⏱ 3 Min. Lesezeit · Stand: 05.09.2026
Am 30. September 2026 erfolgt der jährliche Austausch von Finanzdaten zwischen Deutschland und zahlreichen Staaten. Besonders Rentner sollten sich über die betroffenen Konten informieren.
- Finanzkonten werden dem Finanzamt gemeldet
- Betroffen sind vor allem Rentner
- Meldung betrifft das Jahr 2025
Am 30. September 2026 wird Deutschland erneut Finanzdaten mit zahlreichen Staaten austauschen. Dieser jährliche Prozess betrifft insbesondere Rentner, die in Deutschland steuerlich ansässig sind und im Ausland Konten, Depots oder bestimmte Versicherungsverträge unterhalten. Die Meldung erfolgt im Rahmen des Finanzkonten-Informationsaustauschgesetzes und bezieht sich auf die Daten des Jahres 2025.
Was sind die betroffenen Konten?

Die Finanzinstitute sind verpflichtet, eine Vielzahl von Konten zu melden. Dazu gehören unter anderem:
- Giro-, Spar- und Tagesgeldkonten
- Festgeldkonten
- Wertpapierdepots
- Fonds- und Investmentkonten
- Rückkaufsfähige Versicherungen
- Bestimmte Rentenversicherungsverträge
- Aufgelöste Konten
Die übermittelten Informationen umfassen unter anderem Kontonummern, Kontostände zum Jahresende sowie gutgeschriebene Bruttozinsen. Diese Daten ermöglichen es den Finanzämtern, die Angaben in den Steuererklärungen der Betroffenen zu überprüfen.
Warum ist dieser Austausch wichtig?
Der automatische Austausch von Finanzdaten soll verhindern, dass steuerpflichtige Erträge vor den Finanzbehörden verborgen bleiben. Insbesondere für Rentner, die möglicherweise ausländische Konten besitzen, ist es wichtig, sich über die steuerlichen Verpflichtungen im Klaren zu sein. Der Bezug einer Rente allein führt nicht automatisch zu einer Meldung, entscheidend sind die Art des Finanzkontos und die steuerliche Ansässigkeit des Inhabers.
Die Meldung der Finanzdaten erfolgt nicht nur an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt), sondern auch an die zuständigen Finanzämter, die die Informationen zur Überprüfung der Steuererklärungen nutzen. Bei Abweichungen zwischen den gemeldeten Daten und den Angaben in der Steuererklärung kann es zu Nachfragen kommen.
Welche Daten werden konkret übermittelt?
- Meldetermin: 30. September 2026
- Meldezeitraum: Jahr 2025
- Betroffene: Rentner mit Auslandskonten
Die übermittelten Daten umfassen eine Vielzahl von Informationen, die für die steuerliche Bewertung relevant sind. Dazu gehören:
- Name und Anschrift des Kontoinhabers
- Steueridentifikationsnummer
- Geburtsdatum und Geburtsort
- Steuerlicher Wohnsitz
- Kontonummer
- Kontostand zum Ende des Kalenderjahres
- Bruttozinsen, Dividenden und andere Erträge
Diese Informationen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass alle steuerpflichtigen Einkünfte korrekt in der Steuererklärung angegeben werden. Rentner sollten sich daher frühzeitig informieren, welche Erträge sie angeben müssen.
Was sollten Rentner jetzt tun?
Rentner, die im Ausland Konten unterhalten, sollten sich umgehend mit ihren Finanzunterlagen auseinandersetzen. Es ist ratsam, alle relevanten Informationen zu sammeln und zu überprüfen, ob alle Einkünfte korrekt in der Steuererklärung angegeben sind. Ein frühzeitiger Abgleich kann helfen, mögliche Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden.
Fazit

Der bevorstehende Austausch von Finanzdaten am 30. September 2026 ist für viele Rentner von großer Bedeutung. Es ist wichtig, sich über die betroffenen Konten und die zu meldenden Daten im Klaren zu sein. Durch eine sorgfältige Vorbereitung und die korrekte Angabe aller Einkünfte in der Steuererklärung können Rentner mögliche Probleme mit dem Finanzamt vermeiden. Der Austausch soll dazu beitragen, Steuerhinterziehung zu verhindern und die steuerliche Transparenz zu erhöhen.
Häufige Fragen
Welche Konten werden dem Finanzamt gemeldet?
Was müssen Rentner beachten?
Wann erfolgt die Meldung?
Was passiert bei Abweichungen in der Steuererklärung?
Gibt es eine Frist für die Steuererklärung?
Quellen: Google News
Symbolbild: Rentner prüfen ihre Finanzkonten · Foto: Vitaly Gariev / Pexels


