⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 03.07.2026
Die Wahl zwischen mehr Rendite und mehr Sicherheit ist für Anleger von iBonds ETFs entscheidend. Ausfallrisiken spielen dabei eine zentrale Rolle.
- High-Yield-iBonds bieten höhere Renditen, aber auch mehr Risiko.
- Investment-Grade-iBonds gelten als stabiler und sicherer.
- Das Kreditrating der Anleihen ist entscheidend für die Endrendite.
Die Entscheidung, in iBonds ETFs zu investieren, ist für viele Anleger von zentraler Bedeutung, insbesondere in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Unsicherheiten geprägt ist. Am 2. Juli 2026 wurde in einer Analyse von S&P Global Ratings deutlich, dass die Ausfallrisiken bei High-Yield-Anleihen erheblich höher sind als bei Investment-Grade-Papieren. Diese Erkenntnis hat weitreichende Implikationen für die Renditeerwartungen von Anlegern, die sich zwischen diesen beiden Anleiheklassen entscheiden müssen.
Was sind iBonds ETFs?

iBonds ETFs sind spezielle börsengehandelte Fonds, die ein diversifiziertes Portfolio von Anleihen mit festem Fälligkeitsdatum halten. Diese Fonds kombinieren die Vorteile von Anleihen und Fonds, indem sie Anlegern ermöglichen, in eine Vielzahl von Anleihen zu investieren, ohne jede einzelne Anleihe analysieren zu müssen. Bei Fälligkeit erhalten die Anleger ihr Kapital zurück, sofern die enthaltenen Anleihen nicht ausfallen. Dies macht das Kreditrating der Anleihen zu einem zentralen Faktor für die Rendite.
Wie beeinflussen Ausfallrisiken die Rendite?
Die Ausfallrisiken sind ein entscheidender Faktor, der die Rendite von iBonds ETFs beeinflusst. Laut der aktuellen Studie von S&P liegt die Ausfallrate im High-Yield-Bereich bei etwa 4% pro Jahr, während sie im Investment-Grade-Segment auf lediglich 0,03% sinkt. Diese Diskrepanz ist nicht nur eine Momentaufnahme, sondern ein strukturelles Merkmal, das Anleger bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten.
Die höhere Rendite von High-Yield-iBonds ist eine Vergütung für die realen Ausfallrisiken, die mit diesen Anleihen verbunden sind. Anleger, die in den iShares iBonds 2029 Term High Yield and Income ETF investieren, sehen sich einem Portfolio gegenüber, in dem über 50% der Anleihen in den Bonitätskategorien CCC und B angesiedelt sind. Dies bedeutet, dass das Risiko eines Ausfalls in diesem Segment signifikant höher ist.
Investment-Grade vs. High-Yield iBonds
- Ausfallrate bei High-Yield-Anleihen: 4% pro Jahr
- Ausfallrate bei Investment-Grade-Anleihen: 0,03% pro Jahr
- Über 50% des iShares iBonds 2029 Term High Yield Portfolios in CCC- und B-Ratings
Investment-Grade-iBonds gelten als stabiler und sicherer, bieten jedoch in der Regel niedrigere Renditen. Diese Anleihen sind in der Regel von Unternehmen mit solider Bonität emittiert, was das Ausfallrisiko erheblich reduziert. Im Gegensatz dazu bieten High-Yield-iBonds die Aussicht auf höhere Renditen, sind jedoch auch mit einem signifikanten Risiko verbunden. Anleger müssen abwägen, ob sie bereit sind, dieses Risiko für potenziell höhere Erträge einzugehen.
Die Entscheidung zwischen diesen beiden Anleiheklassen ist nicht nur eine Frage der Rendite, sondern auch der individuellen Risikobereitschaft. Wer eine möglichst planbare Rückzahlung anstrebt, sollte die Bonität der enthaltenen Anleihen als zentralen Parameter der Entscheidung betrachten.
Die Rolle des Kreditratings
Das Kreditrating ist entscheidend für die Einschätzung des Ausfallrisikos. Ratingagenturen wie S&P Global Ratings sortieren das Ausfallrisiko sehr zuverlässig. Fast alle tatsächlichen Ausfälle eines Jahres entfallen auf Emittenten, die unmittelbar vor dem Ausfall im sehr schwachen Bonitätsbereich lagen. Investment-Grade-Emittenten, die zu Jahresbeginn noch als solide eingestuft waren, fallen so gut wie nie aus.
<pFür Anleger bedeutet dies, dass sie bei der Auswahl von iBonds ETFs besonders auf das Kreditrating der enthaltenen Anleihen achten sollten. Eine hohe Bonität kann nicht nur das Risiko eines Ausfalls minimieren, sondern auch die Stabilität der Rendite erhöhen.
Marktfaktoren und ihre Auswirkungen
Die Marktfaktoren, die die Rendite von iBonds ETFs beeinflussen, sind vielfältig. Bei Investment-Grade-Anleihen dominieren Marktfaktoren wie Liquiditätsprämien die Spreadbewegungen, was auf eine strukturell stabilere Preisfindung hindeutet. Im Gegensatz dazu werden Credit Spreads bei Anleihen mit schlechterer Bonität stärker von der tatsächlichen Ausfallwahrscheinlichkeit getrieben.
<pDiese Unterschiede in der Preisfindung können für Anleger von entscheidender Bedeutung sein, insbesondere in einem wirtschaftlichen Umfeld, das von Inflation und Zinsänderungen geprägt ist. Anleger sollten sich bewusst sein, dass die Renditeerwartungen in einem solchen Umfeld variieren können und dass eine sorgfältige Analyse der enthaltenen Anleihen unerlässlich ist.
Fazit

Die Wahl zwischen High-Yield und Investment-Grade iBonds ETFs ist eine grundlegende Entscheidung für Anleger. Während High-Yield-iBonds die Aussicht auf höhere Renditen bieten, sind sie auch mit einem signifikanten Ausfallrisiko verbunden. Investment-Grade-iBonds hingegen gelten als stabiler und sicherer, bieten jedoch in der Regel niedrigere Renditen. Anleger sollten ihre individuelle Risikobereitschaft und Anlagestrategie berücksichtigen, bevor sie sich für eine der beiden Optionen entscheiden. In einem sich ständig verändernden wirtschaftlichen Umfeld ist es entscheidend, die Risiken und Chancen sorgfältig abzuwägen.
Häufige Fragen
Was sind iBonds ETFs?
Wie beeinflussen Ausfallrisiken die Rendite?
Was ist der Unterschied zwischen High-Yield und Investment-Grade iBonds?
Wie hoch ist die Ausfallrate bei High-Yield-Anleihen?
Warum ist das Kreditrating wichtig?
Quellen: finanzen.net
Symbolbild: Analyse der Rendite von iBonds ETFs · Foto: Alesia Kozik / Pexels


