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E-Rechnung senden und empfangen: Das müssen Unternehmer wissen

⏱ 4 Min. Lesezeit · Stand: 23.06.2026

Die Einführung der E-Rechnung in Deutschland bringt weitreichende Änderungen für Unternehmen mit sich. Ab 2025 müssen alle Firmen in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen.

Das Wichtigste in Kürze

  • E-Rechnungspflicht für den Empfang seit 2025
  • Versandpflicht ab 2027 für größere Unternehmen
  • Übergangsfrist für PDF-Rechnungen bis Ende 2026

Die Einführung der E-Rechnung in Deutschland stellt einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des Rechnungswesens dar. Seit dem 1. Januar 2025 sind alle Unternehmen verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Effizienz im Rechnungswesen zu steigern und Fehlerquellen zu minimieren. Insbesondere für Unternehmen, die im B2B-Bereich tätig sind, ist es entscheidend, sich auf diese Veränderungen einzustellen.

Was ist eine E-Rechnung?

E-Rechnung im digitalen Geschäftsalltag
Symbolbild: E-Rechnung im digitalen Geschäftsalltag · Foto: Tima Miroshnichenko / Pexels

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format erstellt, übermittelt und empfangen wird. Ab dem 1. Januar 2025 müssen Unternehmen in Deutschland in der Lage sein, solche Rechnungen zu empfangen. Ein einfaches PDF-Dokument erfüllt diese Anforderungen nicht, da es nicht als strukturiertes Format gilt. Die E-Rechnung ermöglicht eine automatisierte Verarbeitung, wodurch doppelte Arbeitsgänge und Fehler vermieden werden können.

Die Einführung der E-Rechnung ist eng verbunden mit der geplanten Einführung eines Meldesystems, das eine zeitnahe und transaktionsbezogene elektronische Meldung von Rechnungsangaben an die Finanzverwaltung ermöglicht. Dies erfordert, dass bestimmte Rechnungsdaten elektronisch übermittelt werden, was die Notwendigkeit für Unternehmen erhöht, sich technisch und organisatorisch anzupassen.

Aktuelle Fristen und Pflichten für Unternehmen

Seit dem 1. Januar 2025 gilt die Pflicht für alle Unternehmen, E-Rechnungen empfangen zu können. Dies betrifft sowohl große Unternehmen als auch kleine Betriebe und Selbstständige. Die technische Ausstattung, um strukturierte E-Rechnungen zu verarbeiten, ist daher unerlässlich. Unternehmen benötigen entweder eine geeignete Buchhaltungssoftware oder einen speziellen E-Rechnungs-Viewer, um die Rechnungen korrekt zu empfangen und zu archivieren.

Für den Versand von E-Rechnungen gelten jedoch noch Übergangsfristen. Bis zum 31. Dezember 2026 dürfen Unternehmen weiterhin Papierrechnungen oder PDF-Rechnungen verwenden, sofern der Empfänger dem ausdrücklich zustimmt. Ab dem 1. Januar 2027 sind Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro verpflichtet, E-Rechnungen zu versenden. Ab 2028 gilt diese Pflicht dann für alle Unternehmen, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Die Bedeutung der E-Rechnung für die Wirtschaft

Fakten auf einen Blick

  • Empfang von E-Rechnungen seit 1. Januar 2025 verpflichtend
  • Versand von E-Rechnungen für Unternehmen ab 2027 Pflicht
  • PDF-Rechnungen nur bis Ende 2026 mit Zustimmung erlaubt

Die E-Rechnung hat das Potenzial, die Effizienz in der deutschen Wirtschaft erheblich zu steigern. Durch die Digitalisierung der Rechnungsstellung können Unternehmen nicht nur Zeit und Kosten sparen, sondern auch ihre Prozesse optimieren. Dies ist besonders relevant in Zeiten von Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit, wo Unternehmen bestrebt sind, ihre Kosten zu senken und ihre Effizienz zu maximieren.

Darüber hinaus spielt die E-Rechnung eine wichtige Rolle im Kontext der Steuertransparenz. Die elektronische Übermittlung von Rechnungsdaten an die Finanzverwaltung ermöglicht eine schnellere und genauere Überprüfung von Steuererklärungen, was letztlich zu einer höheren Compliance und weniger Steuerhinterziehung führen kann. In einer Zeit, in der die Steuerlast für viele Unternehmen steigt, ist dies ein entscheidender Vorteil.

