⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 16.06.2026
Die aktuellen Ratings von Scope zeigen, welche offenen Immobilienfonds im Jahr 2026 besonders überzeugen konnten. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds bleiben die Vermietungsquoten stabil.
- Fünf Fonds wurden herabgestuft, zwei heraufgestuft.
- Die durchschnittliche Vermietungsquote liegt bei 92,4%.
- Die Branche sieht sich großen Herausforderungen gegenüber.
Am 16. Juni 2026 veröffentlichte die Scope Fund Analysis GmbH aktuelle Ratings für offene Immobilienfonds, die aufzeigen, welche Fonds in einem herausfordernden Marktumfeld überzeugen konnten. In einer umfassenden Analyse wurden 26 Fonds mit einem Gesamtverkehrswert von 106,1 Milliarden Euro untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vermietungsquoten stabil geblieben sind, was auf ein aktives Vermietungsmanagement hinweist.
Was sind offene Immobilienfonds?

Offene Immobilienfonds sind Investmentvehikel, die in verschiedene Immobilien investieren und Anlegern die Möglichkeit bieten, Anteile zu erwerben. Diese Fonds sind in der Regel für die breite Öffentlichkeit zugänglich und bieten eine gewisse Liquidität, da Anleger ihre Anteile zurückgeben können. Die Fonds investieren in verschiedene Immobilienarten, darunter Wohn-, Gewerbe- und Mischimmobilien, und streben an, durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen Renditen zu erzielen.
Aktuelle Ratings und deren Bedeutung
Die aktuellen Ratings von Scope zeigen, dass fünf der 19 bewerteten Fonds herabgestuft wurden, während zwei Fonds eine Heraufstufung erfahren haben. Die Ratings reichen von aAIF bis cccAIF, wobei der Durchschnitt bei bbbAIF liegt. Diese Ratings sind entscheidend für Anleger, da sie eine Einschätzung der Qualität und Stabilität der Fonds bieten. Ein höheres Rating deutet auf eine bessere Performance und geringere Risiken hin.
Stabile Vermietungsquoten als positives Signal
Die Analyse ergab, dass die durchschnittliche Vermietungsquote der untersuchten Fonds bei 92,4% liegt, was dem Niveau der Vorjahre entspricht. Diese Stabilität ist besonders bemerkenswert, da viele Fonds in den letzten Monaten Immobilien verkauft haben, um ihre Liquidität zu erhöhen. Die besten Fonds, wie der Deka-Immobilien Metropolen und der Uni Institutional German Real Estate, weisen sogar Quoten von über 97% auf. Diese Zahlen sind ein Indikator für ein aktives und effektives Vermietungsmanagement.
Herausforderungen für die Branche
- Datum: 16.06.2026
- Durchschnittliche Vermietungsquote: 92,4%
- Anzahl der analysierten Fonds: 26
- Nettomittelabfluss 2025: 7,6 Mrd. Euro
- Liquiditätsquote: 15,2%
Trotz der stabilen Vermietungsquoten sieht sich die Branche großen Herausforderungen gegenüber. Die Analysten von Scope warnen vor steigenden Leerständen, insbesondere bei Büroimmobilien und in weniger gefragten Lagen. Zudem könnten die hohen Kosten für Modernisierungen und die Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld, wie Inflation und geopolitische Spannungen, die Renditen der Fonds belasten. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die Vermietungsquoten im Laufe des Jahres 2026 leicht sinken.
Liquidität und Mittelabflüsse
Ein weiterer wichtiger Aspekt der aktuellen Marktanalyse ist die Liquidität der Fonds. Ende Januar 2026 hielten die 26 untersuchten Fonds liquide Mittel in Höhe von 15,4 Milliarden Euro, was einer durchschnittlichen Liquiditätsquote von 15,2% des Fondsvermögens entspricht. Diese Quote liegt deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 5%. Dennoch verzeichneten die Fonds im Jahr 2025 einen Nettomittelabfluss von rund 7,6 Milliarden Euro, was auf eine zunehmende Zurückhaltung der Anleger hinweist.
Ausblick auf die Renditen
Für das Jahr 2026 erwarten die Analysten von Scope eine Erholung der Renditen bei offenen Immobilienfonds, sofern keine weiteren signifikanten Rückgabeverlangen der Anleger auftreten. Die negative Durchschnittsrendite von -1,2% im Jahr 2025 ist auf Wertberichtigungen in den Immobilienportfolios und negative Effekte aus Verkaufsaktivitäten zurückzuführen. Die Stabilität der Vermietungsquoten und die langfristigen Mietverträge, die während der Corona-Pandemie abgeschlossen wurden, könnten jedoch dazu beitragen, die Renditen zu stabilisieren.
Fazit

Die aktuellen Ratings von Scope zeigen, dass einige offene Immobilienfonds trotz eines herausfordernden Marktumfelds stabil bleiben und überzeugen können. Die Vermietungsquoten sind ein positives Signal, während die Branche gleichzeitig vor großen Herausforderungen steht. Anleger sollten die Entwicklungen genau beobachten und die Ratings als wichtigen Indikator für die Fondsperformance nutzen.
Häufige Fragen
Was sind offene Immobilienfonds?
Wie wird das Scope-Rating vergeben?
Warum sind Vermietungsquoten wichtig?
Welche Herausforderungen gibt es für Immobilienfonds?
Wie beeinflusst die Inflation Immobilienfonds?
Quellen: Google News
Symbolbild: Offene Immobilienfonds im Fokus · Foto: Sonny Sixteen / Pexels


