⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 21.08.2026
Borussia Dortmund hat für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Verlust von 21,7 Millionen Euro vermeldet, was auf das frühe Ausscheiden in der Champions League zurückzuführen ist.
- BVB verzeichnete einen Umsatzrückgang von 12 Prozent.
- Finanzchef Thomas Treß spricht von erheblichen finanziellen Einbußen.
- Das Management zeigt sich optimistisch für die kommende Saison.
Borussia Dortmund hat in seinem jüngsten Finanzbericht einen Verlust von 21,7 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2025/26 bekannt gegeben. Diese Entwicklung ist vor allem auf das frühe Ausscheiden in der Champions League zurückzuführen, das dem Verein erhebliche Einnahmeverluste beschert hat. Im Vorjahr konnte der BVB noch einen Gewinn von 6,5 Millionen Euro erzielen, was den aktuellen Rückgang umso dramatischer erscheinen lässt.
Umsatzrückgang und Champions-League-Erlöse

Der Umsatz des Vereins sank um rund 12 Prozent auf 460,5 Millionen Euro. Ein wesentlicher Faktor für diesen Rückgang sind die Champions-League-Erlöse, die um 31,4 Millionen Euro geringer ausfielen als im Vorjahr. Finanzchef Thomas Treß erklärte, dass das frühe Ausscheiden in der Champions League und die damit verbundenen finanziellen Einbußen nicht nur die Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb, sondern auch die Ticketverkäufe und Catering-Einnahmen für ein weiteres Heimspiel betrafen.
In der Bundesliga konnte Borussia Dortmund zwar mit 73 Punkten den zweiten Tabellenplatz erreichen, jedoch war dies nicht ausreichend, um die finanziellen Einbußen aus den internationalen Wettbewerben auszugleichen. Der Sprecher der Geschäftsführung, Carsten Cramer, äußerte, dass die Erwartungen sowohl sportlich als auch wirtschaftlich nicht erfüllt wurden.
Finanzielle Auswirkungen auf die BVB-Aktie
Die finanziellen Schwierigkeiten des Vereins haben auch Auswirkungen auf die BVB-Aktie. Diese fiel zeitweise um 0,16 Prozent auf 3,17 Euro. Anleger reagieren sensibel auf die Nachrichten über die finanzielle Lage des Vereins, was sich in der Kursentwicklung widerspiegelt. Die Unsicherheit über die zukünftige Leistung des Vereins könnte potenzielle Investoren abschrecken und die Aktie weiter belasten.
Die Abhängigkeit von den Einnahmen aus internationalen Wettbewerben ist ein zentrales Thema, das nicht nur Borussia Dortmund, sondern auch andere Fußballvereine betrifft. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, wie sie durch Inflation und steigende Zinsen geprägt sind, wird es für Vereine zunehmend schwieriger, stabile Einnahmequellen zu finden.
Strategien zur Kostenreduzierung
- Verlust: 21,7 Millionen Euro
- Umsatz: 460,5 Millionen Euro
- Champions-League-Erlöse: 31,4 Millionen Euro geringer
Um den finanziellen Herausforderungen zu begegnen, hat das Management von Borussia Dortmund bereits Maßnahmen zur Kostenreduzierung ergriffen. Diese beinhalten unter anderem eine Überprüfung der Personalaufwendungen und die Optimierung der Betriebskosten. Cramer betonte, dass trotz der aktuellen Situation eine positive Geschäftsentwicklung in der Zukunft erwartet wird. Der Verein plant, die Mannschaft zu verstärken und die Abhängigkeit von hohen Transfereinnahmen zu reduzieren, um langfristig stabilere Finanzen zu gewährleisten.
Die Maßnahmen zur Kostenreduzierung sind besonders wichtig, da die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch steigende Zinsen und Inflation zunehmend herausfordernd werden. Diese Faktoren können die finanzielle Flexibilität von Vereinen wie Borussia Dortmund weiter einschränken.
Prognose für die kommende Saison
Für die Saison 2026/27 zeigt sich das Management optimistisch. Es wird erwartet, dass der BVB in der Bundesliga unter die ersten drei Plätze kommt und sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League mindestens das Achtelfinale erreicht. Die Prognose sieht eine schwarze Null oder einen Gewinn von bis zu 10 Millionen Euro vor, was eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr darstellen würde.
Der Umsatz soll im Korridor von 485 bis 495 Millionen Euro liegen, was grob gesagt 25 Millionen Euro höher ist als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Diese positiven Aussichten könnten dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger in die BVB-Aktie wiederherzustellen und die finanzielle Stabilität des Vereins zu sichern.
Fazit

Die finanziellen Herausforderungen, vor denen Borussia Dortmund steht, sind erheblich, insbesondere im Hinblick auf das frühe Ausscheiden aus der Champions League und die damit verbundenen Einnahmeverluste. Dennoch zeigt das Management Entschlossenheit, die Situation zu verbessern und die finanziellen Grundlagen des Vereins zu stärken. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die geplanten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können und ob der BVB in der Lage ist, seine finanziellen Ziele zu erreichen.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Verlust von Borussia Dortmund?
Was sind die Gründe für den Verlust?
Wie hat sich der Umsatz entwickelt?
Welche Maßnahmen plant der BVB für die Zukunft?
Wie sieht die Prognose für die kommende Saison aus?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Borussia Dortmund: Finanzielle Herausforderungen · Foto: George Zografidis / Pexels


