diese Sorgen könnten durch die Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft, wie Inflation und Zinsentwicklung, verstärkt werden. Die Schweizer scheinen sich jedoch gut aufgestellt zu fühlen, um mit diesen Herausforderungen umzugehen.

Der Einfluss des Alters auf die Spargewohnheiten

Fakten auf einen Blick

  • 43% der Schweizer legen beim Sparen Wert auf Sicherheit.
  • Knapp 60% der Bevölkerung haben im letzten Jahr regelmäßig gespart.
  • Nur 10% hatten Schwierigkeiten, Rechnungen pünktlich zu bezahlen.

Ein interessanter Aspekt der Studie ist der Einfluss des Alters auf die Spargewohnheiten. Mit zunehmendem Alter gewinnt die Sicherheit beim Sparen an Bedeutung. Frauen messen diesem Aspekt zudem mehr Gewicht bei als Männer. Dies könnte darauf hindeuten, dass ältere Menschen, die näher an der Pensionierung sind, ein größeres Bedürfnis nach finanzieller Sicherheit haben.

Im Gegensatz dazu zeigt sich beim Vermögensaufbau ein umgekehrtes Bild: Die Bedeutung des Vermögensaufbaus nimmt mit dem Alter ab, und Frauen legen diesem Aspekt weniger Gewicht bei als Männer. Dies könnte darauf hindeuten, dass jüngere Menschen eher bereit sind, Risiken einzugehen, um potenziell höhere Renditen zu erzielen, während ältere Menschen sich auf den Erhalt ihres Vermögens konzentrieren.

Die Rolle der Vorsorge in der Finanzplanung

Die Studie zeigt auch, dass sich 62% der Befragten stark oder sehr stark mit Vorsorgethemen beschäftigen. Dabei konzentriert sich das Engagement jedoch vor allem auf einfach umsetzbare Maßnahmen wie das Sparen in der Säule 3a. Über die Hälfte der Befragten zahlt regelmäßig in die dritte Säule ein, was auf ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung der Altersvorsorge hinweist.

Allerdings haben nur rund ein Drittel der Befragten ihren Vorsorgeausweis auf mögliche Lücken geprüft, und 30% haben sich mit Themen wie Nachlass, Testament oder Patientenverfügung beschäftigt. Dies zeigt, dass es noch Raum für Verbesserungen in der finanziellen Bildung und der proaktiven Planung gibt.

Die Herausforderungen der Altersvorsorge

Die Sorgen um die Altersvorsorge sind in der Schweizer Bevölkerung weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der Befragten befürchtet, ihren Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Dies könnte durch die Unsicherheiten in der Wirtschaft, wie Inflation und mögliche Markteinbrüche, verstärkt werden. Die Studie zeigt, dass 52% der Erwerbstätigen Krankheit und Unfall als das größte Risiko für ihre Altersvorsorge betrachten, gefolgt von Inflation (38%) und Phasen der Erwerbslosigkeit (29%).

Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung sich der Risiken bewusst ist, legen viele ihre privaten Vorsorgegelder eher risikoarm an. Diese Vorsicht könnte langfristig zu einem Risiko für eine ausreichende Altersvorsorge werden, da sie potenzielle Renditechancen verpasst. Es ist entscheidend, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit und Rendite zu finden, um die finanzielle Zukunft abzusichern.

Fazit

Schweizer legen Wert auf Sicherheit beim Sparen
Symbolbild: Schweizer legen Wert auf Sicherheit beim Sparen · Foto: veerasak Piyawatanakul / Pexels

Zusammenfassend zeigt die aktuelle Studie, dass die Schweizer Bevölkerung beim Sparen vor allem auf Sicherheit setzt und den Vermögensaufbau hintanstellt. Diese Präferenz hat weitreichende Implikationen für die Finanzlandschaft, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Trends in Zukunft entwickeln werden und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die finanzielle Bildung und das Bewusstsein für die Altersvorsorge weiter zu fördern.

Häufige Fragen

Warum ist Sicherheit beim Sparen für Schweizer wichtig?
Die Schweizer Bevölkerung hat eine starke Präferenz für Sicherheit, um Geldverluste zu vermeiden. Dies zeigt sich in der aktuellen Studie, die Sicherheit als Hauptmotiv beim Sparen identifiziert.
Wie viele Schweizer sparen regelmäßig?
Laut der Studie haben knapp 60% der Bevölkerung im letzten Jahr regelmäßig Geld gespart, was die Sparneigung in der Schweiz unterstreicht.
Welche Altersgruppen legen besonderen Wert auf Sicherheit?
Mit zunehmendem Alter gewinnt die Sicherheit beim Sparen an Bedeutung. Frauen messen diesem Aspekt zudem mehr Gewicht bei als Männer.
Was sind die häufigsten Sparmotive der Schweizer?
Neben der Sicherheit sind Steueroptimierung, Vorbereitung auf die Pensionierung und der Schutz vor unerwarteten Ausgaben wichtige Sparmotive für die Schweizer Bevölkerung.
Wie sieht die finanzielle Lage der Schweizer aus?
Die finanzielle Situation der Schweizer ist insgesamt robust. Nur 10% hatten in den letzten zwölf Monaten Schwierigkeiten, Rechnungen pünktlich zu bezahlen.

Quellen: Google News

Symbolbild: Schweizer legen Wert auf Sicherheit beim Sparen · Foto: Andrea Piacquadio / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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