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Ehrenamt und Steuer 2025: Pauschalen und Änderungen 2026 im Fokus

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 14.06.2026

Ab 2026 steigen die steuerfreien Pauschalen für Ehrenamtliche in Deutschland erheblich. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Regelungen und bevorstehenden Änderungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ehrenamtspauschale steigt auf 960 Euro 2026.
  • Übungsleiterpauschale erhöht sich auf 3.300 Euro.
  • Steuerliche Vorteile fördern ehrenamtliches Engagement.

In Deutschland wird ehrenamtliches Engagement zunehmend wertgeschätzt und gefördert. Ab dem 1. Januar 2026 treten bedeutende Änderungen in Kraft, die die steuerfreien Pauschalen für Ehrenamtliche und Übungsleiter erhöhen. Diese Anpassungen sind nicht nur ein finanzieller Anreiz, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement in der Zivilgesellschaft.

Was sind die aktuellen steuerfreien Pauschalen für Ehrenamtliche?

Ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinschaft
Symbolbild: Ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinschaft · Foto: Julia M Cameron / Pexels

Für das Jahr 2025 gelten die bisherigen steuerlichen Freibeträge. Die Ehrenamtspauschale beträgt derzeit 840 Euro pro Jahr und gilt für verschiedene ehrenamtliche Tätigkeiten, wie beispielsweise Vorstandsarbeit in Vereinen oder die Organisation von Veranstaltungen. Die Übungsleiterpauschale, die für Trainer, Ausbilder und Betreuer in Sportvereinen gilt, beträgt 3.000 Euro pro Jahr. Diese Pauschalen sind steuerfrei, müssen jedoch in der Steuererklärung angegeben werden.

Die Ehrenamtspauschale ist besonders wichtig für Personen, die sich in ihrer Freizeit für gemeinnützige Zwecke engagieren. Sie ermöglicht es, einen Teil der Aufwandsentschädigungen steuerfrei zu erhalten, was das ehrenamtliche Engagement fördert. Die Übungsleiterpauschale hingegen richtet sich speziell an Personen, die im Sportbereich tätig sind und dort Verantwortung übernehmen.

Änderungen ab 2026: Höhere Pauschalen für Ehrenamtliche

Ab dem 1. Januar 2026 wird die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro angehoben. Dies stellt eine signifikante Erhöhung dar und soll dazu beitragen, mehr Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die Übungsleiterpauschale wird ebenfalls erhöht, und zwar auf 3.300 Euro pro Jahr. Diese Anpassungen sind Teil eines umfassenden Steueränderungsgesetzes, das darauf abzielt, das ehrenamtliche Engagement in Deutschland weiter zu stärken.

Die Erhöhung der Pauschalen ist nicht nur ein finanzieller Vorteil für die Ehrenamtlichen, sondern auch ein wichtiges Signal der Gesellschaft, dass ehrenamtliche Tätigkeiten wertgeschätzt werden. In Zeiten von Inflation und wirtschaftlichen Unsicherheiten sind solche steuerlichen Erleichterungen besonders relevant, da sie den finanziellen Druck auf Ehrenamtliche verringern können.

Voraussetzungen für die steuerfreien Pauschalen

Fakten auf einen Blick

  • Ehrenamtspauschale 2025: 840 Euro steuerfrei
  • Ehrenamtspauschale 2026: 960 Euro steuerfrei
  • Übungsleiterpauschale 2025: 3.000 Euro steuerfrei
  • Übungsleiterpauschale 2026: 3.300 Euro steuerfrei

Um die Ehrenamtspauschale und die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die Tätigkeit muss nebenberuflich ausgeübt werden und darf maximal ein Drittel einer vergleichbaren Vollzeittätigkeit umfassen. Zudem müssen die Tätigkeiten für eine gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Körperschaft erbracht werden, und die erbrachten Leistungen müssen einem ideellen Zweck dienen.

Diese Regelungen sind wichtig, um sicherzustellen, dass die steuerlichen Vorteile tatsächlich denjenigen zugutekommen, die sich in der Gesellschaft engagieren. Ehrenamtliche, die mehrere Tätigkeiten ausüben, können unter Umständen von beiden Pauschalen profitieren, solange die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

Steuerliche Behandlung der Pauschalen

Obwohl die Ehrenamtspauschale und die Übungsleiterpauschale steuerfrei sind, müssen sie dennoch in der Steuererklärung angegeben werden. Die Ehrenamtspauschale wird in der Anlage N unter den Einnahmen aus dem Hauptberuf eingetragen. Wenn die steuerfreien Beträge überschritten werden, muss der übersteigende Betrag als steuerpflichtiger Arbeitslohn angegeben werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt, den Ehrenamtliche beachten sollten, um unangenehme Überraschungen bei der Steuererklärung zu vermeiden.

