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Immobilie Kaufen & Vermieten: Lohnt Sich Das? Aktuelle

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 09.08.2026

Der Immobilienmarkt zeigt 2026 spannende Entwicklungen. Ist der Kauf und die Vermietung von Immobilien eine lohnenswerte Geldanlage? Wir beleuchten die aktuellen Trends.

Das Wichtigste in Kürze

  • Immobilienkauf wird in vielen Regionen günstiger als Mieten.
  • Nettokaltmieten steigen, Kaufpreise bleiben stabil.
  • Renditen variieren stark je nach Standort.

Der Immobilienmarkt in Deutschland zeigt 2026 spannende Entwicklungen, die sowohl Käufer als auch Investoren interessieren dürften. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten und der anhaltenden Inflation stellt sich die Frage, ob der Kauf und die Vermietung von Immobilien eine lohnenswerte Geldanlage darstellen. In diesem Artikel beleuchten wir die aktuellen Trends und Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt und deren Auswirkungen auf die Finanzlandschaft.

Immobilienkauf und Vermietung 2026
Symbolbild: Immobilienkauf und Vermietung 2026 · Foto: Monstera Production / Pexels

Im Jahr 2025 gaben deutsche Haushalte durchschnittlich 17,2% ihres Einkommens für die Kreditfinanzierung von Immobilien aus, während 13,5% für die Nettokaltmiete aufgewendet wurden. Diese Zahlen zeigen, dass Mieten in vielen Regionen zunächst günstiger erscheinen. Allerdings gibt es signifikante regionale Unterschiede. In 59 Kreisen ist der Kauf einer Immobilie günstiger als das Mieten, insbesondere in Ostdeutschland. Dies deutet darauf hin, dass der Immobilienkauf in bestimmten Regionen eine attraktive Option sein kann.

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Die laufenden Mehrausgaben für eine Eigentumswohnung sind oft gerechtfertigt, da sie langfristig Vermögen aufbauen und eine Absicherung für die Rente bieten. Der Wohnatlas 2025 zeigt, dass in vielen Regionen die Kaufpreise stabil geblieben sind, während die Nettokaltmieten inflationsbereinigt um 2,2% gestiegen sind. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Kauf einer Immobilie in vielen Fällen eine bessere Investition darstellt als das Mieten.

Wie hoch sind die Mietrenditen in Deutschland?

Die Bruttomietrendite, die sich aus der Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis ergibt, liegt in den deutschen Metropolen häufig zwischen 2,8 und 4%. In kleineren Städten und Teilen Ostdeutschlands können Investoren jedoch Renditen von 5 bis 7% erzielen. Diese Unterschiede sind entscheidend für Anleger, die die Rentabilität ihrer Investitionen maximieren möchten. Die Nettomietrendite, die auch Kaufnebenkosten und laufende Bewirtschaftungskosten berücksichtigt, bietet eine realistischere Einschätzung der tatsächlichen Rendite.

Ein wichtiger Aspekt bei der Berechnung der Mietrendite ist die steuerliche Relevanz der linearen Abschreibung. Neubauten, die nach dem 31. Dezember 2022 fertiggestellt wurden, profitieren von einem erhöhten Abschreibungssatz von 3% pro Jahr, während Bestandsgebäude in der Regel bei 2% bleiben. Diese Abschreibung kann die steuerliche Belastung der Mieteinnahmen erheblich senken und sollte in keiner seriösen Renditeberechnung fehlen.

Welche Kosten sind beim Immobilienkauf zu beachten?

Fakten auf einen Blick

  • 17,2% des Einkommens für Kreditfinanzierung in Deutschland 2025
  • Durchschnittliche Nettokaltmiete stieg um 2,2% im Vergleich zum Vorjahr
  • Kauf einer Eigentumswohnung kostete 2025 real nur 0,6% mehr als 2024

Beim Kauf einer Immobilie sollten potenzielle Käufer die Transaktionskosten nicht unterschätzen. Diese können schnell 8 bis 12% des Kaufpreises ausmachen und beinhalten Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühren. Im Gegensatz zu Aktien, die in Sekundenschnelle gehandelt werden können, sind Immobilienkäufe mit erheblichen Kosten und einem längeren Prozess verbunden. Daher ist es wichtig, diese Kosten in die Gesamtbetrachtung der Investition einzubeziehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die laufenden Finanzierungskosten. Wenn der Sollzins bei 4% liegt und die Mietrendite nur 3% beträgt, kann der sogenannte Leverage-Effekt nicht mehr zugunsten des Investors wirken. In solchen Fällen reduziert der Kredit die Eigenkapitalrendite. Liegt die Mietrendite jedoch über dem Zinssatz, kann die Fremdfinanzierung ihre Hebelwirkung entfalten und den Ertrag auf das eingesetzte Eigenkapital erheblich steigern.

