StartGeldanlage & ETFsRüstungs-ETF oder Friedens-ETF: Was läuft besser im Jahr

Rüstungs-ETF oder Friedens-ETF: Was läuft besser im Jahr

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⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 05.08.2026

Im Jahr 2026 stehen Anleger vor der Wahl zwischen Rüstungs-ETFs und Friedens-ETFs. Welche dieser beiden Anlageformen bietet die besseren Renditen und welche Trends prägen den Markt?

Das Wichtigste in Kürze

  • Rüstungs-ETFs zeigen eine gemischte Performance mit Ausreißern.
  • Friedens-ETFs haben in den letzten zwölf Monaten besser abgeschnitten.
  • Der Verteidigungsetat in Deutschland erreicht Rekordhöhen.

Im Jahr 2026 stehen Anleger vor der Wahl zwischen Rüstungs-ETFs und Friedens-ETFs. Diese beiden Anlageformen bieten unterschiedliche Ansätze und Renditechancen, die stark von den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen abhängen. In diesem Artikel werden wir die Performance beider ETF-Kategorien analysieren und die Trends beleuchten, die den Markt prägen.

Was sind Rüstungs-ETFs?

Vergleich von Rüstungs- und Friedens-ETFs
Symbolbild: Vergleich von Rüstungs- und Friedens-ETFs · Foto: Raph Montford / Pexels

Rüstungs-ETFs sind börsengehandelte Fonds, die in Unternehmen investieren, die von den weltweit steigenden Verteidigungsausgaben profitieren. Diese Fonds enthalten häufig Aktien von Rüstungsherstellern sowie Technologieunternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für militärische Anwendungen anbieten. Die Performance dieser ETFs kann stark variieren, da sie von politischen Entscheidungen und der allgemeinen Marktentwicklung beeinflusst werden.

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Ein Beispiel für einen Rüstungs-ETF ist der VanEck Defense, der in der Vergangenheit eine Performance von 2,23% im letzten Jahr verzeichnete. Im Gegensatz dazu zeigt der Invesco Defence Innovation ETF, der auf innovative Technologieunternehmen setzt, eine deutlich bessere Performance von 26,51%. Dies verdeutlicht, dass nicht alle Rüstungs-ETFs gleich sind und Anleger genau hinschauen sollten, welche Schwerpunkte die jeweiligen Fonds setzen.

Wie schneiden Friedens-ETFs ab?

Friedens-ETFs hingegen setzen auf nachhaltige Investitionen und schließen Unternehmen aus, die in der Rüstungsindustrie tätig sind. Diese Fonds haben in den letzten zwölf Monaten eine bemerkenswerte Performance von 17,89% erzielt, was sie zu einer attraktiven Option für Anleger macht, die auf ethische Investitionen setzen möchten. Die Performance dieser ETFs ist in der Regel stabiler, da sie nicht den gleichen Schwankungen unterliegen wie Rüstungs-ETFs.

Ein weiterer Vorteil von Friedens-ETFs ist, dass sie oft in Unternehmen investieren, die sich auf nachhaltige Technologien und soziale Verantwortung konzentrieren. Dies spricht Anleger an, die nicht nur Rendite, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft erzielen möchten.

Der Einfluss der Verteidigungsausgaben

Fakten auf einen Blick

  • Rüstungs-ETF Performance: 2,23% im letzten Jahr
  • Friedens-ETF Performance: 17,89% im letzten Jahr
  • Verteidigungsetat Deutschlands: 108,2 Milliarden Euro für 2026

Die Verteidigungsausgaben in Deutschland erreichen im Jahr 2026 mit 108,2 Milliarden Euro einen Rekordwert. Dies ist die höchste Summe seit dem Ende des Kalten Krieges und zeigt, dass die Rüstungsindustrie in den kommenden Jahren voraussichtlich von stabilen Aufträgen profitieren wird. Diese Entwicklung könnte die Performance von Rüstungs-ETFs kurzfristig positiv beeinflussen, da Unternehmen in diesem Sektor von den erhöhten Ausgaben profitieren.

