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Krypto: Ende der Steuerfreiheit – Das plant die Regierung

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⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 09.09.2026

Die Bundesregierung plant, Gewinne aus Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum ab 2028 mit einer Abgeltungsteuer von 25 Prozent zu belegen. Dies markiert das Ende der bisherigen Steuerfreiheit für Krypto-Anleger.

Das Wichtigste in Kürze

  • Krypto-Gewinne unterliegen künftig der Abgeltungsteuer.
  • Ein jährlicher Freibetrag von 1.000 Euro bleibt bestehen.
  • Die Regelung soll ab 2028 für neu angeschaffte Kryptowährungen gelten.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die steuerliche Behandlung von Gewinnen aus Kryptowährungen grundlegend ändern wird. Ab dem Jahr 2028 sollen Gewinne aus digitalen Währungen wie Bitcoin und Ethereum mit einer Abgeltungsteuer von 25 Prozent belegt werden. Diese Maßnahme stellt einen bedeutenden Schritt dar, da sie das bisherige System der Steuerfreiheit für Krypto-Anleger auf den Kopf stellt.

Was ist die neue Krypto-Steuer?

Kryptowährungen und Steuerdokumente
Symbolbild: Kryptowährungen und Steuerdokumente · Foto: Jonathan Borba / Pexels

Die neue Regelung sieht vor, dass Gewinne aus der Veräußerung von Kryptowährungen künftig wie Gewinne aus Aktien behandelt werden. Dies bedeutet, dass die bisherigen steuerlichen Vorteile, die Anleger durch die einjährige Haltefrist genießen konnten, entfallen. Gewinne, die innerhalb eines Jahres nach dem Kauf realisiert werden, unterlagen bislang dem persönlichen Einkommensteuersatz, der bis zu 45 Prozent betragen konnte. Mit der Einführung der Abgeltungsteuer wird dieser Steuersatz auf 25 Prozent gesenkt, was für viele Anleger eine Erleichterung darstellen könnte.

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Hintergrund der Steuerreform

Der Gesetzentwurf wurde vom Bundesfinanzministerium unter der Leitung von Lars Klingbeil (SPD) initiiert. Ziel ist es, die steuerliche Gleichbehandlung von Krypto-Gewinnen und anderen Kapitalerträgen zu gewährleisten. Klingbeil betont, dass es ungerecht sei, wenn hart erarbeitete Einkommen und Kapitalerträge besteuert werden, während Gewinne aus Krypto-Spekulationen weitgehend steuerfrei bleiben. Die Bundesregierung erwartet durch diese Regelung Mehreinnahmen von rund 350 Millionen Euro jährlich.

Freibetrag und Verlustverrechnung

Fakten auf einen Blick

  • Steuersatz: 25 Prozent auf Krypto-Gewinne ab 2028
  • Freibetrag: 1.000 Euro pro Person bleibt bestehen
  • Einnahmen von rund 350 Millionen Euro erwartet

Ein wichtiger Aspekt der neuen Regelung ist der Erhalt des jährlichen Freibetrags von 1.000 Euro pro Person. Dieser Freibetrag kann auch auf Gewinne aus Kryptowährungen angewendet werden, was bedeutet, dass Anleger bis zu diesem Betrag steuerfrei bleiben können. Darüber hinaus wird es möglich sein, Gewinne aus Krypto-Anlagen mit Verlusten aus anderen Kapitalanlagen, wie Aktien, zu verrechnen. Dies könnte für viele Anleger von Vorteil sein, insbesondere in volatilen Marktphasen.

Auswirkungen auf den Krypto-Markt

Die Einführung der Krypto-Steuer könnte erhebliche Auswirkungen auf den Markt für digitale Währungen haben. Anleger, die bisher von der Steuerfreiheit profitiert haben, könnten ihre Handelsstrategien überdenken. Insbesondere könnte die Abschaffung der einjährigen Haltefrist dazu führen, dass Anleger weniger bereit sind, in Krypto-Währungen zu investieren, da die steuerlichen Vorteile wegfallen. Dies könnte zu einer erhöhten Volatilität auf dem Markt führen, da Anleger möglicherweise schneller verkaufen, um Gewinne zu realisieren.

Reaktionen aus der Finanzwelt

Die Reaktionen auf den Gesetzentwurf sind gemischt. Während einige Finanzexperten die Maßnahme als notwendig erachten, um eine gerechte Besteuerung zu gewährleisten, warnen andere vor den möglichen negativen Auswirkungen auf die Innovationskraft im Krypto-Sektor. Kritiker befürchten, dass die neue Steuerregelung die Attraktivität von Krypto-Anlagen verringern könnte, was sich negativ auf die Entwicklung neuer Technologien und Anwendungen auswirken könnte.

Fazit

Kryptowährungen und Steuerdokumente
Symbolbild: Kryptowährungen und Steuerdokumente · Foto: RDNE Stock project / Pexels

Die geplante Einführung einer Krypto-Steuer von 25 Prozent ab 2028 markiert einen Wendepunkt in der steuerlichen Behandlung von digitalen Währungen in Deutschland. Anleger sollten sich frühzeitig mit den neuen Regelungen vertraut machen und ihre Anlagestrategien entsprechend anpassen. Die Beibehaltung des Freibetrags von 1.000 Euro und die Möglichkeit der Verlustverrechnung bieten jedoch auch Chancen, die es zu nutzen gilt. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich der Markt und die Anleger auf diese Veränderungen einstellen.

Häufige Fragen

Was ist die neue Krypto-Steuer?
Die neue Krypto-Steuer sieht vor, dass Gewinne aus Kryptowährungen ab 2028 mit 25 Prozent besteuert werden, ähnlich wie bei Aktien.
Gilt die Steuer für alle Kryptowährungen?
Ja, die Steuer gilt für alle Kryptowährungen, die nach dem 1. Januar 2027 erworben werden.
Was passiert mit bereits gehaltenen Kryptowährungen?
Für bereits gehaltene Kryptowährungen bleibt die bisherige Regelung mit der einjährigen Haltefrist bestehen.
Wie hoch ist der Freibetrag für Krypto-Gewinne?
Der Freibetrag für Krypto-Gewinne bleibt bei 1.000 Euro pro Person.
Wie wird die Steuererhebung umgesetzt?
Die Steuer wird im Rahmen der Abgeltungsteuer erhoben, was bedeutet, dass Gewinne aus Krypto-Anlagen ähnlich wie Aktien behandelt werden.

Quellen: Google News

Symbolbild: Kryptowährungen und Steuerdokumente · Foto: Rafael Minguet Delgado / Pexels

Sebastian Stehle
Sebastian Stehlehttps://finanz-echo.de
Sebastian Stehle beschäftigt sich seit über zehn Jahren mit den Aktien- und Kapitalmärkten. Bei Finanz-Echo schreibt er über Börsentrends, Unternehmenszahlen und wirtschaftliche Entwicklungen und legt dabei Wert darauf, komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten. Sein Ziel ist es, Leserinnen und Lesern eine solide Grundlage für eigene Entscheidungen zu geben – ohne reißerische Versprechen.
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