StartWirtschaft & KonjunkturEnttäuschendes Tagesgeld: Nur zwölf Banken geben EZB-Zinsen weiter

Enttäuschendes Tagesgeld: Nur zwölf Banken geben EZB-Zinsen weiter

Transparenzhinweis: Die Inhalte dieses Beitrags wurden ganz oder teilweise mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft.

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.07.2026

Die jüngste Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat nur bei wenigen Banken zu höheren Tagesgeldzinsen geführt. Gerade einmal zwölf Anbieter haben die Zinsen merklich angehoben, was für Sparer enttäuschend ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • EZB-Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte.
  • Nur 12 Banken geben die Erhöhung weiter.
  • Durchschnittlicher Zinssatz bei überregionalen Banken liegt bei 1,36 Prozent.

Die jüngste Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat für Sparer in Deutschland eine ernüchternde Realität offenbart. Trotz einer Anhebung des Einlagenzinses um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent haben nur zwölf Banken von insgesamt 800 untersuchten Instituten diese Erhöhung an ihre Kunden weitergegeben. Dies wirft Fragen zur Fairness und Transparenz im Bankensektor auf und zeigt, wie wenig Vertrauen Sparer in die Banken haben können, wenn es um die Weitergabe von Zinsanpassungen geht.

Was geschah bei der EZB-Zinserhöhung?

Tagesgeld und Zinserhöhungen im Fokus
Symbolbild: Tagesgeld und Zinserhöhungen im Fokus · Foto: Kampus Production / Pexels

Am 15. Juni 2026 beschloss die EZB, den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen. Diese Entscheidung wurde als Reaktion auf die anhaltend hohe Inflation und die Notwendigkeit, die Wirtschaft zu stabilisieren, getroffen. Die EZB hofft, dass höhere Zinsen dazu beitragen, die Inflation zu dämpfen und die Kaufkraft der Verbraucher zu stärken. Doch die Realität sieht anders aus: Die meisten Banken scheinen nicht bereit zu sein, diese Vorteile an ihre Kunden weiterzugeben.

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Wie viele Banken geben die Zinserhöhung weiter?

Eine aktuelle Analyse des Vergleichsportals Biallo zeigt, dass von den 168 überregionalen Banken, 339 Genossenschaftsbanken und 293 Sparkassen lediglich 12 Anbieter ihre Tagesgeldzinsen in den zwei Wochen nach der EZB-Zinsanhebung um mindestens 0,20 Prozentpunkte erhöht haben. Unter diesen Anbietern sind keine Sparkassen oder Volksbanken zu finden, was die Enttäuschung der Sparer nur verstärkt.

Die besten Tagesgeldangebote im Überblick

Unter den wenigen Banken, die die Zinserhöhung weitergegeben haben, bietet die Ascory Bank den besten Standard-Zinssatz von 2,50 Prozent pro Jahr für einen Anlagebetrag von 10.000 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Bigbank und Revolut mit jeweils 2,25 Prozent, während Cosmos Direkt mit 2,20 Prozent auf dem vierten Platz landet. Diese Zinsen sind jedoch im Vergleich zu den aktuellen Inflationsraten, die im Juni bei 2,3 Prozent lagen, nur marginal vorteilhaft.

Warum reagieren Banken nicht auf die Zinserhöhung?

Fakten auf einen Blick

  • Nur 12 von 800 Banken haben die EZB-Zinserhöhung weitergegeben.
  • Die EZB hat den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent erhöht.
  • Der beste Zinssatz für Tagesgeld liegt aktuell bei 2,50 Prozent.

Die Zurückhaltung der Banken, die Zinsen an ihre Kunden weiterzugeben, könnte mehrere Gründe haben. Zum einen profitieren Banken von den höheren Zinsen, die sie selbst für Einlagen erhalten, ohne diese an die Sparer weiterzugeben. Dies führt zu einem zusätzlichen Gewinn für die Banken, während die Sparer weiterhin unter den niedrigen Zinsen leiden. Zum anderen könnte die Angst vor einem möglichen Rückgang der Kundeneinlagen eine Rolle spielen, da höhere Zinsen bei anderen Banken zu einem Abfluss von Geldern führen könnten.

