⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 14.09.2026
Gold-Stratege Ronald-Peter Stöferle betont, dass Gold trotz seiner Rekordrally weiterhin als extrem günstig gilt. Er analysiert die aktuellen Marktbedingungen und die Rolle der Zentralbanken.
- Goldpreis hat 2025 um 64,4 % zugelegt.
- Zentralbanken kaufen weiterhin große Mengen Gold.
- Stöferle sieht Gold als strategische Investition.
Gold hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht, und die Einschätzungen von Experten wie Ronald-Peter Stöferle zeigen, dass das Edelmetall weiterhin als eine attraktive Investition gilt. Aktuell liegt der Goldpreis bei etwa 4.386,31 USD je Feinunze, was nach einer beeindruckenden Rally und einer Korrektur aufgrund höherer Realzinsen und eines stärkeren US-Dollars als günstig eingestuft wird.
Wer ist Ronald-Peter Stöferle?

Ronald-Peter Stöferle ist ein renommierter Gold-Stratege und Partner bei Incrementum AG, einer Vermögensverwaltungsgesellschaft, die sich auf Edelmetalle spezialisiert hat. Stöferle ist bekannt für seine fundierten Analysen des Goldmarktes und hat in der Vergangenheit zahlreiche Berichte veröffentlicht, die die Bedeutung von Gold als Anlageklasse hervorheben. Seine jüngsten Aussagen zur aktuellen Marktsituation und den zukünftigen Entwicklungen im Goldsektor haben großes Interesse bei Investoren und Analysten geweckt.
Aktuelle Marktentwicklung und Preisprognosen
Im Jahr 2025 stieg der Goldpreis um 64,4 %, was die stärkste Jahresperformance seit 1979 darstellt. Diese beeindruckende Rally wurde jedoch von einer zwischenzeitlichen Korrektur begleitet, die durch die steigenden Realzinsen und den starken US-Dollar verursacht wurde. Stöferle betont, dass trotz dieser Korrektur der Goldpreis weiterhin als extrem günstig angesehen werden kann. Er verweist darauf, dass über 70 % der Pensionskassen und Versicherungen weniger als 2 % ihres Portfolios in Gold halten, während eine optimale Quote zwischen 14 % und 18 % liegen sollte.
Die Rolle der Zentralbanken
- Aktueller Goldpreis: 4.386,31 USD je Feinunze
- Goldpreissteigerung 2025: 64,4 %
- Zentralbankkäufe 2025: 863 Tonnen
Ein entscheidender Faktor für die zukünftige Entwicklung des Goldpreises sind die Käufe von Zentralbanken. Im Jahr 2025 haben diese insgesamt 863 Tonnen Gold erworben, was einen Anstieg von 62 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Käufe sind nicht nur ein Zeichen für das Vertrauen in Gold als Währungsreserve, sondern auch ein Indikator für die wachsende Unsicherheit in der globalen Wirtschaft. Stöferle sieht die Zentralbanken als die Haupttreiber der Nachfrage, insbesondere in Asien, wo Länder wie China und Indien große Mengen an Gold kaufen.
Marktpsychologie und Anlegerverhalten
Die Marktpsychologie spielt eine wesentliche Rolle bei der Preisbildung von Gold. Stöferle hebt hervor, dass Gold kein „Crowded Trade“ ist, sondern vielmehr eine Investition, die von vielen institutionellen Anlegern noch nicht ausreichend berücksichtigt wird. Er vergleicht die aktuelle Situation mit einem Urlauber, der frühzeitig seine Liege am Strand reserviert. Die ersten Investoren, die in Gold investieren, könnten von den zukünftigen Preissteigerungen profitieren, während viele andere noch zögern. Diese antizyklische Kaufstrategie könnte sich als vorteilhaft erweisen, insbesondere wenn die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft zunehmen.
Inflation und Gold als Schutz
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Rolle von Gold als Inflationsschutz. Stöferle argumentiert, dass Gold langfristig als Schutz der Kaufkraft dient, auch wenn es kurzfristig durch steigende Realzinsen und einen starken Dollar unter Druck geraten kann. Die hohe Verschuldung vieler Länder und geopolitische Spannungen machen Gold zu einem attraktiven Reserveasset. Anleger sollten sich bewusst sein, dass Gold nicht als kurzfristige Absicherung gegen Inflation betrachtet werden sollte, sondern vielmehr als langfristige Investition, die in unsicheren Zeiten an Wert gewinnen kann.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gold trotz seiner jüngsten Preissteigerungen weiterhin als extrem günstig gilt. Die Nachfrage der Zentralbanken, die Marktpsychologie und die Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft sind entscheidende Faktoren, die den Goldpreis in den kommenden Monaten beeinflussen werden. Ronald-Peter Stöferle empfiehlt Anlegern, Gold als strategische Investition in Betracht zu ziehen, insbesondere in einem Umfeld, das von hoher Verschuldung und geopolitischen Risiken geprägt ist.
Häufige Fragen
Warum ist Gold aktuell günstig?
Wie beeinflussen Zentralbanken den Goldpreis?
Was sind die Haupttreiber für den Goldpreis?
Wie sieht die Zukunft des Goldpreises aus?
Was sollten Anleger über Gold wissen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Goldpreis bleibt günstig trotz Rekordrally · Foto: Pixabay / Pexels