Wie beeinflusst die Inflation den Immobilienmarkt?

Die Inflation hat direkte Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Im Jahr 2025 stiegen die Nettokaltmieten inflationsbereinigt um 2,2%, während die Kaufpreise für Eigentumswohnungen real nur um 0,6% zulegten. Diese Entwicklung zeigt, dass die Mieten schneller steigen als die Kaufpreise, was den Kauf einer Immobilie in vielen Regionen attraktiver macht. Insbesondere in den sieben größten deutschen Städten ist der Rückgang des Kaufpreises im Verhältnis zur Miete signifikant, was die Investitionsbedingungen verbessert.

Die Inflation kann auch die Kaufkraft der Mieter beeinflussen, was wiederum die Nachfrage nach Mietwohnungen und damit die Mietpreise beeinflusst. In Zeiten steigender Inflation ist es für Investoren wichtig, die Preisentwicklung genau zu beobachten und gegebenenfalls Anpassungen in ihrer Strategie vorzunehmen.

Welche steuerlichen Vorteile gibt es beim Immobilienkauf?

Ein wesentlicher Vorteil beim Kauf von Immobilien sind die steuerlichen Vergünstigungen, die Investoren in Anspruch nehmen können. Die lineare Abschreibung gemäß § 7 des Einkommensteuergesetzes ermöglicht es, die steuerliche Belastung der Mieteinnahmen zu senken. Für Neubauten, die nach dem 31. Dezember 2022 fertiggestellt wurden, gilt ein erhöhter Abschreibungssatz von 3% pro Jahr, was die Attraktivität von Neubauprojekten erhöht.

Darüber hinaus können Investoren auch von weiteren steuerlichen Regelungen profitieren, wie etwa der Möglichkeit, Verluste aus der Vermietung steuerlich geltend zu machen. Dies kann insbesondere in Jahren mit höheren Ausgaben oder Leerständen von Vorteil sein. Eine sorgfältige Planung und Beratung durch einen Steuerexperten kann hier entscheidend sein, um die steuerlichen Vorteile optimal zu nutzen.

Fazit

Immobilienkauf und Vermietung 2026
Symbolbild: Immobilienkauf und Vermietung 2026 · Foto: Artful Homes / Pexels

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Kauf und die Vermietung von Immobilien 2026 in vielen Regionen eine lohnenswerte Geldanlage darstellen können. Die steigenden Nettokaltmieten und die stabilen Kaufpreise bieten attraktive Bedingungen für Investoren. Dennoch sollten potenzielle Käufer die regionalen Unterschiede, die laufenden Kosten und die steuerlichen Aspekte sorgfältig abwägen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. In einer Zeit, in der die Inflation und die Zinsen schwanken, bleibt der Immobilienmarkt ein wichtiger Bestandteil eines diversifizierten Anlageportfolios.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Kauf einer Immobilie 2026?
Ja, in vielen Regionen ist der Kauf günstiger als Mieten. Besonders in Ostdeutschland sind die Kaufpreise oft attraktiver.
Wie hoch sind die aktuellen Mietrenditen?
Die Mietrenditen variieren stark. In Metropolen liegen sie zwischen 2,8 und 4%, während kleinere Städte bis zu 7% bieten können.
Was sind die wichtigsten Kosten beim Immobilienkauf?
Zu den wichtigsten Kosten gehören Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Maklergebühren, die insgesamt 8 bis 12% des Kaufpreises ausmachen können.
Wie beeinflusst die Inflation den Immobilienmarkt?
Die Inflation hat Auswirkungen auf die Kaufpreise und Mieten. 2025 stiegen die Nettokaltmieten inflationsbereinigt um 2,2%.
Welche steuerlichen Vorteile gibt es beim Immobilienkauf?
Die lineare Abschreibung senkt die steuerliche Belastung der Mieteinnahmen. Neubauten haben einen erhöhten Abschreibungssatz von 3% pro Jahr.

Quellen: Google News

Symbolbild: Immobilienkauf und Vermietung 2026 · Foto: Phát Trương / Pexels

Markus Brandt
Markus Brandt
Markus Brandt verfolgt die Entwicklungen rund um Digitalisierung, Fintech und Kryptowährungen. Er ordnet neue Trends ein und erklärt, was hinter aktuellen Schlagworten wirklich steckt – mit einem gesunden Maß an Skepsis. Sein Anspruch ist es, Chancen und Risiken gleichermaßen darzustellen, statt einseitig zu begeistern oder zu warnen.
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