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Grünes Licht für Gebäudemodernisierungs- und

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⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 02.09.2026

Das Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz wurde am 22. Juli 2026 verabschiedet und tritt am 29. Juli 2026 in Kraft. Es bringt bedeutende Änderungen für Eigentümer und die Wirtschaft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neues Gesetz fördert klimafreundliche Heiztechniken.
  • Eigentümer haben mehr Entscheidungsfreiheit bei Heizungsarten.
  • Förderung für Gebäudesanierungen wird sozial ausgewogener.

Am 22. Juli 2026 hat der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates das Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz verabschiedet. Dieses Gesetz tritt am 29. Juli 2026 in Kraft und bringt wesentliche Änderungen für die Immobilienwirtschaft sowie für Hauseigentümer mit sich. Ziel ist es, die Wärmeversorgung in Gebäuden klimafreundlicher zu gestalten und den Eigentümern mehr Entscheidungsfreiheit bei der Wahl ihrer Heiztechnik zu geben.

Was ist das Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz?

Moderne Gebäudemodernisierung im Fokus
Symbolbild: Moderne Gebäudemodernisierung im Fokus · Foto: alpha innotec / Pexels

Das Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz ersetzt das alte Gebäudeenergiegesetz und setzt damit ein zentrales Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag um. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, dass das neue Gesetz auf Vertrauen, Technologieoffenheit und Machbarkeit setzt. Es soll Klimaschutz alltagstauglich machen und Eigentümern, Mietern und Unternehmen mehr Planungssicherheit bieten.

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Ein zentrales Element des Gesetzes ist die Abschaffung der gesetzlichen Vorgabe eines einheitlichen Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung. Stattdessen können Eigentümer selbst entscheiden, welche Heizungsart sie einbauen möchten. Dies umfasst neben Wärmepumpen und Fernwärmeanschlüssen auch Gas- und Ölheizungen.

Finanzielle Förderungen und Anreize

Ein weiterer wichtiger Aspekt des neuen Gesetzes ist die finanzielle Förderung von Gebäudesanierungen. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird fortgeführt und soll sozial ausgewogener und effizienter gestaltet werden. Ab dem 21. Juli 2026 können Haushalte mit einem Einkommen unter 30.000 Euro einen Einkommensbonus von 40 Prozent erhalten, während Haushalte mit einem Einkommen bis 40.000 Euro weiterhin 30 Prozent erhalten.

Zusätzlich profitieren Familien von einem neuen Kinderzuschlag, der das für den Bonus zugrunde gelegte Einkommen um einmalig 10.000 Euro reduziert. Die maximale Förderung für Sanierungen sinkt von 30.000 Euro auf 28.000 Euro und wird halbjährlich um 750 Euro weiter gesenkt.

Schutz vor überhöhten Nebenkosten

Fakten auf einen Blick

  • Gesetzesverabschiedung: 22. Juli 2026
  • Inkrafttreten: 29. Juli 2026
  • Einkommensbonus für Haushalte unter 30.000 Euro: 40%
  • Maximale Förderung für Sanierungen: 28.000 Euro
  • Klimaneutrale Brennstoffe bis 2045

Das Gesetz enthält auch Regelungen zum Schutz von Mietern vor überhöhten Nebenkosten, die durch den Einbau unwirtschaftlicher Heizungen entstehen könnten. Eine Härtefallregelung für Vermieter wurde eingeführt, um diese vor finanziellen Belastungen zu schützen. Dies ist besonders relevant in Zeiten steigender Zinsen und Inflation, die die Kosten für Bau- und Sanierungsprojekte erhöhen können.

Die Bundesregierung plant zudem, das Gesetz im Jahr 2030 zu evaluieren, um seinen Beitrag zu den Klimaschutzzielen im Gebäudesektor zu überprüfen. Dies könnte auch Auswirkungen auf die Immobilienpreise und die Rentabilität von Investitionen im Gebäudesektor haben.

