⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 03.07.2026
Ein neuer Rechner ermöglicht es Anlegern, ihr passives Einkommen realistisch zu planen und zu berechnen, wie viel Vermögen sie benötigen, um finanziell unabhängig zu leben.
- Rechner zeigt individuelles passives Einkommen
- Berücksichtigt historische Inflationsraten
- Drei Anlagestrategien zur Auswahl
In der heutigen Zeit träumen viele Menschen davon, von ihrem Geld zu leben, ohne dafür aktiv arbeiten zu müssen. Der neue Rechner des Handelsblatts bietet Anlegern die Möglichkeit, ihr passives Einkommen zu planen und zu berechnen, wie viel Vermögen sie benötigen, um finanziell unabhängig zu sein. Diese Entwicklung ist besonders relevant in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Unsicherheiten wie Inflation und Zinsänderungen geprägt ist.
Was ist passives Einkommen?

Passives Einkommen ist ein Begriff, der Einkünfte beschreibt, die ohne aktive Arbeit erzielt werden. Dies kann durch verschiedene Anlageformen geschehen, wie beispielsweise durch Dividenden aus Aktien, Mieteinnahmen aus Immobilien oder Zinsen aus Anleihen. Der Traum vom passiven Einkommen vereint den Wunsch nach finanzieller Freiheit, Sicherheit und Entlastung, wie der Psychologe Valentin Haas erklärt.
Der neue Rechner ermöglicht es Nutzern, ihre individuelle Situation zu berücksichtigen und zu ermitteln, wie viel Geld sie anlegen müssen, um von den Erträgen leben zu können. Dies ist besonders wichtig in Zeiten, in denen die Inflation die Kaufkraft der Menschen beeinträchtigt.
Wie funktioniert der Rechner für passives Einkommen?
Der Rechner des Handelsblatts ist einfach zu bedienen. Anleger wählen zunächst die Summe aus, die sie investieren möchten, sei es ein bereits vorhandenes Vermögen oder ein zukünftiges Ziel. Der maximale Anlagehorizont beträgt 20 Jahre. Anschließend können sie zwischen verschiedenen Anlagestrategien wählen, die auf ihre Risikobereitschaft abgestimmt sind.
Der Rechner zeigt dann detailliert an, welches passive Einkommen je nach gewählter Strategie und Investitionssumme möglich ist. Dabei werden historische Daten berücksichtigt, um eine realistische Renditeentwicklung zu schätzen. Dies ist besonders wichtig, da die Renditen von Staatsanleihen und ETFs zum Jahreswechsel ermittelt werden und somit aktuelle Marktentwicklungen widerspiegeln.
Welche Anlagestrategien stehen zur Verfügung?
- Rechner für passives Einkommen verfügbar
- Maximaler Anlagehorizont: 20 Jahre
- Daten um historische Inflationsraten bereinigt
Der Rechner bietet drei verschiedene Anlagestrategien: eine sichere, eine riskante und eine individuelle Strategie. Die sichere Strategie zielt darauf ab, das Risiko von Kursverlusten und ausgefallenen Zinszahlungen zu minimieren, während die riskante Strategie potenziell höhere Ausschüttungen verspricht, jedoch auch ein höheres Risiko birgt.
Die individuelle Strategie ermöglicht es Anlegern, ihr Portfolio selbst zusammenzustellen, indem sie zwischen verschiedenen Anlageklassen wie Dividendenaktien, Anleihe-ETFs und Geldmarkt-ETFs wählen. Diese Flexibilität ist besonders vorteilhaft für erfahrene Anleger, die ihre Anlagestrategie an ihre persönlichen Ziele anpassen möchten.
Berücksichtigung von Inflation und Steuern
Ein wichtiger Aspekt des Rechners ist die Berücksichtigung der Inflation. Alle Daten sind um die historischen Inflationsraten bereinigt, sodass das prognostizierte passive Einkommen der heutigen Kaufkraft entspricht. Dies ist entscheidend, da die Inflation die realen Erträge erheblich beeinflussen kann.
Darüber hinaus wird das passive Einkommen als Bruttowert angezeigt, was bedeutet, dass Steuern und Abgaben nicht abgezogen sind. Anleger sollten sich bewusst sein, dass die tatsächlichen Erträge nach Steuern geringer ausfallen können, insbesondere wenn man die Abgeltungssteuer und mögliche Kirchensteuern berücksichtigt.
Beispiel für die Nutzung des Rechners
Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Funktionsweise des Rechners: Ein Anleger investiert 200.000 Euro in drei Dividenden-ETFs. Bei einer ausgewogenen Gewichtung könnte der Anleger im ersten Jahr mit einer Ausschüttung von etwa 7.700 Euro rechnen. Diese Zahl könnte sich in den folgenden Jahren erhöhen, abhängig von der Marktentwicklung und den historischen Ausschüttungsquoten der gewählten ETFs.
Im besten Fall könnte der Depotwert nach 20 Jahren auf über 305.000 Euro steigen, während im schlechtesten Fall immer noch ein Wert von knapp 213.000 Euro erreicht werden könnte. Solche Prognosen sind für Anleger von großer Bedeutung, da sie helfen, realistische Erwartungen zu setzen und die eigene Finanzplanung zu optimieren.
Fazit

Der neue Rechner des Handelsblatts stellt ein wertvolles Werkzeug für alle dar, die ihr passives Einkommen planen möchten. Durch die Berücksichtigung von Inflation, Steuern und verschiedenen Anlagestrategien können Anleger fundierte Entscheidungen treffen und ihre finanziellen Ziele effektiver verfolgen. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen, ist es wichtiger denn je, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen und Strategien zur Vermögensbildung zu entwickeln.
Häufige Fragen
Was ist passives Einkommen?
Wie funktioniert der Rechner für passives Einkommen?
Welche Anlagestrategien kann ich wählen?
Wie wird die Inflationsrate berücksichtigt?
Kann ich den Rechner auch für Immobilien nutzen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Rechner für passives Einkommen · Foto: www.kaboompics.com / Pexels


