⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 25.08.2026
Der französische Videospielekonzern Ubisoft zieht als erster Ankermieter ins House of Games in Berlin-Friedrichshain und setzt damit ein Zeichen für die wachsende Gaming-Branche in der Hauptstadt.
- Ubisoft wird im House of Games auf zwei Etagen Spiele entwickeln.
- Das Projekt wird mit 4,6 Millionen Euro vom Senat gefördert.
- Berlin ist der größte Games-Arbeitsmarkt in Deutschland.
Der französische Videospielekonzern Ubisoft hat einen bedeutenden Schritt in der Gaming-Branche gemacht, indem er als erster Ankermieter ins House of Games in Berlin-Friedrichshain zieht. Diese Entscheidung wurde am Mittwoch während der Gamescom in Köln bekannt gegeben, wo der Mietvertrag offiziell unterzeichnet wurde. Ubisoft ist bekannt für seine erfolgreichen Spielereihen wie Assassin’s Creed und wird in den neuen Räumlichkeiten auf zwei Etagen Spiele entwickeln.
Was ist das House of Games?

Das House of Games ist ein neu gestalteter Standort in Berlin, der als Zentrum für die Gaming-Branche fungieren soll. Mit einer Fläche von über 10.000 Quadratmetern wird das Gebäude Büro- und Veranstaltungsflächen bieten, die speziell für die Bedürfnisse von Entwicklern, Start-ups und Institutionen in der Gaming-Industrie konzipiert sind. Die enge Vernetzung dieser Akteure soll die Zusammenarbeit und den kreativen Austausch fördern, was für die Innovationskraft der Branche entscheidend ist.
Die Eröffnung des House of Games hat sich zwar verzögert, doch die Vorfreude auf diesen neuen Standort ist groß. Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey betonte, dass Berlin längst als die Games-Hauptstadt Deutschlands gilt und auch in Europa eine führende Rolle in der Branche einnimmt. Mit rund 3.300 Beschäftigten ist Berlin der größte Games-Arbeitsmarkt unter den deutschen Bundesländern.
Die Bedeutung von Ubisoft für die Gaming-Branche
Ubisoft ist nicht nur ein bedeutender Akteur in der Gaming-Branche, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber in Berlin. Der Managing Director der deutschen Ubisoft Studios, Benedikt Grindel, äußerte sich optimistisch über die Möglichkeiten, die das House of Games bietet. Er sieht darin einen einzigartigen Ort, der die Voraussetzungen für Zusammenarbeit und Innovation schafft. Ubisoft plant, in den neuen Räumlichkeiten Spiele zu entwickeln, die sowohl lokal als auch international erfolgreich sein sollen.
Die Entscheidung, ins House of Games zu ziehen, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ubisoft sich in einer Phase der Umstrukturierung befindet. Das Unternehmen hat kürzlich angekündigt, seine Fixkosten um 200 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren zu senken, was auch die Schließung von Studios und die Einstellung von Projekten umfasst. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken.
Finanzielle Aspekte und staatliche Unterstützung
- Ubisoft ist erster Ankermieter im House of Games.
- Mietvertrag wurde auf der Gamescom in Köln unterzeichnet.
- Das House of Games hat eine Fläche von über 10.000 Quadratmetern.
Die Eröffnung des House of Games wird mit 4,6 Millionen Euro vom Senat gefördert, was die Bedeutung des Projekts für die lokale Wirtschaft unterstreicht. Diese finanzielle Unterstützung zeigt, dass die Regierung die Gaming-Branche als einen wichtigen Wirtschaftszweig anerkennt, der nicht nur Arbeitsplätze schafft, sondern auch zur Innovationskraft der Stadt beiträgt. Die Förderung könnte auch dazu beitragen, weitere Investitionen in die Branche zu ziehen und Berlin als Standort für internationale Gaming-Unternehmen zu festigen.
In einem wirtschaftlichen Kontext, der von Inflation und steigenden Zinsen geprägt ist, ist die Unterstützung für innovative Branchen wie die Gaming-Industrie besonders wichtig. Die Schaffung eines zentralen Standorts für die Branche könnte dazu beitragen, die wirtschaftliche Stabilität in der Region zu fördern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, was in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit von großer Bedeutung ist.
Die Zukunft der Gaming-Branche in Berlin
Mit dem House of Games wird Berlin nicht nur ein neuer Standort für Ubisoft, sondern auch ein Zentrum für die gesamte Gaming-Branche. Die enge Vernetzung von Entwicklern, Start-ups und Institutionen wird voraussichtlich zu einer Vielzahl von neuen Projekten und Kooperationen führen. Dies könnte auch positive Auswirkungen auf die Aktienkurse von Unternehmen in der Branche haben, da Investoren zunehmend auf die Innovationskraft und das Wachstumspotenzial der Gaming-Industrie setzen.
Die Gaming-Branche hat in den letzten Jahren ein bemerkenswertes Wachstum erlebt, und die Nachfrage nach neuen und innovativen Spielen ist ungebrochen. Mit der Eröffnung des House of Games könnte Berlin zu einem Hotspot für kreative Talente und innovative Ideen werden, was nicht nur für die Branche selbst, sondern auch für die gesamte Wirtschaft der Stadt von Vorteil ist.
Fazit

Die Entscheidung von Ubisoft, ins House of Games zu ziehen, ist ein bedeutender Schritt für die Gaming-Branche in Berlin. Mit der Unterstützung des Senats und der Schaffung eines zentralen Standorts für Entwickler und Start-ups wird Berlin weiterhin als führende Stadt in der Gaming-Industrie positioniert. Die Entwicklungen in diesem Bereich könnten auch positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Stadt und die Aktienkurse von Unternehmen in der Branche haben. Die Zukunft der Gaming-Branche in Berlin sieht vielversprechend aus.
Häufige Fragen
Was ist das House of Games?
Wann wurde der Mietvertrag unterzeichnet?
Welche Rolle spielt Ubisoft im House of Games?
Wie wird das Projekt finanziert?
Warum ist Berlin wichtig für die Gaming-Branche?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Ubisoft im neuen House of Games in Berlin · Foto: Nathan b Caldeira / Pexels


