⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 25.07.2026
Das neue Altersvorsorgedepot, das als Nachfolger der Riester-Rente konzipiert wurde, bietet verbesserte Zulagen und einen breiteren Zugang für Sparer.
- Höhere Grundzulagen ab 2027
- Erstmals Zugang für Selbstständige
- Geringere Kosten für Standardprodukte
Das neue Altersvorsorgedepot, das als Nachfolger der Riester-Rente konzipiert wurde, bietet eine Vielzahl von Verbesserungen, die die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertreffen. Ab dem 1. Januar 2027 können Sparer von höheren Zulagen und einem breiteren Zugang profitieren. Insbesondere die Einbeziehung von Selbstständigen in das System stellt einen bedeutenden Fortschritt dar.
Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein neues Modell zur Altersvorsorge, das die Riester-Rente ersetzen soll. Es wurde entwickelt, um den Bedürfnissen einer breiteren Bevölkerungsgruppe gerecht zu werden und bietet verbesserte Zulagen sowie einen vereinfachten Zugang. Die Grundzulage wurde von ursprünglich 30 Cent auf 50 Cent pro eingezahltem Euro erhöht, was bedeutet, dass Sparer für die ersten 360 Euro im Jahr 50 Cent pro Euro erhalten können. Für jeden weiteren Euro bis zu 1.800 Euro gibt es 25 Cent statt der ursprünglich geplanten 20 Cent.
Höhere Zulagen und bessere Bedingungen
Die maximale Grundzulage für das Altersvorsorgedepot beträgt nun 540 Euro pro Jahr. Dies stellt eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zur Riester-Rente dar, wo Sparer für einen ähnlichen Betrag deutlich weniger Förderung erhielten. Beispielsweise erhält ein Sparer, der monatlich 100 Euro einzahlt, eine Förderung von 390 Euro, während es bei der Riester-Rente nur 175 Euro waren. Diese neue Struktur belohnt aktives Sparen und motiviert die Menschen, mehr für ihre Altersvorsorge zu tun.
Erweiterter Zugang für Selbstständige
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Altersvorsorgedepots ist die Öffnung für Selbstständige. Diese Gruppe war zuvor von der Riester-Rente ausgeschlossen, was viele von ihnen in ihrer Altersvorsorge benachteiligte. Mit dem neuen Modell können Selbstständige nun ebenfalls von den staatlichen Zulagen profitieren, was die finanzielle Sicherheit im Alter erheblich verbessern kann.
Verbesserte Kinderzulagen
- Start des Altersvorsorgedepots: 1. Januar 2027
- Maximale Grundzulage: 540 Euro pro Jahr
- Kinderzulage ab 25 Euro monatlich erreichbar
Die Kinderzulage war ein häufig kritisierter Punkt im ursprünglichen Entwurf. Um Familien mit geringem Einkommen zu unterstützen, wurde die Regelung grundlegend geändert. Die volle Kinderzulage von 300 Euro pro Kind kann nun bereits ab einem Eigenanteil von 25 Euro pro Monat erreicht werden. Dies bedeutet, dass eine Familie mit zwei Kindern und einem monatlichen Eigenanteil von 25 Euro insgesamt 1.050 Euro im Depot haben kann, was einer Förderquote von 250 Prozent entspricht.
Kosteneffizienz und Transparenz
Ein weiterer Vorteil des Altersvorsorgedepots ist der gesenkte Kostendeckel für Standardprodukte. Die Effektivkosten sinken von 1,5 Prozent auf 1 Prozent. Dies ist ein Kompromiss zwischen den Forderungen der Verbraucherschützer und der Versicherungsbranche. Wer kostengünstige ETFs auswählt, kann sogar mit Kosten von nur 0,1 bis 0,2 Prozent rechnen. Zudem wird ein öffentlicher Träger ein eigenes Standarddepot anbieten, das transparent und kostengünstig ist.
Praktische Hinweise für Sparer
Fazit

Das Altersvorsorgedepot stellt einen bedeutenden Fortschritt in der deutschen Altersvorsorge dar. Mit höheren Zulagen, einem erweiterten Zugang für Selbstständige und verbesserten Bedingungen für Familien wird es den Bedürfnissen einer breiteren Bevölkerung gerecht. Sparer sollten die Gelegenheit nutzen, sich frühzeitig anzumelden, um von den Vorteilen des neuen Systems zu profitieren.
Häufige Fragen
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Wann startet das Altersvorsorgedepot?
Wie hoch sind die Zulagen für das Altersvorsorgedepot?
Wer kann in das Altersvorsorgedepot einzahlen?
Wie wird die Kinderzulage geregelt?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Familie plant ihre Altersvorsorge · Foto: Pavel Danilyuk / Pexels


