⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 06.09.2026
Aktuell warnen Experten vor gefälschten Mails und Anrufen, die im Namen des ADAC versendet werden. Betrüger nutzen den guten Ruf des Automobilclubs, um an persönliche Daten und Geld zu gelangen.
- Betrüger nutzen ADAC-Namen für Phishing-Aktionen
- Gefälschte Mails und Anrufe zielen auf persönliche Daten ab
- Wichtige Tipps zum Schutz vor Online-Abzocke
Aktuell sind zahlreiche Verbraucher von einer neuen Welle der Online-Abzocke betroffen, die sich im Namen des ADAC ausgibt. Betrüger nutzen den guten Ruf des Automobilclubs, um gefälschte Mails und Anrufe zu versenden, die darauf abzielen, persönliche Daten und Geld zu ergaunern. Mit über 22 Millionen Mitgliedern ist der ADAC ein attraktives Ziel für Cyberkriminelle, die versuchen, durch Phishing-Aktionen an sensible Informationen zu gelangen.
Was sind gefälschte ADAC Mails?

Gefälschte ADAC Mails sind Nachrichten, die im Namen des ADAC versendet werden, jedoch von Kriminellen stammen. Diese Mails enthalten oft Links, die nicht auf die offizielle ADAC-Domain (.adac.de) verweisen, sondern auf fremde Webseiten, die darauf abzielen, persönliche Daten abzugreifen. Die Betrüger versuchen, die Empfänger zum Klicken auf einen Link zu bewegen, um Schadsoftware zu installieren oder sensible Informationen wie Passwörter und Kontonummern zu erlangen.
Ein typisches Beispiel für solche Mails ist eine Nachricht, die mit einem vermeintlichen Rabatt von 60 % für eine Dashcam lockt, wenn der Empfänger an einer Umfrage teilnimmt. Hierbei wird oft ein Button „UMFRAGE STARTEN“ angeboten, der jedoch zu einer betrügerischen Webseite führt. Solche Mails sind nicht nur irreführend, sondern auch gefährlich, da sie die Sicherheit der Nutzer gefährden.
Wie erkenne ich eine gefälschte ADAC Mail?
Es gibt mehrere Merkmale, an denen Sie eine gefälschte Nachricht erkennen können. Dazu gehören merkwürdige Absenderadressen, die oft nicht mit der offiziellen ADAC-Domain übereinstimmen. Zudem fehlt häufig eine persönliche Anrede, obwohl der Empfänger Mitglied des ADAC ist. Ein weiteres Indiz sind Links, die nicht auf die offizielle ADAC-Adresse verweisen. Oft wird auch ein übertriebener Zeitdruck aufgebaut, um die Empfänger zu einer schnellen Reaktion zu bewegen.
Ein Beispiel für eine solche betrügerische Mail könnte den Betreff „Wichtige Information zu Ihrem Kreditrahmen“ tragen, in der behauptet wird, dass die Kontaktdaten überprüft werden müssen. Hierbei wird der Empfänger aufgefordert, auf einen Button zu klicken, um die „Legitimation zu starten“. Solche Mails sind ein klarer Hinweis auf einen Betrugsversuch.
Gefälschte Anrufe: Eine weitere Masche der Betrüger
- Über 22 Millionen ADAC Mitglieder betroffen
- Betrüger fordern bis zu 1200 Euro für angebliche Gewinne
- Falsche Mails versprechen Rabatte und kostenlose Produkte
Neben gefälschten Mails versuchen Betrüger auch, über Telefonanrufe an persönliche Daten zu gelangen. Die Anrufer geben sich häufig als ADAC-Mitarbeiter aus und behaupten, dass der Angerufene bei einem Gewinnspiel gewonnen hat. Um an den Gewinn zu gelangen, wird eine „Bearbeitungsgebühr“ gefordert, die bis zu 1200 Euro betragen kann. Diese Anrufe sind nicht nur irreführend, sondern auch illegal, da unerlaubte Werbeanrufe ohne Einwilligung des Angerufenen verboten sind.
Wenn Sie einen solchen Anruf erhalten, sollten Sie die Rufnummer notieren, auflegen und die Telefonnummer bei der Bundesnetzagentur melden. Werbung am Telefon und Gewinnspielanrufe sind ohne Ihr Einverständnis verboten und können mit hohen Geldstrafen geahndet werden.
Tipps zum Schutz vor Online-Abzocke
Ein weiterer wichtiger Schritt ist, Ihre Passwörter regelmäßig zu ändern und bei Verdacht auf einen Betrugsversuch sofort Ihre Bank zu kontaktieren. Wenn Sie bereits auf einen verdächtigen Link geklickt haben, sollten Sie umgehend Ihre Kreditkarte sperren lassen und Ihre Bank über den Vorfall informieren.
Fazit

Die aktuelle Welle der Online-Abzocke im Namen des ADAC zeigt, wie wichtig es ist, wachsam zu sein und sich über die Methoden der Betrüger zu informieren. Durch das Erkennen von gefälschten Mails und Anrufen sowie durch präventive Maßnahmen können Verbraucher sich effektiv schützen. Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl und informieren Sie sich über echte Angebote direkt auf der offiziellen ADAC-Webseite, um nicht Opfer von Betrügern zu werden.
Häufige Fragen
Was sind gefälschte ADAC Mails?
Wie erkenne ich eine gefälschte ADAC Mail?
Was soll ich tun, wenn ich eine verdächtige Mail erhalte?
Wie verhalten sich Betrüger am Telefon?
Wie kann ich mich vor Online-Abzocke schützen?
Quellen: Google News
Symbolbild: Warnung vor ADAC Online-Abzocke · Foto: Markus Winkler / Pexels