Allerdings sollten Anleger beachten, dass nicht jede politische Ankündigung automatisch zu neuen Aufträgen führt. Die Kurse der Rüstungs-ETFs können daher weniger dynamisch sein, was bedeutet, dass Anleger eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Fonds vornehmen sollten.

Langfristige Perspektiven für Anleger

Für Anleger ist es entscheidend, die langfristige Perspektive zu betrachten. Während Rüstungs-ETFs in der Vergangenheit von einer Rüstungs-Euphorie profitiert haben, zeigen Friedens-ETFs eine stabilere Performance. Anleger, die auf nachhaltige ETFs ohne Waffen und Rüstung setzen, haben zwar auf Performance verzichtet, könnten jedoch in der Regel ohnehin keine Rüstungs-ETFs kaufen.

Die Entscheidung zwischen Rüstungs-ETFs und Friedens-ETFs hängt letztlich von den individuellen Anlagezielen und der Risikobereitschaft ab. Wer auf kurzfristige Gewinne aus ist, könnte in Rüstungs-ETFs investieren, während Anleger, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, eher zu Friedens-ETFs tendieren sollten.

Fazit: Rüstungs-ETF oder Friedens-ETF?

Vergleich von Rüstungs- und Friedens-ETFs
Symbolbild: Vergleich von Rüstungs- und Friedens-ETFs · Foto: Alex Luna / Pexels

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl Rüstungs-ETFs als auch Friedens-ETFs ihre Vor- und Nachteile haben. Rüstungs-ETFs bieten potenziell höhere Renditen, sind jedoch auch mit höheren Risiken verbunden. Friedens-ETFs hingegen bieten eine stabilere Performance und sprechen Anleger an, die ethische Investitionen bevorzugen. Die Wahl zwischen diesen beiden Anlageformen sollte daher gut überlegt sein und auf den persönlichen Anlagezielen basieren.

Häufige Fragen

Was sind Rüstungs-ETFs?
Rüstungs-ETFs sind börsengehandelte Fonds, die in Unternehmen investieren, die von Verteidigungsausgaben profitieren. Sie enthalten oft Aktien von Rüstungsherstellern und Technologieunternehmen im Verteidigungssektor.
Wie schneiden Friedens-ETFs im Vergleich ab?
Friedens-ETFs, die auf nachhaltige Investitionen ohne Rüstungsbezug setzen, haben in den letzten zwölf Monaten eine bessere Performance gezeigt als viele Rüstungs-ETFs.
Welche Faktoren beeinflussen die Performance von Rüstungs-ETFs?
Die Performance von Rüstungs-ETFs wird durch politische Entscheidungen, Verteidigungsausgaben und die allgemeine Marktentwicklung beeinflusst. Unsicherheiten in der Branche können zu schwankenden Kursen führen.
Sind Friedens-ETFs eine sichere Anlage?
Friedens-ETFs bieten eine nachhaltige Anlagemöglichkeit, jedoch kann die Rendite im Vergleich zu Rüstungs-ETFs geringer sein. Anleger sollten ihre Risikobereitschaft und Anlageziele berücksichtigen.
Wie hoch ist der Verteidigungsetat Deutschlands für 2026?
Der Verteidigungsetat Deutschlands beträgt für 2026 insgesamt 108,2 Milliarden Euro, was die höchsten Ausgaben seit dem Ende des Kalten Krieges darstellt.

Quellen: Google News

Symbolbild: Vergleich von Rüstungs- und Friedens-ETFs · Foto: Antonio Prado / Pexels

Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt
Tobias Reinhardt schreibt über Geldanlage, ETFs und Steuern. Er legt Wert auf einen langfristigen, kostenbewussten Blick auf das Investieren und erklärt Strategien so, dass sie auch für Einsteiger nachvollziehbar bleiben. In seinen Beiträgen geht es ihm weniger um schnelle Gewinne als um fundierte, langfristige Entscheidungen.
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