StartImmobilien & FinanzierungKfW Effizienzhaus 40 Plus: Aktuelle Entwicklungen 2023

KfW Effizienzhaus 40 Plus: Aktuelle Entwicklungen 2023

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 27.06.2026

Das KfW Effizienzhaus 40 Plus war bis 2022 ein gefragter Standard für energieeffizientes Bauen. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass der Fokus nun auf dem Effizienzhaus 40 liegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • KfW 40 Plus Standard nicht mehr verfügbar
  • Effizienzhaus 40 als neuer Mindeststandard
  • Förderungen für Neubauten und Sanierungen

Das KfW Effizienzhaus 40 Plus war bis April 2022 ein gefragter Standard für energieeffizientes Bauen in Deutschland. Mit der Umstrukturierung der KfW-Förderprogramme wurde dieser Standard jedoch eingestellt, und der Fokus liegt nun auf dem Effizienzhaus 40. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Entwicklungen und die Bedeutung des Effizienzhauses 40 im Kontext der Immobilienwirtschaft und der finanziellen Rahmenbedingungen.

Was ist das KfW Effizienzhaus 40 Plus?

Energieeffizientes KfW Effizienzhaus 40
Symbolbild: Energieeffizientes KfW Effizienzhaus 40 · Foto: Budget Bizar / Pexels

Das KfW Effizienzhaus 40 Plus stellte einen besonders hohen energetischen Standard dar, der über die Anforderungen des Effizienzhauses 40 hinausging. Es erforderte eine umfassende Nutzung erneuerbarer Energien und eine besonders effiziente Haustechnik. Die Förderung dieses Standards wurde jedoch im April 2022 eingestellt, was bedeutet, dass Neubauten und Sanierungen nun den Effizienzhaus 40 Standard anstreben müssen.

Der Effizienzhaus 40 Standard definiert sich durch zwei zentrale Kriterien: den Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust. Ein Effizienzhaus 40 darf maximal 40 % des Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) aufweisen und der Transmissionswärmeverlust darf 55 % nicht überschreiten. Diese Vorgaben sind entscheidend für die Förderung durch die KfW.

Aktuelle Anforderungen an das Effizienzhaus 40

Die Anforderungen an das Effizienzhaus 40 sind klar definiert und stellen sicher, dass Neubauten und umfassend sanierte Bestandsgebäude hohe Energieeffizienz erreichen. Der Primärenergiebedarf muss um 60 % im Vergleich zu einem Referenzgebäude gesenkt werden, während der Transmissionswärmeverlust um 55 % reduziert werden muss. Diese strengen Vorgaben sind darauf ausgelegt, die Energieeffizienz in Deutschland nachhaltig zu steigern und die CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nutzung erneuerbarer Energien. Neubauten, die den Effizienzhaus 40 Standard erfüllen, müssen mindestens 65 % ihres Energiebedarfs durch erneuerbare Quellen decken. Dies kann durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder anderen nachhaltigen Technologien erfolgen. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Reduzierung der Energiekosten bei, sondern auch zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung.

Fördermöglichkeiten für das Effizienzhaus 40

Fakten auf einen Blick

  • Effizienzhaus 40 Plus nicht mehr gefördert seit April 2022
  • Primärenergiebedarf: max. 40 % des Referenzgebäudes
  • Transmissionswärmeverlust: max. 55 % des Referenzwerts

Die KfW bietet attraktive Fördermöglichkeiten für Neubauten, die den Effizienzhaus 40 Standard erfüllen. Im Rahmen der KfW-Programme können zinsgünstige Kredite von bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit beantragt werden. Diese Kredite sind besonders vorteilhaft, da sie die Finanzierungskosten erheblich senken und somit die Investition in energieeffizientes Bauen erleichtern.

Zusätzlich zu den Krediten können auch Tilgungszuschüsse gewährt werden, die die Rückzahlung der Kredite weiter erleichtern. Diese Zuschüsse können bis zu 35 % der Kreditsumme betragen, was für Bauherren und Käufer eine erhebliche finanzielle Entlastung darstellt. Die Kombination aus günstigen Krediten und Zuschüssen macht das Effizienzhaus 40 zu einer attraktiven Option für viele Immobilienkäufer.

