⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 28.07.2026
Die FIFA plant einen milliardenschweren Deal, um Teile ihrer WM-Rechte an Investoren zu verkaufen. Dies könnte weitreichende Folgen für den Fußball haben.
- FIFA plant Verkauf von WM-Rechten
- Investoren sollen 20% der Anteile erwerben
- UEFA kritisiert die Intransparenz des Deals
Die FIFA sorgt mit ihren aktuellen Plänen für einen milliardenschweren Deal für die Rechte an ihren Fußballturnieren für Aufsehen. Der Weltverband unter der Leitung von Präsident Gianni Infantino beabsichtigt, einen Teil der kommerziellen Rechte an seinen Turnieren an Investoren zu verkaufen. Dies könnte mehr als vier Milliarden Dollar einbringen und die Struktur des internationalen Fußballs erheblich verändern.
Was geschah mit den WM-Rechten?

Die FIFA hat angekündigt, dass private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an einem neu zu gründenden Tochterunternehmen erwerben können. Dieses Unternehmen, das den Namen FFE tragen soll, wird die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben, einschließlich der Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften sowie der Club-WM, bündeln. Der Gesamtwert des Unternehmens wird auf 20 Milliarden Dollar geschätzt.
Die FIFA bleibt Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens und behält die Kontrolle über den Spielkalender sowie alle Regelwerksfragen. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Struktur und Organisation zukünftiger WM-Turniere haben, da sie möglicherweise den Druck erhöht, das Teilnehmerfeld zu erweitern oder die WM häufiger auszutragen.
Reaktionen auf die Pläne der FIFA
Die Reaktionen auf die Pläne der FIFA waren gemischt, wobei die UEFA, die europäische Fußball-Union, scharfe Kritik äußerte. In einer offiziellen Stellungnahme erklärte die UEFA, dass mit diesem Schritt eine Grenze überschritten werde, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften. Die UEFA betonte, dass die Seele und die Führung des Fußballs keine Handelsware seien und dass es an der FIFA liege, für Transparenz zu sorgen.
Die UEFA erklärte weiter, dass niemand von ihnen Eigentümer des Fußballs sei und dass dieser nicht zum Verkauf stehe. Diese Kritik könnte die FIFA unter Druck setzen, ihre Pläne zu überdenken oder zumindest mehr Informationen über die finanziellen Hintergründe des Deals offenzulegen.
Finanzielle Implikationen für den Fußball
- Geplanter Erlös: über 4 Milliarden Dollar
- Anteile für Investoren: 20%
- Wert des Unternehmens: 20 Milliarden Dollar
Die FIFA plant, mit den Einnahmen aus diesem Deal in den nächsten vier Jahren zehn Milliarden Dollar in die weltweite Entwicklung des Fußballs zu investieren. Dies könnte insbesondere für kleinere Verbände von Bedeutung sein, die ebenfalls Anteile an dem neuen Unternehmen erhalten sollen. Diese Anteile könnten entweder behalten oder verkauft werden, was den kleineren Verbänden zusätzliche Einnahmequellen bieten könnte.
Die finanziellen Auswirkungen dieses Deals könnten auch auf die Börse und die Aktienkurse von Unternehmen, die im Fußball tätig sind, Einfluss nehmen. Investoren und Analysten werden genau beobachten, wie sich diese Veränderungen auf die Marktbedingungen auswirken und ob sie neue Investitionsmöglichkeiten schaffen.
Der Einfluss auf die globale Fußballlandschaft
Die Pläne der FIFA könnten nicht nur die finanziellen Strukturen des Fußballs verändern, sondern auch die Art und Weise, wie Turniere organisiert werden. Ein neuer Fokus auf Investoren könnte dazu führen, dass wirtschaftliche Überlegungen stärker in den Vordergrund rücken, was möglicherweise die Integrität des Sports gefährden könnte. Die Frage, ob der Fußball weiterhin als Sport oder zunehmend als Geschäft betrachtet wird, steht im Raum.
Die Einbeziehung von Investoren könnte auch die Wettbewerbsbedingungen im Fußball beeinflussen. Wenn finanzielle Interessen über sportliche Fairness gestellt werden, könnte dies zu einer weiteren Kluft zwischen großen und kleinen Vereinen führen, was die Wettbewerbsfähigkeit im Fußball beeinträchtigen könnte.
Ausblick auf die Zukunft
Die FIFA hat bereits Gespräche mit Personen aus dem Umfeld der US-Regierung von Donald Trump geführt, was darauf hindeutet, dass die Pläne für den Investoren-Deal bereits seit mehreren Monaten in Vorbereitung sind. Die Einbeziehung solcher einflussreicher Persönlichkeiten könnte die Verhandlungen und die Umsetzung des Deals erheblich beeinflussen.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie die FIFA auf die Kritik reagiert und ob sie bereit ist, mehr Transparenz zu schaffen. Die Reaktionen der Mitgliedsverbände und der Öffentlichkeit werden ebenfalls eine Rolle spielen, wenn es darum geht, wie dieser Deal letztendlich umgesetzt wird.
Fazit

Die FIFA steht vor einer entscheidenden Phase, in der sie plant, ihre WM-Rechte an Investoren zu verkaufen. Während dies potenziell erhebliche finanzielle Mittel generieren könnte, wirft es auch Fragen zur Transparenz und zur zukünftigen Ausrichtung des Fußballs auf. Die Reaktionen der UEFA und anderer Verbände werden entscheidend sein, um zu bestimmen, wie sich diese Pläne entwickeln und welche Auswirkungen sie auf die globale Fußballlandschaft haben werden.
Häufige Fragen
Was plant die FIFA mit den WM-Rechten?
Wie viel Prozent der Anteile sollen Investoren erwerben?
Was sagt die UEFA zu den Plänen der FIFA?
Wie viel wird das neue Unternehmen wert sein?
Was sind die langfristigen Ziele der FIFA mit diesem Deal?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: FIFA plant Investoren-Deal für WM-Rechte · Foto: George Zografidis / Pexels