Die steuerlichen Regelungen bieten zahlreiche Vorteile und Anreize, sich in der Gesellschaft zu engagieren. Mit den bevorstehenden Änderungen im Jahr 2026, die die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro und die Übungsleiterpauschale auf 3.300 Euro erhöhen, wird das ehrenamtliche Engagement weiter gestärkt.

Der Einfluss von Inflation und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

In Zeiten von Inflation und wirtschaftlichen Unsicherheiten ist es besonders wichtig, dass ehrenamtliche Tätigkeiten gefördert werden. Die Erhöhung der steuerfreien Pauschalen kann dazu beitragen, dass mehr Menschen bereit sind, sich in ihrer Freizeit zu engagieren, ohne sich um die finanziellen Aspekte sorgen zu müssen. Dies ist nicht nur für die Ehrenamtlichen selbst von Vorteil, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt, da ehrenamtliches Engagement oft einen wichtigen Beitrag zur sozialen Stabilität leistet.

Die steuerlichen Erleichterungen können auch dazu führen, dass mehr Menschen in der Lage sind, sich in Bereichen zu engagieren, die für die Gesellschaft von großer Bedeutung sind, wie beispielsweise in der Jugendarbeit, der Altenpflege oder der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Diese Tätigkeiten sind oft mit hohen emotionalen und zeitlichen Aufwänden verbunden, und die steuerlichen Vorteile können hier eine wertvolle Unterstützung bieten.

Fazit

Ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinschaft
Symbolbild: Ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinschaft · Foto: Vitaly Gariev / Pexels

Die bevorstehenden Änderungen der steuerfreien Pauschalen für Ehrenamtliche ab 2026 sind ein positives Signal für das ehrenamtliche Engagement in Deutschland. Mit der Erhöhung der Ehrenamtspauschale auf 960 Euro und der Übungsleiterpauschale auf 3.300 Euro wird die Wertschätzung für die Arbeit von Ehrenamtlichen deutlich. Diese Maßnahmen sind nicht nur ein finanzieller Anreiz, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Förderung des sozialen Zusammenhalts in der Gesellschaft. Ehrenamtliche sollten sich über die geltenden Vorschriften informieren und die steuerlichen Vorteile optimal nutzen, um ihre wertvolle Arbeit in der Gemeinschaft zu honorieren.

Häufige Fragen

Was ist die Ehrenamtspauschale?
Die Ehrenamtspauschale ist ein steuerfreier Betrag, den Ehrenamtliche für ihre Aufwandsentschädigungen erhalten können. Ab 2026 beträgt dieser Betrag 960 Euro pro Jahr.
Wie hoch ist die Übungsleiterpauschale 2026?
Die Übungsleiterpauschale wird ab 2026 auf 3.300 Euro pro Jahr erhöht. Diese Pauschale gilt für Trainer, Ausbilder und Betreuer in Sportvereinen.
Welche Voraussetzungen müssen für die Pauschalen erfüllt sein?
Um die steuerfreien Pauschalen zu erhalten, muss die Tätigkeit nebenberuflich für eine gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Körperschaft ausgeübt werden und einem ideellen Zweck dienen.
Muss die Ehrenamtspauschale in der Steuererklärung angegeben werden?
Ja, die Ehrenamtspauschale muss in der Steuererklärung angegeben werden, auch wenn sie steuerfrei ist. Sie wird in der Anlage N unter den Einnahmen aus dem Hauptberuf eingetragen.
Was passiert, wenn die Pauschalen überschritten werden?
Wenn die steuerfreien Beträge überschritten werden, muss der übersteigende Betrag als steuerpflichtiger Arbeitslohn angegeben werden.

Quellen: Google News

Symbolbild: Ehrenamtliche Arbeit in der Gemeinschaft · Foto: RDNE Stock project / Pexels

Stefan Wagner
Stefan Wagner
Stefan Wagner widmet sich den Themen Altersvorsorge und Versicherungen. Er erklärt verständlich, welche Vorsorgemodelle es gibt und worauf man bei langfristigen Entscheidungen achten sollte. Bei Finanz-Echo möchte er dazu beitragen, dass auch trockene Themen wie Renten- und Absicherungsfragen greifbar werden.
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