Technische Anforderungen und Lösungen

Um E-Rechnungen erfolgreich zu senden und zu empfangen, müssen Unternehmen sicherstellen, dass sie über die notwendige technische Infrastruktur verfügen. Dies umfasst die Implementierung von Softwarelösungen, die in der Lage sind, strukturierte Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD zu verarbeiten. Diese Formate sind speziell für die elektronische Rechnungsstellung entwickelt worden und bieten zahlreiche Vorteile, darunter eine verbesserte Datenqualität und eine vereinfachte Verarbeitung.

Unternehmen sollten auch in Betracht ziehen, ihre Prozesse zu automatisieren, um den Aufwand für die Rechnungsstellung und -verarbeitung zu minimieren. Plattformlösungen, die den Austausch von E-Rechnungen ermöglichen, können hierbei eine wertvolle Unterstützung bieten. Die Wahl des richtigen Tools kann entscheidend sein, um die Umstellung auf die E-Rechnung reibungslos zu gestalten.

Praktische Tipps für die Umstellung

Tipp: Unternehmen sollten frühzeitig mit der Planung der Umstellung auf die E-Rechnung beginnen. Es ist ratsam, sich über die verschiedenen Softwarelösungen zu informieren und gegebenenfalls externe Berater hinzuzuziehen, um die besten Optionen für die individuellen Bedürfnisse zu finden. Eine rechtzeitige Anpassung der internen Prozesse kann helfen, mögliche Probleme bei der Umstellung zu vermeiden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Schulung der Mitarbeiter. Die Einführung neuer Technologien erfordert oft eine Anpassung der Arbeitsweise. Daher sollten Unternehmen sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter über die notwendigen Kenntnisse verfügen, um E-Rechnungen effizient zu verarbeiten und zu verwalten.

Fazit

E-Rechnung im digitalen Geschäftsalltag
Symbolbild: E-Rechnung im digitalen Geschäftsalltag · Foto: Mikhail Nilov / Pexels

Die E-Rechnung ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung des Rechnungswesens in Deutschland. Ab 2025 müssen Unternehmen in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen, während der Versand ab 2027 für größere Unternehmen verpflichtend wird. Die Umstellung auf die E-Rechnung bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine höhere Effizienz und eine verbesserte Steuertransparenz. Unternehmen sollten sich frühzeitig auf die neuen Anforderungen vorbereiten, um die Vorteile der E-Rechnung optimal nutzen zu können.

Häufige Fragen

Was ist eine E-Rechnung?
Eine E-Rechnung ist eine elektronische Rechnung, die in einem strukturierten Format erstellt, übermittelt und empfangen wird. Ab 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können.
Wann müssen Unternehmen E-Rechnungen versenden?
Ab dem 1. Januar 2027 sind Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz von mehr als 800.000 Euro verpflichtet, E-Rechnungen zu versenden. Ab 2028 gilt dies für alle Unternehmen.
Welche Formate sind für E-Rechnungen zulässig?
Zulässige Formate für E-Rechnungen sind XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1. PDF-Rechnungen sind bis Ende 2026 nur mit Zustimmung des Empfängers erlaubt.
Wie können E-Rechnungen übermittelt werden?
E-Rechnungen können auf verschiedenen Wegen übermittelt werden, z.B. per E-Mail, über elektronische Schnittstellen oder durch zentrale Speicherorte. Der genaue Übermittlungsweg muss zivilrechtlich zwischen den Vertragsparteien geregelt werden.
Was passiert, wenn Unternehmen die E-Rechnungspflicht nicht einhalten?
Unternehmen, die die Pflicht zur E-Rechnung nicht einhalten, riskieren rechtliche Konsequenzen und mögliche Strafen. Es ist wichtig, sich rechtzeitig auf die neuen Anforderungen vorzubereiten.

Quellen: Google News

Symbolbild: E-Rechnung im digitalen Geschäftsalltag · Foto: Kindel Media / Pexels

Julia Hoffmann
Julia Hoffmann
Julia Hoffmann ist bei Finanz-Echo für die Themen Immobilien und Baufinanzierung zuständig. Sie erklärt, worauf es bei Kauf, Finanzierung und Vermietung ankommt, und behält dabei aktuelle Entwicklungen am Markt im Blick. Ihre Artikel richten sich sowohl an angehende Eigentümer als auch an alle, die ihre Immobilie als Geldanlage betrachten.
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