⏱ 5 Min. Lesezeit · Stand: 28.07.2026
Gianni Infantino, Präsident der FIFA, plant den Verkauf von Anteilen an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren. Dieser Schritt könnte weitreichende Folgen für den Fußball haben.
- Infantino plant milliardenschweren Deal
- FIFA bleibt Mehrheitsgesellschafter
- UEFA kritisiert die Pläne scharf
Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, plant einen bedeutenden Schritt in der Welt des Fußballs: Berichten zufolge beabsichtigt er, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Dieser Schritt könnte nicht nur die finanzielle Landschaft des Fußballs revolutionieren, sondern auch die Art und Weise, wie die Weltmeisterschaft in Zukunft organisiert wird.
Was ist der Hintergrund dieser Pläne?

Die Idee, Anteile an der WM zu verkaufen, ist nicht neu, jedoch hat Infantino nun konkrete Schritte unternommen, um diese Vision zu realisieren. Laut einem Bericht der „Times“ soll ein neues Unternehmen gegründet werden, das die kommerziellen Rechte an den wichtigsten FIFA-Wettbewerben, einschließlich der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM, übernehmen wird. Dies könnte einen milliardenschweren Deal nach sich ziehen, der den Druck auf die FIFA erhöhen könnte, das Teilnehmerfeld der WM zu erweitern oder die Veranstaltung häufiger auszutragen.
Die FIFA plant, zunächst 20 bis 30 Prozent der Anteile an private Investoren zu verkaufen, die dafür mehrere Milliarden US-Dollar zahlen sollen. Trotz des Verkaufs würde die FIFA jedoch Mehrheitsgesellschafter bleiben, was bedeutet, dass sie weiterhin die Kontrolle über die wichtigsten Entscheidungen behält. Diese Struktur könnte es der FIFA ermöglichen, zusätzliche Einnahmen zu generieren, während sie gleichzeitig die Kontrolle über die Integrität des Wettbewerbs wahrt.
Reaktionen aus der Fußballwelt
Die Reaktionen auf diese Pläne sind gemischt. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat bereits scharfe Kritik geübt und erklärt, dass mit diesem Schritt eine Grenze überschritten werde, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften. In einer offiziellen Stellungnahme betonte die UEFA, dass die Seele und die Führung des Fußballs keine Handelsware sein sollten, insbesondere nicht bei völliger Intransparenz darüber, wer finanziell von solchen Deals profitiert.
Diese Kritik wirft Fragen auf, wie sich die Kommerzialisierung des Fußballs auf die Integrität des Spiels auswirken könnte. Viele Fans und Experten befürchten, dass finanzielle Interessen über die sportlichen Werte gestellt werden könnten, was langfristig dem Fußball schaden könnte.
Wer sind die potenziellen Investoren?
- Anteile: 20-30% sollen verkauft werden
- FIFA bleibt Mehrheitsgesellschafter
- Zusammenarbeit mit JP Morgan
Berichten zufolge sind auch Personen aus dem Umfeld der US-Regierung von Donald Trump in die Gespräche involviert. Insbesondere wird Joshua Kushner, ein Technologieinvestor und Bruder von Jared Kushner, der mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, genannt. Er führt Gespräche darüber, den Einstieg über seinen Fonds Thrive Eternal anzuführen. Dies könnte bedeuten, dass nicht nur finanzielle, sondern auch politische Interessen in diesem Deal eine Rolle spielen könnten.
Die Einbeziehung solcher Investoren könnte die Dynamik im internationalen Fußball verändern und möglicherweise zu einer stärkeren Einflussnahme von Geldgebern auf die Entscheidungen der FIFA führen. Dies könnte sowohl Chancen als auch Risiken für die Zukunft des Fußballs mit sich bringen.
Finanzielle Implikationen für die FIFA
Ein erfolgreicher Verkauf von WM-Anteilen könnte der FIFA nicht nur kurzfristige finanzielle Mittel verschaffen, sondern auch langfristige Einnahmequellen sichern. Die FIFA könnte durch die Zusammenarbeit mit Investoren in der Lage sein, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und innovative Ansätze zur Vermarktung ihrer Wettbewerbe zu finden. Dies könnte insbesondere in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit von Bedeutung sein, da die FIFA ihre Einnahmen diversifizieren möchte.
Die Zusammenarbeit mit einer renommierten Investmentbank wie JP Morgan deutet darauf hin, dass die FIFA ernsthafte Absichten hat, diesen Deal umzusetzen. Die Bank könnte dabei helfen, die finanziellen Aspekte des Deals zu strukturieren und sicherzustellen, dass die Interessen aller Beteiligten gewahrt bleiben.
Auswirkungen auf die WM und den Fußball insgesamt
Sollte der Deal zustande kommen, könnte dies weitreichende Auswirkungen auf die Struktur und Organisation der WM haben. Ein Ausbau des Teilnehmerfeldes oder eine häufigere Austragung der WM könnte die Attraktivität des Turniers erhöhen, jedoch auch die Qualität der Spiele beeinträchtigen. Die FIFA müsste sorgfältig abwägen, wie sie die Interessen der Investoren mit den Bedürfnissen der Fans und der Integrität des Spiels in Einklang bringen kann.
Die Diskussion um die Kommerzialisierung des Fußballs ist nicht neu, jedoch könnte dieser Schritt von Infantino einen neuen Höhepunkt erreichen. Die Frage bleibt, ob die FIFA bereit ist, die Risiken einzugehen, die mit einer solchen Veränderung verbunden sind, und ob die Fans bereit sind, diese Veränderungen zu akzeptieren.
Fazit

Die Pläne von Gianni Infantino, Anteile an der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, könnten die Zukunft des Fußballs erheblich beeinflussen. Während die FIFA von potenziellen finanziellen Vorteilen profitieren könnte, bleibt abzuwarten, wie sich diese Veränderungen auf die Integrität des Spiels und die Beziehung zu den Fans auswirken werden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob dieser milliardenschwere Deal Realität wird und welche Konsequenzen er für den internationalen Fußball haben könnte.
Häufige Fragen
Was plant Gianni Infantino?
Wie viel Prozent der Anteile sollen verkauft werden?
Was sagt die UEFA zu diesen Plänen?
Wer ist an dem Deal beteiligt?
Welche Rolle spielt JP Morgan in diesem Vorhaben?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Investoren-Einstieg bei der WM · Foto: George Zografidis / Pexels


