⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 10.08.2026
Ein neuer Vorschlag von sechs Ethereum-Forschern könnte die Staking-Rendite von ETH auf null senken, was weitreichende Auswirkungen auf den Krypto-Markt und die Finanzwirtschaft haben könnte.
- Staking-Rendite könnte auf null sinken, wenn 60,25 Millionen ETH gestakt sind.
- Der Vorschlag hat bereits Widerstand aus der DeFi-Community ausgelöst.
- Langfristige Auswirkungen auf die Knappheit und Bewertung von ETH sind zu erwarten.
Im August 2026 haben sechs Forscher, darunter prominente Mitglieder der Ethereum-Community, einen Vorschlag eingereicht, der die Staking-Rendite von Ethereum (ETH) auf null senken könnte. Dieser Vorschlag, bekannt als EIP-8361, zielt darauf ab, die Nettoneuemission von ETH zu reduzieren, sobald etwa 60,25 Millionen ETH gestakt sind. Dies könnte weitreichende Auswirkungen auf den Krypto-Markt und die Finanzwirtschaft haben.
Was ist der Vorschlag zur Staking-Rendite von Ethereum?

Der Vorschlag, der am 4. August 2026 eingereicht wurde, sieht vor, dass die Staking-Rendite für Validatoren schrittweise auf null gesenkt wird, wenn die Menge an gestaktem ETH einen bestimmten Punkt erreicht. Der Mechanismus sieht vor, dass ein Teil der Belohnungen, die Validatoren für ihre Arbeit erhalten, verbrannt wird, anstatt an sie ausgezahlt zu werden. Dies bedeutet, dass die Validatoren weiterhin für ihre Arbeit bezahlt werden, jedoch ohne die neu erzeugten ETH, die stattdessen vernichtet werden.
Die Forscher argumentieren, dass diese Maßnahme notwendig ist, um die langfristige Knappheit und Bewertung von ETH zu stärken. Durch die Begrenzung der Nettoneuemission könnte die Verwässerung der bestehenden Inhaber von ETH reduziert werden, was potenziell zu einer Stabilisierung des Preises führen könnte.
Wer sind die Autoren des Vorschlags?
Zu den Autoren des Vorschlags gehören Justin Drake von der Ethereum Foundation und Jérôme de Tychey, Präsident von Ethereum France. Diese Forscher sind in der Ethereum-Community gut vernetzt und haben bereits in der Vergangenheit an wichtigen Entwicklungen des Netzwerks mitgewirkt. Ihre Expertise und ihr Einfluss könnten entscheidend dafür sein, ob dieser Vorschlag angenommen wird oder nicht.
Die Einreichung des Vorschlags hat bereits eine lebhafte Diskussion innerhalb der Community ausgelöst, wobei einige Mitglieder die potenziellen Vorteile betonen, während andere vor den Risiken warnen, die mit einer Null-Rendite verbunden sind.
Welche Auswirkungen hat der Vorschlag auf den Krypto-Markt?
- Vorschlag eingereicht am: 4. August 2026
- Ziel: Staking-Rendite auf null senken bei 60,25 Millionen ETH
- Beteiligte Forscher: Justin Drake, Jérôme de Tychey und weitere
Die Auswirkungen des Vorschlags auf den Krypto-Markt könnten erheblich sein. Eine Senkung der Staking-Rendite auf null könnte die Attraktivität des Stakings für Investoren verringern, was zu einem Rückgang der Nachfrage nach ETH führen könnte. Dies könnte sich negativ auf den Preis von ETH auswirken und die Stabilität des gesamten Krypto-Marktes gefährden.
Darüber hinaus könnte der Vorschlag auch Auswirkungen auf die DeFi-Community haben, die stark auf ETH-Leihstrategien angewiesen ist. Aave-Gründer Stani Kulechov hat bereits Bedenken geäußert, dass die Senkung der Staking-Renditen die Nachfrage nach ETH verringern und die Stabilität von DeFi-Projekten gefährden könnte.
Wie wird die Staking-Rendite angepasst?
Die Anpassung der Staking-Rendite erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von etwa 18 Monaten. Während dieser Zeit wird die Belohnung der Validatoren allmählich reduziert, bis sie schließlich auf null sinkt, wenn die Menge an gestaktem ETH den festgelegten Punkt von 60,25 Millionen ETH erreicht. Dies gibt den Validatoren und der Community Zeit, sich an die neuen Bedingungen anzupassen.
Die Forscher betonen, dass die Belohnungen für die Validatoren, die Blöcke erstellen, unberührt bleiben. Nur die neu erzeugten ETH werden verbrannt, was bedeutet, dass die Validatoren weiterhin von den Transaktionsgebühren und Trinkgeldern profitieren, die sie durch das Erstellen von Blöcken verdienen.
Was sind die Bedenken der Kritiker?
Die Kritiker des Vorschlags äußern Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen auf die Nachfrage nach ETH und die Stabilität des DeFi-Marktes. Viele befürchten, dass die Senkung der Staking-Renditen auf null die Attraktivität des Stakings verringern könnte, was zu einem Rückgang der Investitionen in ETH führen würde. Dies könnte nicht nur den Preis von ETH negativ beeinflussen, sondern auch die gesamte DeFi-Infrastruktur, die auf ETH basiert, gefährden.
Ein weiterer Punkt der Kritik ist, dass die Kontrolle über das gestakte ETH zunehmend in die Hände von großen Börsen und Staking-Anbietern wie Lido gelangen könnte. Dies könnte die Dezentralisierung des Netzwerks gefährden und die Möglichkeit der Einzelinvestoren einschränken, Einfluss auf das Netzwerk zu nehmen.
Fazit

Der Vorschlag zur Senkung der Staking-Rendite von Ethereum auf null hat das Potenzial, den Krypto-Markt und die Finanzwirtschaft erheblich zu beeinflussen. Während einige die langfristigen Vorteile für die Knappheit und Bewertung von ETH betonen, warnen andere vor den Risiken, die mit einer Null-Rendite verbunden sind. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich dieser Vorschlag auf die Ethereum-Community und den breiteren Krypto-Markt auswirkt.
Häufige Fragen
Was ist der Vorschlag zur Staking-Rendite von Ethereum?
Wer sind die Autoren des Vorschlags?
Welche Auswirkungen hat der Vorschlag auf den Krypto-Markt?
Wie wird die Staking-Rendite angepasst?
Was sind die Bedenken der Kritiker?
Quellen: Google News
Symbolbild: Ethereum Staking und Finanzmärkte · Foto: Jonathan Borba / Pexels


