⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 21.08.2026
Die Stiftung Warentest hat ihren aktuellen Girokonten-Test veröffentlicht und zeigt, dass nur 12 Konten im Jahr 2026 ohne Bedingungen kostenlos sind. Dies wirft Fragen zur Preisgestaltung und den Bedingungen der Banken auf.
- Stiftung Warentest prüft 711 Girokonten von 182 Banken.
- Kostenlose Konten sind stark zurückgegangen.
- Die meisten Banken verlangen Gebühren von bis zu 720 Euro jährlich.
Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Test von Girokonten herausgefunden, dass nur 12 Konten im Jahr 2026 wirklich kostenlos sind. Dies ist ein alarmierender Trend, der die Verbraucher dazu zwingt, die Angebote der Banken genauer zu prüfen. In einer Zeit, in der die Inflation und die Zinsen auf einem historischen Niveau sind, ist es für viele Menschen entscheidend, die besten finanziellen Entscheidungen zu treffen.
Was ist der aktuelle Stand der Girokonten?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 711 Girokonten von 182 Banken und Sparkassen untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die durchschnittlichen Kosten für ein Girokonto in Deutschland bei etwa 125 Euro pro Jahr liegen. Dies zeigt, dass viele Verbraucher möglicherweise mehr für ihre Kontoführung bezahlen, als sie sollten. Die Tester fanden zudem, dass nur 12 Konten ohne Bedingungen kostenlos sind, was die Auswahl für Verbraucher stark einschränkt.
Die Untersuchung zeigt auch, dass die Anzahl der kostenlosen Konten in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist. Vor fünf Jahren gab es noch 14 Konten, die ohne Bedingungen kostenlos waren. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, insbesondere in einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem viele Menschen auf ihre Ausgaben achten müssen.
Die Bedingungen für kostenlose Girokonten
Die 12 kostenlosen Girokonten, die von der Stiftung Warentest identifiziert wurden, sind in der Regel Gehaltskonten für Online-Kunden. Diese Konten sind ohne Bedingungen kostenlos, was bedeutet, dass die Kontoinhaber keine Mindestgeldeingänge oder andere Anforderungen erfüllen müssen. Zu den Anbietern gehören sowohl Direktbanken als auch einige Sparkassen.
Im Gegensatz dazu sind viele andere als kostenlos beworbene Konten an Bedingungen geknüpft. Typische Voraussetzungen sind ein monatlicher Mindestgeldeingang von 700 bis 3.000 Euro oder ein Mindestalter unter 28 Jahren. Diese Bedingungen können für viele Verbraucher eine Hürde darstellen, insbesondere für junge Menschen oder Personen mit unregelmäßigen Einkünften.
Die Kostenstruktur von Girokonten
- Nur 12 Girokonten sind 2026 ohne Bedingungen kostenlos.
- Im Schnitt kostet ein Girokonto in Deutschland 125 Euro pro Jahr.
- 66 Konten kosten weniger als 60 Euro jährlich.
Die Kosten für Girokonten setzen sich nicht nur aus der Kontoführungsgebühr zusammen. Viele Banken erheben zusätzliche Gebühren für Überweisungen, Daueraufträge und das Abheben von Bargeld an fremden Automaten. Diese Nebenkosten werden oft unterschätzt, können aber die Gesamtkosten für die Kontoführung erheblich erhöhen. Ein Konto mit einem niedrigen monatlichen Grundpreis kann sich schnell als teuer herausstellen, wenn viele Buchungen anfallen.
Die Stiftung Warentest empfiehlt, die Gesamtkosten eines Girokontos zu betrachten, anstatt sich nur auf den Grundpreis zu konzentrieren. Ein Konto, das auf den ersten Blick günstig erscheint, kann durch hohe Zusatzkosten schnell unattraktiv werden. Daher ist es wichtig, die verschiedenen Angebote sorgfältig zu vergleichen.
Die Auswirkungen auf die Verbraucher
Die steigenden Kosten für Girokonten haben direkte Auswirkungen auf die Verbraucher. In einer Zeit, in der die Inflation steigt und die Zinsen niedrig sind, müssen viele Menschen ihre Finanzen genau im Blick behalten. Ein Girokonto, das hohe Gebühren verlangt, kann die finanzielle Situation erheblich belasten. Dies ist besonders kritisch für Haushalte mit geringem Einkommen oder für Rentner, die auf eine feste Einkommensquelle angewiesen sind.
Die Verbraucher sind daher gefordert, sich aktiv mit den Angeboten der Banken auseinanderzusetzen und gegebenenfalls zu wechseln, um Kosten zu sparen. Ein Wechsel zu einem günstigeren oder sogar kostenlosen Konto kann langfristig erhebliche Einsparungen bringen.
Die Rolle der Banken im aktuellen Markt
Die Banken stehen unter Druck, ihre Kosten zu decken und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. In einem Markt, in dem die Zinsen niedrig sind und die Inflation steigt, müssen viele Banken ihre Gebührenstruktur überdenken. Die Stiftung Warentest hat festgestellt, dass viele Banken versuchen, ihre Einnahmen durch Gebühren zu steigern, anstatt attraktive Angebote für die Kunden zu schaffen.
Die Banken müssen sich fragen, wie sie ihre Dienstleistungen verbessern und gleichzeitig die Kosten für die Verbraucher senken können. In einer Zeit, in der digitale Bankdienstleistungen immer beliebter werden, könnte dies eine Chance für Banken sein, ihre Angebote zu überarbeiten und kundenfreundlicher zu gestalten.
Fazit

Die Ergebnisse der Stiftung Warentest zeigen, dass die Suche nach einem kostenlosen Girokonto im Jahr 2026 eine Herausforderung darstellt. Nur 12 Konten sind ohne Bedingungen kostenlos, während die meisten anderen Konten hohe Gebühren verlangen. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass die Kosten für Girokonten nicht nur aus der Kontoführungsgebühr bestehen, sondern auch zusätzliche Gebühren beinhalten können. Ein sorgfältiger Vergleich der Angebote ist unerlässlich, um die besten finanziellen Entscheidungen zu treffen.
Häufige Fragen
Welche Banken bieten kostenlose Girokonten an?
Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten für Girokonten?
Was sind die Bedingungen für kostenlose Girokonten?
Wie viele Girokonten kosten weniger als 60 Euro jährlich?
Warum sind kostenlose Girokonten so selten geworden?
Quellen: Google News
Symbolbild: Girokonten im Test 2026 · Foto: Matheus Natan / Pexels


