⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 04.07.2026
Jeremy Grantham, einer der bekanntesten Bären der Wall Street, äußert sich erneut kritisch zu Bitcoin und prognostiziert dessen schleichendes Aussterben.
- Grantham sieht Bitcoin als wertlos an.
- Die 60.000-Dollar-Marke ist entscheidend für den Kurs.
- Privatanleger wenden sich zunehmend von Bitcoin ab.
Am 4. Juli 2026 äußerte Jeremy Grantham, Mitbegründer von GMO und einer der bekanntesten Bären der Wall Street, erneut seine kritische Haltung gegenüber Bitcoin. Grantham prognostiziert, dass die führende Kryptowährung allmählich an Bedeutung verlieren wird und letztendlich auf null fallen könnte. Diese Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin unter der entscheidenden Marke von 60.000 US-Dollar notiert, was als kritische Unterstützung für den Kurs gilt.
Wer ist Jeremy Grantham?

Jeremy Grantham ist ein prominenter Investor und Mitbegründer der Vermögensverwaltung GMO. Er hat sich einen Namen gemacht, indem er vor großen Finanzblasen warnte, darunter die Dotcom-Blase und die Immobilienkrise von 2008. Grantham ist bekannt für seine skeptische Haltung gegenüber spekulativen Anlagen, insbesondere Kryptowährungen. In seinen jüngsten Äußerungen bezeichnete er Bitcoin als „nutzlosen, spekulativen Mechanismus“, der keinen inneren Wert besitze.
Seine Kritik richtet sich nicht nur gegen Bitcoin selbst, sondern auch gegen die allgemeine Wahrnehmung der Kryptowährung als Wertspeicher. Grantham argumentiert, dass Bitcoin in der realen Wirtschaft nicht als Zahlungsmittel akzeptiert wird und somit keinen praktischen Nutzen hat. Er sieht die Kryptowährung als ein Instrument, das hauptsächlich von Kriminellen genutzt wird, um Geld zu verschieben, ohne dabei aufzufallen.
Die aktuelle Marktsituation von Bitcoin
Der Bitcoin-Kurs hat in den letzten Monaten erheblich gelitten und liegt derzeit rund 60 % unter seinem Höchststand von etwa 126.000 US-Dollar. Analysten warnen, dass ein Bruch der 60.000-Dollar-Marke zu einem weiteren Rückgang auf etwa 40.000 US-Dollar führen könnte. John Roque von 22V Research hat diese Marke als kritisches Abwärtsziel identifiziert. Sollte Bitcoin unter diese Unterstützung fallen, könnte dies das Vertrauen der Anleger weiter erschüttern und zu einem massiven Ausverkauf führen.
Die Marktstimmung ist angespannt, da viele Privatanleger ihr Kapital zunehmend in wachstumsstarke Technologien und KI-Aktien umschichten. Dies könnte die Nachfrage nach Bitcoin weiter verringern und die Volatilität der Kryptowährung erhöhen. Analysten wie Katie Stockton betonen, dass die aktuelle Handelsspanne auf einem wichtigen Fibonacci-Niveau liegt und ein Durchbruch unter die 60.000-Dollar-Marke ernsthafte Konsequenzen haben könnte.
Granthams Prognose für die Zukunft von Bitcoin
- Datum: 04.07.2026
- Bitcoin-Kurs: unter 60.000 US-Dollar
- Grantham: Bitcoin wird auf null fallen
Grantham ist überzeugt, dass Bitcoin nicht plötzlich zusammenbrechen wird, sondern allmählich an Bedeutung verlieren wird. Er beschreibt diesen Prozess als „Wimmern“ statt eines plötzlichen Knalls. Diese Sichtweise wird von vielen Analysten geteilt, die darauf hinweisen, dass Bitcoin in der breiten Öffentlichkeit noch nicht als alltägliches Zahlungsmittel akzeptiert wird und somit seine Rolle als Wertspeicher in Frage steht.
Die Skepsis gegenüber Bitcoin wird durch die Tatsache verstärkt, dass die Kryptowährung in der Vergangenheit bereits erhebliche Kursrückgänge erlebt hat. Frühere Bärenmärkte haben Rückgänge von 75 % bis 80 % verzeichnet, und einige Analysten warnen, dass ähnliche Verluste auch in der aktuellen Marktsituation möglich sind. Grantham selbst sieht Bitcoin als „unnötigen Unsinn“, der langfristig keinen Restwert haben wird.
Die Rolle von Inflation und Zinsen
Inflation und Zinsen spielen eine entscheidende Rolle im aktuellen Finanzumfeld und beeinflussen die Wahrnehmung von Bitcoin als Wertspeicher. Während einige Anleger Bitcoin als Absicherung gegen Inflation betrachten, sieht Grantham die Kryptowährung nicht als stabilen Wert an. Er argumentiert, dass Bitcoin in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit nicht die Sicherheit bietet, die viele Investoren erwarten.
Die jüngsten Äußerungen von Kevin Warsh, dem Vorsitzenden der Federal Reserve, über gesunkene Inflationsrisiken haben kurzfristig zu einem Anstieg des Bitcoin-Kurses über 61.000 US-Dollar geführt. Dennoch bleibt die Unsicherheit hoch, da viele Fed-Vertreter eine Zinserhöhung erwarten, was die Marktbedingungen für Bitcoin weiter belasten könnte.
Marktanalyse und Ausblick
Die Marktanalysen zeigen ein gespaltenes Bild. Während einige Analysten Granthams pessimistische Prognosen unterstützen, glauben andere, dass Bitcoin trotz der aktuellen Schwierigkeiten langfristig bestehen bleibt. Die Entwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen und die mögliche Einführung von Bitcoin-ETFs könnten das Interesse institutioneller Investoren wiederbeleben und die Marktbedingungen verbessern.
Die aktuelle Situation erfordert von Anlegern eine sorgfältige Analyse der Marktbedingungen und der technischen Niveaus. Die 60.000-Dollar-Marke bleibt ein entscheidender Punkt, und ein Bruch könnte zu einem weiteren Rückgang führen. Anleger sollten sich der Risiken bewusst sein und ihre Strategien entsprechend anpassen.
Fazit

Die Aussagen von Jeremy Grantham über das Aussterben von Bitcoin werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Herausforderungen, mit denen die Kryptowährung konfrontiert ist. Während einige Anleger weiterhin an das Potenzial von Bitcoin glauben, bleibt die Skepsis unter vielen Marktteilnehmern hoch. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob Bitcoin seine Position im Finanzsystem behaupten kann oder ob Granthams Prognose eines schleichenden Aussterbens Realität wird.
Häufige Fragen
Was sind die Hauptargumente von Jeremy Grantham gegen Bitcoin?
Wie steht der Bitcoin-Kurs aktuell?
Was könnte die Zukunft von Bitcoin beeinflussen?
Welche Rolle spielt die Inflation für Bitcoin?
Wie reagieren Analysten auf Granthams Aussagen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Bitcoin Kursentwicklung und Marktanalysen · Foto: AlphaTradeZone / Pexels


