⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 01.09.2026
Aktuelle Berichte zeigen, dass Infostealer die Konten von Nutzern der KI-Plattform Claude angreifen und dabei unautorisierte Zahlungen verursachen. Anthropic hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der betroffenen Nutzer zu gewährleisten.
- Infostealer stehlen aktive Sitzungen von Claude-Nutzern.
- Anthropic hat betroffene Nutzer abgemeldet und Zahlungsmethoden entfernt.
- Nutzer sollten ihre Systeme auf Malware überprüfen.
In den letzten Tagen hat sich ein alarmierender Trend im Bereich der Cyberkriminalität abgezeichnet: Infostealer haben es auf die Konten von Nutzern der KI-Plattform Claude abgesehen. Diese Schadsoftware ist in der Lage, aktive Sitzungen zu stehlen und unautorisierte Zahlungen zu verursachen. Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der betroffenen Nutzer zu gewährleisten.
Was sind Infostealer und wie funktionieren sie?

Infostealer sind spezielle Arten von Malware, die darauf ausgelegt sind, unbemerkt sensible Informationen von einem Computer zu sammeln. Dazu gehören Zugangsdaten, Passwörter und Cookies, die für die Authentifizierung bei verschiedenen Online-Diensten verwendet werden. Die Schadsoftware kann über inoffizielle Downloads oder manipulierte Apps auf die Rechner der Nutzer gelangen. Einmal installiert, kopiert der Infostealer die aktiven Sitzungscookies und sendet diese an die Angreifer, die sich dann unbefugt in die Konten einloggen können.
Die aktuelle Welle von Angriffen auf Claude-Nutzer zeigt, wie gefährlich diese Art von Malware sein kann. Die Angreifer nutzen die gestohlenen Sitzungscookies, um auf die Konten zuzugreifen und die verfügbaren Nutzungslimits zu verbrauchen. Dies kann zu unautorisierten Gebühren führen, die die Nutzer belasten.
Was geschah bei Anthropic?
Am 1. September 2026 informierte Anthropic die betroffenen Nutzer per E-Mail über die Sicherheitslücke. In der Mitteilung wurde darauf hingewiesen, dass die Nutzer aufgrund des Diebstahls ihrer Sitzungscookies aus ihren Konten abgemeldet wurden. Zudem wurden alle gespeicherten Zahlungsmethoden entfernt, um weiteren Missbrauch zu verhindern. Die Nutzer müssen sich nun neu anmelden und ihre Kreditkarteninformationen erneut hinterlegen.
Anthropic hat betont, dass die Malware nichts mit der Claude-Plattform selbst zu tun hat und dass die Angriffe nicht durch eine Schwachstelle in ihrem System ermöglicht wurden. Vielmehr handelt es sich um einen gezielten Angriff auf die Computer der Nutzer, die durch Infostealer kompromittiert wurden.
Welche Maßnahmen sollten Nutzer ergreifen?
- Datum: 01.09.2026
- Betroffene: Nutzer der KI Claude von Anthropic
- Schadsoftware: Vidar, Lumma, StealC, RedLine, Acreed, Atomic Stealer
Für die betroffenen Nutzer ist es entscheidend, schnell zu handeln, um ihre Konten und persönlichen Daten zu schützen. Zunächst sollten sie ihre Systeme auf Malware überprüfen und alle identifizierten Bedrohungen entfernen. Dies kann durch einen aktuellen Virenscan erfolgen, der sicherstellt, dass keine Infostealer mehr aktiv sind.
Nach der Bereinigung des Systems sollten die Nutzer ihre E-Mail-Konten sichern, indem sie die Passwörter ändern und die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren. Diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen helfen, unbefugten Zugriff auf ihre Konten zu verhindern. Erst nachdem diese Schritte abgeschlossen sind, sollten die Nutzer ihre Zahlungsmethoden in ihren Claude-Konten wieder hinzufügen.
Die Rolle von Cyberkriminalität in der heutigen Wirtschaft
Die Vorfälle rund um die Infostealer und die Claude-Konten werfen ein Licht auf die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität in der heutigen digitalen Wirtschaft. Unternehmen und Nutzer sind zunehmend gefährdet, Opfer solcher Angriffe zu werden, was nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch einen Vertrauensverlust in digitale Dienstleistungen zur Folge haben kann. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen auf Online-Dienste angewiesen sind, ist es unerlässlich, dass sowohl Anbieter als auch Nutzer proaktive Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.
Die finanziellen Auswirkungen solcher Angriffe können erheblich sein. Unautorisierte Zahlungen können nicht nur die Konten der Nutzer belasten, sondern auch zu einem Anstieg der Betriebskosten für Unternehmen führen, die sich mit den Folgen solcher Sicherheitsvorfälle auseinandersetzen müssen. Dies kann sich letztlich auch auf die Aktienkurse und die Marktposition der betroffenen Unternehmen auswirken.
Fazit

Die aktuellen Angriffe auf Claude-Nutzer durch Infostealer verdeutlichen die Notwendigkeit, sich aktiv mit der eigenen Cybersicherheit auseinanderzusetzen. Nutzer sollten sich der Risiken bewusst sein und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Konten zu schützen. Unternehmen wie Anthropic müssen weiterhin transparent über Sicherheitsvorfälle kommunizieren und ihre Systeme kontinuierlich verbessern, um das Vertrauen ihrer Nutzer zu erhalten. In einer Zeit, in der digitale Dienstleistungen immer wichtiger werden, ist die Sicherheit der Nutzer von größter Bedeutung.
Häufige Fragen
Was sind Infostealer?
Wie können Nutzer ihre Claude-Konten schützen?
Was hat Anthropic unternommen?
Welche Malware wurde identifiziert?
Sind mobile Geräte betroffen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Sicherheitswarnung vor Infostealern · Foto: cottonbro studio / Pexels