Einfluss auf den Immobilienmarkt

Der Trend zu energieeffizienten Gebäuden hat auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Häuser, die den Effizienzhaus 40 Standard erfüllen, sind besonders gefragt, da Käufer zunehmend Wert auf niedrige Energiekosten und nachhaltiges Wohnen legen. Dies führt dazu, dass Immobilien mit hohen Energieeffizienzstandards tendenziell höhere Preise erzielen und schneller verkauft werden.

Die Nachfrage nach KfW-Effizienzhaus 40 Immobilien könnte auch durch die steigenden Energiekosten und die Unsicherheiten auf den Energiemärkten weiter zunehmen. Käufer sind zunehmend bereit, in energieeffiziente Immobilien zu investieren, um sich gegen zukünftige Preissteigerungen abzusichern. Dies könnte langfristig zu einer Stabilisierung der Immobilienpreise in diesem Segment führen.

Finanzielle Aspekte und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung für den Bau oder Kauf eines Effizienzhauses. Die aktuellen Zinsen und die Inflation beeinflussen die Finanzierungsmöglichkeiten und die Kaufentscheidungen der Verbraucher. Niedrige Zinsen können den Bau von Effizienzhaus 40 Immobilien attraktiver machen, während steigende Zinsen die Finanzierungskosten erhöhen und potenzielle Käufer abschrecken könnten.

Zusätzlich ist die Inflation ein wichtiger Faktor, der die Baukosten beeinflusst. Steigende Materialpreise können die Gesamtkosten für den Bau eines Effizienzhauses erhöhen, was sich negativ auf die Rentabilität der Investition auswirken könnte. Bauherren sollten daher die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen genau beobachten und gegebenenfalls ihre Finanzierungsstrategien anpassen.

Fazit

Energieeffizientes KfW Effizienzhaus 40
Symbolbild: Energieeffizientes KfW Effizienzhaus 40 · Foto: Thanh Luu / Pexels

Das KfW Effizienzhaus 40 Plus ist zwar nicht mehr verfügbar, doch der Effizienzhaus 40 Standard bietet weiterhin attraktive Möglichkeiten für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Die klaren Anforderungen und die finanziellen Förderungen machen diesen Standard zu einer interessanten Option für Bauherren und Käufer. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Immobilien bleibt das Effizienzhaus 40 ein zukunftsweisendes Konzept im deutschen Immobilienmarkt.

Häufige Fragen

Was ist das KfW Effizienzhaus 40 Plus?
Das KfW Effizienzhaus 40 Plus war ein energetischer Standard, der höhere Anforderungen an die Haustechnik stellte. Seit April 2022 wird dieser Standard jedoch nicht mehr gefördert.
Welche Anforderungen gelten für das Effizienzhaus 40?
Ein Effizienzhaus 40 muss den Primärenergiebedarf auf maximal 40 % des Referenzgebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) reduzieren und den Transmissionswärmeverlust auf maximal 55 %.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Neubauten?
Neubauten, die den Standard des Effizienzhauses 40 erfüllen, können zinsgünstige Kredite von bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit erhalten.
Wie beeinflusst das Effizienzhaus 40 den Immobilienmarkt?
Häuser, die den Effizienzhaus 40 Standard erfüllen, sind auf dem Immobilienmarkt besonders gefragt, da Käufer zunehmend Wert auf niedrige Energiekosten und nachhaltiges Wohnen legen.
Was sind die Vorteile eines KfW Effizienzhauses?
Ein KfW Effizienzhaus bietet niedrigere Heizkosten, geringere Umweltbelastung und staatliche Förderungen, was die Finanzierung erleichtert und die Investition schneller amortisiert.

Quellen: Google News

Symbolbild: Energieeffizientes KfW Effizienzhaus 40 · Foto: Skyler Ewing / Pexels

Julia Hoffmann
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann ist bei Finanz-Echo für die Themen Immobilien und Baufinanzierung zuständig. Sie erklärt, worauf es bei Kauf, Finanzierung und Vermietung ankommt, und behält dabei aktuelle Entwicklungen am Markt im Blick. Ihre Artikel richten sich sowohl an angehende Eigentümer als auch an alle, die ihre Immobilie als Geldanlage betrachten.
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