Langfristige Ziele und Klimaneutralität

Ein zentrales Ziel des neuen Gesetzes ist die Umstellung auf klimaneutrale Brennstoffe bis 2045. Ab 2029 wird eine Biotreppe eingeführt, die eine schrittweise Beimischung von Bioanteilen zu Gas und Öl vorschreibt. Die Details zur Grüngasquote, die ab 2028 gelten soll, werden bis zum 1. Dezember 2026 in einem gesonderten Gesetz festgelegt.

Diese Maßnahmen sind nicht nur für den Klimaschutz von Bedeutung, sondern könnten auch die Attraktivität von Immobilien erhöhen, die auf erneuerbare Energien setzen. Investoren und Käufer könnten zunehmend auf die Energieeffizienz und die Nachhaltigkeit von Gebäuden achten, was sich auf den Immobilienmarkt auswirken könnte.

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die Änderungen im Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz könnten weitreichende Folgen für den Immobilienmarkt haben. Die Möglichkeit, verschiedene Heiztechniken zu wählen, könnte die Nachfrage nach Immobilien mit modernen Heizsystemen erhöhen. Gleichzeitig könnte die Förderung von Sanierungen und der Fokus auf Energieeffizienz dazu führen, dass ältere Bestandsimmobilien an Wert gewinnen, wenn sie entsprechend modernisiert werden.

In Zeiten von Inflation und steigenden Zinsen ist es für Eigentümer und Investoren entscheidend, die finanziellen Rahmenbedingungen zu verstehen. Die neuen Förderungen könnten Anreize schaffen, in die Modernisierung von Bestandsimmobilien zu investieren, was wiederum positive Effekte auf die Bauwirtschaft haben könnte.

Fazit

Moderne Gebäudemodernisierung im Fokus
Symbolbild: Moderne Gebäudemodernisierung im Fokus · Foto: Mikael Blomkvist / Pexels

Das Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Immobilienwirtschaft dar. Mit der Einführung von finanziellen Anreizen und der Förderung von energieeffizienten Heiztechniken wird sowohl Eigentümern als auch Mietern mehr Planungssicherheit geboten. Die langfristigen Ziele zur Klimaneutralität könnten zudem den Immobilienmarkt nachhaltig beeinflussen und neue Investitionsmöglichkeiten schaffen.

Häufige Fragen

Was sind die Hauptziele des Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetzes?
Das Gesetz zielt darauf ab, die Wärmeversorgung in Gebäuden klimafreundlicher zu gestalten und Eigentümern mehr Entscheidungsfreiheit bei der Heiztechnik zu geben.
Welche finanziellen Förderungen sind im neuen Gesetz enthalten?
Das Gesetz sieht eine Förderung von bis zu 28.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen vor, sowie einen gestaffelten Einkommensbonus für Haushalte mit niedrigem Einkommen.
Wie wird die CO2-Kostenaufteilung für Vermieter geregelt?
Eine Härtefallregelung wurde eingeführt, um Vermieter vor überhöhten Nebenkosten durch unwirtschaftliche Heizungen zu schützen.
Wann tritt das Gesetz in Kraft?
Das Gebäudemodernisierungs- und Infrastruktur-Zukunftsgesetz tritt am 29. Juli 2026 in Kraft.
Wie wird die Umstellung auf klimaneutrale Brennstoffe geregelt?
Bis 2045 müssen alle Brennstoffe für Heizungen klimaneutral sein, unterstützt durch eine Grüngasquote und eine Biotreppe für klimaneutrale Brennstoffe.

Quellen: Google News

Symbolbild: Moderne Gebäudemodernisierung im Fokus · Foto: Ksenia Chernaya / Pexels

Stefan Wagner
Stefan Wagner
Stefan Wagner widmet sich den Themen Altersvorsorge und Versicherungen. Er erklärt verständlich, welche Vorsorgemodelle es gibt und worauf man bei langfristigen Entscheidungen achten sollte. Bei Finanz-Echo möchte er dazu beitragen, dass auch trockene Themen wie Renten- und Absicherungsfragen greifbar werden.
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