Die Auswirkungen auf Sparer und die Wirtschaft

Für Sparer bedeutet die aktuelle Situation, dass sie weiterhin mit niedrigen Zinsen leben müssen, während die Inflation ihre Kaufkraft erodiert. Ein Zinssatz von 0,44 Prozent, wie er bei vielen Sparkassen angeboten wird, führt dazu, dass Sparer am Jahresende nur 44 Euro Zinsen auf eine Anlage von 10.000 Euro erhalten. Im Vergleich dazu würden 250 Euro Zinsen bei einem Zinssatz von 2,5 Prozent winken. Diese Diskrepanz zeigt, wie wichtig es ist, die besten Angebote zu vergleichen und gegebenenfalls die Bank zu wechseln.

Was können Sparer tun?

Tipp: Sparer sollten regelmäßig die Zinssätze ihrer Banken überprüfen und gegebenenfalls zu Instituten wechseln, die höhere Zinsen anbieten. Es lohnt sich, die Angebote von überregionalen Banken und Online-Anbietern zu vergleichen, da diese oft bessere Konditionen bieten als lokale Sparkassen oder Volksbanken. Zudem sollten Sparer darauf achten, dass die Zinsen über der Inflationsrate liegen, um den Wert ihres Geldes zu erhalten.

Fazit

Tagesgeld und Zinserhöhungen im Fokus
Symbolbild: Tagesgeld und Zinserhöhungen im Fokus · Foto: Towfiqu barbhuiya / Pexels

Die aktuelle Zinserhöhung der EZB hat nur bei wenigen Banken zu einer spürbaren Verbesserung der Tagesgeldzinsen geführt. Die Tatsache, dass nur zwölf Banken die Erhöhung weitergegeben haben, ist enttäuschend und zeigt, dass Sparer weiterhin unter den niedrigen Zinsen leiden. Um die besten Angebote zu finden und die eigene Kaufkraft zu sichern, ist es für Sparer unerlässlich, die Zinsen regelmäßig zu vergleichen und gegebenenfalls die Bank zu wechseln.

Häufige Fragen

Was sind die aktuellen Zinssätze für Tagesgeld?
Der beste Zinssatz für Tagesgeld liegt derzeit bei 2,50 Prozent pro Jahr, angeboten von der Ascory Bank.
Wie viele Banken haben die EZB-Zinserhöhung weitergegeben?
Nur zwölf von 800 untersuchten Banken haben die Zinserhöhung der EZB an ihre Kunden weitergegeben.
Was bedeutet die Zinserhöhung für Sparer?
Die Zinserhöhung könnte für Sparer von Vorteil sein, jedoch profitieren nur wenige von den höheren Zinsen, was die Kaufkraft unter Druck setzt.
Wie hoch ist die Inflationsrate aktuell?
Die Inflationsrate lag im Juni 2026 bei 2,3 Prozent, was bedeutet, dass viele Tagesgeldangebote unterhalb der Inflationsrate liegen.
Welche Banken bieten die besten Tagesgeldzinsen?
Die besten Tagesgeldzinsen bieten derzeit die Ascory Bank mit 2,50 Prozent, gefolgt von Bigbank und Revolut mit jeweils 2,25 Prozent.

Quellen: Google News

Symbolbild: Tagesgeld und Zinserhöhungen im Fokus · Foto: Stephen Leonardi / Pexels

Carolin Berger
Carolin Berger
Carolin Berger schreibt über alles rund um die persönliche Finanzplanung: Sparen, Budgetieren und der Umgang mit dem eigenen Geld im Alltag. Ihr ist wichtig, dass Finanzthemen niemanden überfordern, sondern praktisch und nachvollziehbar bleiben. In ihren Beiträgen verbindet sie konkrete Tipps mit einem realistischen Blick auf das, was im Alltag tatsächlich umsetzbar ist.
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