⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 05.08.2026
Im Jahr 2025 haben unabhängige Vermögensverwalter ihre Benchmarks nur minimal übertroffen. Die Renditen lagen unter den hohen Vorjahreswerten, was Fragen zur Performance aufwirft.
- Vermögensverwalter erzielten 2025 nur geringe Überrenditen.
- Konservative und ausgewogene Depots trafen ihre Benchmarks exakt.
- Chancenorientierte Strategien blieben hinter den Erwartungen zurück.
Im Jahr 2025 haben unabhängige Vermögensverwalter ihre Benchmarks nur minimal übertroffen. Die Renditen lagen unter den hohen Vorjahreswerten, was Fragen zur Performance aufwirft. Während konservative Mandate im Median eine Rendite von 4,74% erzielten und damit ihre Benchmark exakt trafen, konnten ausgewogene Portfolios mit 6,48% nur knapp über der Benchmark von 6,45% liegen. Chancenorientierte Strategien, die in der Vergangenheit oft hohe Renditen lieferten, kamen auf 8,03% und blieben damit lediglich 0,55% unter ihrem Vergleichsmaßstab.
Was sind die aktuellen Renditen von Vermögensverwaltern?

Die Renditen der Vermögensverwalter im Jahr 2025 zeigen, dass die Performance in einem herausfordernden Marktumfeld stagnierte. Konservative Depots, die traditionell auf Sicherheit setzen, erzielten eine Medianrendite von 4,74%. Dies ist ein Zeichen dafür, dass Anleger in unsicheren Zeiten auf bewährte Strategien zurückgreifen. Ausgewogene Portfolios, die sowohl auf Aktien als auch auf Anleihen setzen, konnten mit 6,48% eine Punktlandung erreichen, während chancenorientierte Depots, die auf höhere Renditen abzielen, mit 8,03% hinter ihren Erwartungen zurückblieben.
Die Benchmarks für diese Portfolios waren 6,45% für ausgewogene und 8,58% für chancenorientierte Strategien. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Vermögensverwalter zwar solide Renditen erzielten, jedoch in einem Markt, der von Unsicherheiten geprägt ist, nicht die erhofften Überrenditen generieren konnten.
Wie schneiden Vermögensverwalter im Vergleich zu ihren Benchmarks ab?
Die Analyse zeigt, dass die Vermögensverwalter im Jahr 2025 ihre Benchmarks nur geringfügig übertreffen konnten. Während die Renditen im Vergleich zu den Vorjahren zurückgingen, verringerte sich der Abstand zu den Referenzindizes deutlich. Dies ist besonders bemerkenswert, da im Jahr 2024 chancenorientierte Depots noch eine Rendite von 11,7% erzielten, während ihre Benchmark bei 18,7% lag. Der Rückstand von sieben Prozentpunkten war ein deutliches Warnsignal für die Branche.
Die Tatsache, dass die Vermögensverwalter in einem Jahr mit niedrigeren Renditen dennoch ihre Benchmarks nahezu erreichen konnten, spricht für die Qualität der professionellen Vermögensverwaltung. In volatilen Marktphasen zeigt sich der Wert professioneller Vermögensverwaltung besonders deutlich, da sie spontane Entscheidungen durch einen klaren Plan ersetzt und langfristige Anlageziele verfolgt.
Was sind die Hauptfaktoren für die Performance von Vermögensverwaltern?
- Medianrendite konservativer Depots: 4,74%
- Medianrendite ausgewogener Depots: 6,48%
- Medianrendite chancenorientierter Depots: 8,03%
- Anteil der Portfolios über einer Million Euro: 10,9%
- Durchschnittliches Depotvolumen: 546.000 Euro
Ein entscheidender Faktor für die Performance der Vermögensverwalter ist die Art der eingesetzten Anlagestrategien. Portfolios, die überwiegend auf Einzelaktien, Direktanleihen und kostengünstige ETFs setzen, erzielten laut einer Studie im Durchschnitt 1,74% mehr Rendite pro Jahr als solche, die ausschließlich mit aktiv gemanagten Publikumsfonds arbeiten. Dies zeigt, dass eine kosteneffiziente Anlagestrategie einen signifikanten Einfluss auf die Rendite hat.
Auf der anderen Seite erweisen sich komplexe Retailprodukte, wie Zertifikatsstrukturen und Dachfonds mit mehreren Gebührenebenen, als Bremsklotz für die Performance. Diese Produkte kosteten Anleger im Schnitt 2,01% Rendite pro Jahr. Daher ist es für Anleger ratsam, auf transparente und kosteneffiziente Anlagemöglichkeiten zu setzen, um die Rendite zu maximieren.
Wie hoch ist das durchschnittliche Depotvolumen bei Vermögensverwaltern?
Das durchschnittliche Depotvolumen der untersuchten Vermögensverwaltungsmandate lag bei rund 546.000 Euro, während das mediane Depotvolumen bei etwa 178.000 Euro lag. Dies zeigt, dass ein Großteil der Mandate unter einer Million Euro liegt, da lediglich 10,9% der analysierten Portfolios über ein Vermögen von mehr als einer Million Euro verfügten. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Mehrheit der Anleger auf eine konservative Anlagestrategie setzt und sich nicht in riskante Anlagen stürzt.
Die Verteilung der Depotvolumina hat auch Auswirkungen auf die Anlagestrategien der Vermögensverwalter. Kleinere Portfolios sind oft weniger diversifiziert und können anfälliger für Marktschwankungen sein. Daher ist es für Anleger wichtig, die Größe ihres Portfolios und die damit verbundenen Risiken zu berücksichtigen.
Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die unabhängigen Vermögensverwalter im Jahr 2025 ihre Benchmarks nur minimal übertreffen konnten. Die Renditen lagen unter den hohen Vorjahreswerten, was die Herausforderungen in einem volatilen Marktumfeld verdeutlicht. Anleger sollten sich bewusst sein, dass eine kosteneffiziente Anlagestrategie und die Wahl der richtigen Produkte entscheidend für den langfristigen Erfolg sind. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es ratsam, auf transparente und bewährte Anlagemöglichkeiten zu setzen, um die Rendite zu maximieren.
Häufige Fragen
Was sind die aktuellen Renditen von Vermögensverwaltern?
Wie schneiden Vermögensverwalter im Vergleich zu ihren Benchmarks ab?
Was sind die Hauptfaktoren für die Performance von Vermögensverwaltern?
Wie hoch ist das durchschnittliche Depotvolumen bei Vermögensverwaltern?
Wie viele Vermögensverwalter haben Portfolios über einer Million Euro?
Quellen: Google News
Symbolbild: Vermögensverwalter analysieren Markttrends · Foto: Kampus Production / Pexels


